„Für Erwerbsfähige wird es die Rationen nur geben, wenn sie arbeiten.“

So geht’s also zu in Ulrike Herrmanns Degrowth-Sozialismus. Fleisch, Bahnfahrten und Wohnraum(!) darf nur in Anspruch nehmen, wer arbeitet.

Degrowth ist eine bürgerliche Austeritätsphantasie, wie sonst Sarrazin sie erträumt. Linke hingegen sollten dringend Abstand nehmen von allen autoritären Schrumpfungsgelüsten, die den regressiven und strafwütigen Teil der Öko-Bewegung immer wieder überkommen

@larsweisbrod
Finde ich eine ganz schön radikale Aussage ehrlich gesagt, bedeutet das im Umkehrschluss dass du permanentes Wirtschaftswachstum für möglich/ erstrebenswert hältst?
@Hippie absolut, es ist möglich, es ist erstrebenswert und vor allem ist es eine LINKE Vision
@larsweisbrod
Ich verstehe halt den Sinn davon nicht so wirklich, das Problem ist doch eher dass fast alles Geld/ wirtschaftliche Macht auf wenige Personen konzentriert ist und nicht dass wir insgesamt zu wenig haben?
Ich habe aber das Buch z.B. auch nicht gelesen
@Hippie @larsweisbrod Ich glaube, es geht eher darum, dass wir insgesamt zu viele Ressourcen verbrauchen. Wenn wir Vermögen nur verteilen würden und dann einfach jeder verschwenderisch leben würde, hätten wir nicht viel gewonnen. Die Gesellschaft muss insgesamt weniger konsumieren, aber die Wohlhabenden eben ganz besonders.
@timmg @larsweisbrod
Ich glaube dass eins der zentralen Probleme die eine moderne Linke angehen muss die Koppelung von Einkommen an Arbeit ist, denn wir werden auch sehr viel weniger arbeiten dürfen in vielen Bereichen wenn wir wollen dass unser Planet bewohnbar bleibt.