In der Hoffnung, dass es den einen oder die andere interessiert und vielleicht als Tipp für den eigenen Medienkonsum dient, tröte ich hier mal sukzessive Kurzkritiken zu meist neuen, bisweilen aber auch schon älteren Filmen und Serien, die ich mir aktuell zum ersten Mal angesehen habe.
"Bean: Der ultimative Katastrophenfilm": Harmlose, aber sehr unterhaltsame und weitgehend familientaugliche Komödie um den chaotischen Megatollpatsch Mr. Bean, der als vermeintlicher Kunstexperte sein Unwesen bei der Vorstellung eines berühmten Gemäldes treibt. 7/10
"#TheGoodDoctor", Staffel 3: Die Serie um den autistischen Assistenzarzt Dr. Shaun Murphy bietet auch im dritten Jahr einen sehr bekömmlichen Mix aus medizinischen und Beziehungsthemen mit einer Prise Humor, Spannung und Moral - und einem spektakulären Staffelfinale. 7/10
"#DerKleineVampir (2017)": Der Animationsfilm erweist sich als erschreckend inspirations-, witz- und charmefreie Adaption der beliebten Kinderbuchreihe, in der hinten und vorne nichts zusammenpasst. Pluspunkte gibt es allein für die Vampirkuh und die Fluganimationen. 3/10
"#LiebeUndAnarchie", Staffel 2: Die schwedische Serie um das so ungleiche und sich doch so ähnliche Pärchen Sofie und Max und den chaotischen Verlag "Lund & Lagerstedt" wird in der 2. Staffel dunkler und ernster, bleibt aber bitterböse und zugleich stets sehr liebenswürdig. 8/10
"#365Tage": Eine junge polnische Hotelmanagerin wird von einem Mafiaboss entführt. Sie soll 365 Tage lang seine Gefangene bleiben und sich dabei in ihn verlieben. Selten sah man einen größeren Haufen Mist. 1/10
"#EnolaHolmes2": Eine würdige Fortsetzung, die wie der erste Teil mit grandiosen Requisiten und Kulissen, tollen Darsteller:innen, einem hohen Erzähltempo und einer guten Mischung aus Spannung, Humor und Gesellschaftskritik Jugendliche wie Erwachsene bestens unterhält. 8/10
"#AllOfUsAreDead": Klischee hin oder her - das ist die K-Pop-Version einer Zombieserie (um Schüler:innen der Oberschule, in der die Seuche ausbricht): schneller, jugendlicher, greller und besser choreographiert. Leider stirbt bisweilen auch die Logik. 7/10
"#DirkGentlysHolistischeDetektei", Staffel 1: Wer die Bildschirmadaption der Bücher von #DouglasAdams erwartet, wird enttäuscht und begeistert zugleich. Denn die Serie hat praktisch nichts mit dem Vorbild zu tun, ist aber ähnlich ideenstrotzend und clever gemacht. 8,5/10
"#DirkGentlysHolistischeDetektei", Staffel 2: Nach dem fulminanten Ende von Staffel 1 finden sich die Protagonisten an ganz unterschiedlichen Orten wieder. Auf der Suche nach den anderen geraten sie in einen neuen "Fall", der noch bunter und grandioser als der letzte ist. 9/10
"#DaddysHome": Eine gerne auch brachialhumorige Komödie um einen spießigen, aber begeisterten Stiefvater, der sich der Konkurrenz durch den abenteuerlichen, wilden und durchtriebenen biologischen Vater seiner beiden Stiefkinder ausgesetzt sieht. Gute Gags, aber auch Längen. 6/10
"#ACastleForChristmas": Eine klischeetriefende Weihnachtsschmonzette um eine US-Erfolgsautorin in der Krise, die ihre schottische Familiengeschichte erkundet und auf einen edelmütigen, aber starrsinnigen Schlossbesitzer in Geldnöten trifft. Vorhersehbar, aber unterhaltsam. 6/10
"#Wednesday", Staffel 1: Die düstere, aber etwas zu glatt besetzte Tochter der Addams Family kommt auf die Außenseiterakademie "Nevermore" und folgt auf der Suche nach einem mordenden Monster in den Wäldern jeder falschen Fährte, bis sie es am Ende doch noch enttarnt. 7,5/10
"#NewAmsterdam", Staffel 2: Die Serie um das New Yorker Krankenhaus unter dem unkonventionellen Leiter Max Goodwin verhandelt erneut soziale Fragen in und um das US-amerikanische Gesundheitswesen verpackt in zwischenmenschliche Dramen, und das unverändert gelungen. 7/10
"#Dark", Staffel 1: Der deutsche Cousin von "Stranger Things" um ein Zeitreiseportal unter dem AKW der fiktiven Stadt Winden ist düsterer, innerlicher, komplexer, bedeutungsaufgeladener - und entwickelt trotz der nervtötenden Soundeffekte eine starke Sogwirkung. 7,5/10
"#Rot": Heldin dieses Animationsfilms ist die 13jährige Meilin, die plötzlich feststellen muss, dass sie sich wie alle Frauen in ihrer Familie bei starken Emotionen in einen roten Panda verwandelt. Das führt zu einigen Coming-of-Age-Verwicklungen und ist harmlos kurzweilig 7/10.
"#TheCrown", Staffel 5: Mit einer neuen Generation erneut sensationell ausgewählter Schauspieler geht es weiter in der Lebensgeschichte von Queen Elizabeth II. und ihrer Familie. Etwas Lady-Di-lastig und weniger zeitgeschichtlich als sonst, aber weiterhin toll. 7,5/10
"#PawPatrol - Der Kinofilm": Ryder und seine technisierten Hundewelpen treten in der Abenteuerstadt gegen den wie immer umtriebig-tollpatschigen Bürgermeister Besserwisser an, wobei Chase sich seinen Ängsten stellen muss. Grafisch etwas aufgebohrt und gewohnt sinnfrei. 5/10
"#TheGoodDoctor", Staffel 4: Der Höhepunkt kommt zu Beginn - mit einer eindrucksvollen Erinnerung an den Beginn der Corona-Pandemie aus Sicht des Krankenhausbetriebs. Aber auch danach kann die Serie gewohnt gut unterhalten und stellt einige neue Charaktere vor. 7/10
"#Dark", Staffel 2: Mit 2 neuen Zeitebenen wird die Zeitreisegeschichte um die fiktive Stadt Winden nicht gerade trivialer, dank geschickt komponiertem Drehbuch, tollen Schauspielern und einem Verzicht auf die nervtötenden Soundeffekte aber sogar noch besser als Staffel 1. 8,5/10
"#Atypical", Staffel 1: Die Serie um den autistischen Jungen Sam Gardner und seine Familie ist vollgepackt mit kreativen Einfällen und spannenden (Neben-) Figuren. Sie pendelt geschickt zwischen den ernsten Alltagsherausforderungen und komischen Momenten. 8/10
"#Atypical", Staffel 2: In der 2. Staffel der Serie um den autistischen Jungen Sam geht Familie Gardner in den Krisenmodus. Drehbuch und Schauspielerleistungen bleiben dabei auf unverändert hohem Niveau. Unterhaltsam und ernsthaft zugleich. Humorvoll und herzerwärmend. 8/10
"#Atypical", Staffel 3: Sams Geschichte führt ihn aufs College - und damit zu ganz neuen Herausforderungen. Seine Schwester Casey erweitert unterdessen ihren Horizont auf ganz andere Weise. Und Zahid trifft mit Gretchen auf seine Yoko Ono. Dem Zuschauer gefällt's weiterhin. 8/10
"#Atypical", Staffel 4: In der letzten Staffel der gelungenen Serie kann man den autistischen Sam und seine Familie und Freunde weiterhin dabei beobachten, wie sie an sich und ihrer Umwelt wachsen. Sam wagt den Auszug von zu Hause - und gewinnt ein rundum stimmiges Finale. 8/10
"#Dark", Staffel 3: Als wäre es nicht schon komplex genug gewesen, entführt uns diese tolle deutsche Mystery-Serie zum Abschied in weitere Zeitebenen und spiegelt diese auch noch in einer Parallelwelt. Das ist leider insgesamt ein bisschen viel, aber dennoch spannend. 8/10
"#ShittsCreek", alle Staffeln: Reiche Schnöselfamilie verliert alles und findet sich in einem gammeligen Motel in der tiefsten Provinz wieder. Daraus entsteht eine wunderbar böse Serie mit brillant überzeichneten und gespielten Figuren und der richtigen Portion Herz. 8/10
"Die drei ??? - Erbe des Drachen": Die drei Detektive aus Rocky Beach machen ein Praktikum am Filmset eines Vampirfilms auf einem Schloss in Rumänien. Schon bald sucht man einen Schatz und einen Verschwundenen. Leidlich kurzweilige Krimigeschichte für die ganze Familie. 5,5/10
"#TheWalkingDead", Staffel 11/2: Der leichte Aufwärtstrend, der schon zu Beginn der finalen 11. Staffel erkennbar war, setzt sich fort. Die Handlung nimmt weiter an Fahrt auf und auch die Ränkespiele im Commonwealth erinnern an die guten Zombiezeiten. 7,5/10
"#WonderWoman1984": War der erste Teil dieser Superheldinnensaga noch in der Nähe oberen Mittelmaßes, erweist sich die Fortsetzung als komplett hanebüchener Quatsch ohne Hirn und Herz. Selbst die schöne Retrochance mit den 80er Jahren wird völlig vergeigt. 3/10
"#DieWildenNeunziger!": 20 Jahre nach den wilden 70ern verbringt Leia, Teenie-Tochter von Donna und Eric, die Sommerferien bei ihren Großeltern. Schnell wird deren Keller wieder zum Treffpunkt für die Jugend vor Ort. Red und Kitty sind grandios wie stets, der Nachwuchs bleibt leider etwas blass (6/10).
"#TheGoodFight", Staffel 1: In diesem noch politischeren Spin-Off der Erfolgsserie "#TheGoodWife" schließt sich Anwältin Diane Lockhart einer afroamerikanischen Kanzlei an. Mit einem guten Mix bekannter und neuer Charaktere nimmt die Serie sofort Fahrt auf. 8/10
@ABlohm Staffel 1 7,5/10, Staffel 2 8,5/10. Warte mal auf Staffel 3, da wird alles noch komplexer - und das Ende ist mein persönliches Lieblings-Staffel-Finale. Einer Serie. Ever. 😉
@breitnigge Ich weiß, ich weiß! Du hattest es schon erwähnt. Bin auch schon zu 2/3 mit Staffel 3 durch, aber verstehe nur noch die Hälfte 😂

@ABlohm 🤣

(es klärt sich am Ende ALLES auf!)

@breitnigge Ich bin sehr gespannt, wie sie DAS schaffen wollen! Aber gut zu wissen, dass es nicht so ein Desaster wird wie bei "Lost".
@ABlohm Auf keinen Fall. Das meine ich ja, selten ein stimmigeres Serienende gesehen...
@ABlohm
Diese erste Folge der neuen Staffel hab ich mir neulich auch angesehen und fand auch die Erinnerung an den Beginn der Pandemie wirklich gelungen. Die weiteren Folgen waren mir dann etwas zu gefühltbetont ...
@BonnerClara Das kann ich nachvollziehen, fand es selbst aber eigentlich nicht schlimm sondern ganz berührend (etwa die Folge mit der Fehlgeburt). Die Staffel endet allerdings (wohl) mit dem Abgang von Claire und damit dem Haupteinfallstor für Gefühlsduselei :-) Es besteht also Hoffnung, dass die Balance in Zukunft besser gelingt.
@ABlohm
Ja, genau, Claire. 🙄
Je nach Stimmung schau ich mal wieder rein ...