#Reingehört
Das weihnachtliche Ritual beginnt bei uns am Nachmittag mit Kaffee/Tee und Keksen und dem Hören von Bach's #Weihnachtsoratorium. Auf der Suche nach der schönsten Aufnahme habe ich jetzt in 21 Aufnahmen reingehört. Diese Einspielung von 1975 ist es geworden.
#Bach #Augér #Burmeister #Schreier #Adam #Flämig #Kreuzchor
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@MagdalenaBerlin
Danke für den Tröt - das interessiert mich. Ich suche auch oft die (für mich) "richtige" Aufnahme gewisser Musikwerke, z.B. bei Händel, ich bin da recht wählerisch.

Welche Eigenschaften der Bach-Einspielung von 1975 machen sie für dich besonders gut?

@Triton
Welche Interpretationen bevorzugst du denn so? Wenn man das überhaupt verallgemeinern kann...

@MagdalenaBerlin
Das ist unterschiedlich. Allgemein war ich nie ein Fan von Herbert von Karajan, weil er den übermächtigen Hang zu hohen Tempi hatte - viel zu hoch für meinen Geschmack, vieles hat er geradezu verhunzt.
Händels Messias darf freudig-schwungvoll sein, sollte dabei aber so präzis und klar gespielt werden, wie es nur die Academy of St. Martin-in-the-Fields hinbekommt.

Bei anderen Werken ist es wieder anders. Du hast Recht, es ist schwer zu verallgemeinern.

@Triton
Gerade ist mir zum Thema #Karajan ein interessanter Vergleich untergekommen.

Ich höre mich zur Zeit durch diesen Podcast
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https://www.rbb-online.de/rbbkultur/podcasts/bernstein/leonard-bernstein.html

In Folge 9 werden Leonard #Bernstein und Karajan einander gegenüber gestellt. Ab ca. 1:24:00 wird jeweils eine Aufnahme von Brahms 4. Sinfonie nacheinander angespielt und die Unterschiede zwischen beiden Dirigenten werden hier sehr deutlich. Karajan fängt an, dann folgt Bernstein - falls Du mal rein hören magst... 🙂

Leonard Bernstein

Keiner gab sich so rückhaltlos dem Publikum hin: Lachte, zitterte, ging dirigierend in die Knie und betätigte sich dabei als Rattenfänger der Klassik – im besten Sinne. Als erster, genuin amerikanischer Dirigent begründete er ein neues Selbstbewusstsein. Und einen saftigeren, extremistischeren, sanguinischeren Stil. Er war der einzige Dirigent seiner Zeit, der bei der Arbeit nicht mürrisch wirkte. Eine Blütenlese mit besten Aufnahmen. Sendereihe in 21 Folgen von Kai Luehrs-Kaiser.

@MagdalenaBerlin
Ach suuper, vielen Dank dafür! 🙏 👏
Ich bin so ein großer Verehrer von Bernstein. Ich werde mir die ganze Serie mal anhören, wenn ich die Muße finde. Ich erinnere mich an den Tag, an dem ich von Bernsteins Tod erfuhr. Das brachte mich zum Weinen. (Und das will was heißen.)

Die Brahms-Stelle ist interessant. Ich erkenne natürlich "meinen Bernstein" darin. Es sind nicht einmal Tempo-Unterschiede, die es hier ausmachen. Bernsteins Version ist irgendwie tiefer empfunden. Karajan

@MagdalenaBerlin
... lässt alles sehr sauber und ordentlich aussehen. (Was bei Brahms eigentlich ein wahres Kunststück ist, weshalb ich Brahms normalerweise aus dem Weg gehe 😬 )

Ich werde das noch ein paarmal hören müssen, zumal ich das Stück noch nicht kenne.
Danke nochmal!!

@Triton
Ich bin auch ein totaler Fan von Lenny, ging mir bei seinem Tod genau so wie dir. Seine leidenschaftliche Art zu dirigieren hat mir viele Türen zum Verständnis schwieriger Werke geöffnet (z.B. Gustav Mahler).
Kennst du diese wunderbare Doku über ihn?
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https://youtu.be/q2dC3AoAwY4
Leonard Bernstein – Das zerrissene Genie

YouTube
@MagdalenaBerlin
Nein, die ist mir leider entgangen.
Ich besitze immerhin zwei DVDs von ihm bzw. über ihn , die sind aber schon etwas älter. Auf der einen die Doku der Einspielung seiner West Side Story mit José Carreras und Kiri Te Kanawa. Soo toll.
@Triton
Geniale Aufnahme! 💟

@MagdalenaBerlin
Jo! Alles!

(Carreras mit "such a beautiful sound in a sinnggöl word" 😂 )