Bei meinem letzten Weinbergsgang dieses Kalenderjahres tanzten die Krähen im Wind. Sie messen die Zeit nicht nach Tagen und Jahren. Ich finde es befreiend, dem Datumswechsel nicht allzuviel ominöses Gewicht zu geben. Natürlich darf er gefeiert werden - aber die abergläubische Furcht, die viele Menschen damit verbinden, die dürfen wir loslassen. Die Sonne steigt, die Sonne sinkt, nach dieser Nacht kommt der neue Morgen.
Diese tröstliche Gewissheit schenkt Gelassenheit gegenüber all den Erwartungen und Befürchtungen, die gerade überall in den Medien herumgeistern.
Ich habe keine besonderen Vorsätze für das neue Jahr, außer dem einen, der mich bereits jeden Morgen begleitet: diese Welt durch mein Dasein hoffentlich ein bisschen mehr mit Liebe zu erfüllen.