Der Markt regelt. Nicht. Beispiel 5214.

Es gibt exklusiv für Dubai LED-Leuchten, die eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen. Die Lösung ist simpel. Man setzt 4x so viele #LED Filamente ein, man betreibt sie damit nicht am Limit, sie bleiben kälter und leben länger.

Forciert wurde das durch einen Scheich. Die #DubaiLamp wird aber leider nur dort angeboten - die lange Lebensdauer ist schlecht für das weltweite Geschäft von #Philips.

@FabianLaasch

Also:

Es ist eine sehr gute Idee, auf die hoch effizienten LED-Leuchten dieser neuen Generation umzurüsten; wann immer eine neue "Birne" sowieso gebraucht wird. Die ultraeffizienten 40, 60 und 75 W und 100 W E-34-Leuchten sind erhältlich. Ich habe sie bereits erfolgreich im Einsatz.

https://passipedia.de/technik/led-licht

LED-Licht [Passipedia DE]

@WolfgangFeist absolut! Auf jeden Fall auf LED setzen, der Punkt ist aber, wir könnten für einen geringen Aufpreis deutlich langlebigere Birnen bekommen.

@FabianLaasch

Ja, die Dinger haben eine 3,5mal längere Lebensdauer.

UND: Lange Lebensdauer ist nach der Energie-Effizienz der wichtigste Gesichtspunkt für Nachhaltigkeit.

BTW: Schon die "normalen" LEDs halten rund 7mal länger als Glühlampen.

Entscheidend ist, dass die Info über die Verfügbarkeit verbreitet wird - und dass wir dann auch konsequent bei jedem ohnehin-Austausch darauf umsteigen.

Dafür wäre eine höhere Markt-Transparenz wichtig - und unser Engagement, das auch zu befördern.

@WolfgangFeist @FabianLaasch Die Lebensdauer ist meist deutlich höher als die Nutzbarkeit. In der Regel werden die Lampen nach einigen Monaten so dunkel, dass eine Nutzbarkeit quasi nicht mehr gegen ist. Da hilft es nicht falls die tasächliche Lebensdauer 10 oder 100 Jahre betragen sollte.

@davidbruchmann @WolfgangFeist

Dass die Lampen schnell dunkler werden, ist genau die Auswirkungen dessen, das sie am Limit eingesetzt werden. Sie werden heiß, degradieren schneller und nehmen in der Helligkeit deutlich ab. Mit den Dubai Leuchten ist das daher auch deutlich reduziert.

@FabianLaasch @WolfgangFeist Letztendlih müßte das dann durch die Elektronik in den Lampen geregelt werden, richtig?
Dimmt man die Lampen durch diese Elektronik, müßten sie demnach länger halten.

@davidbruchmann @WolfgangFeist

Gibt mehrere Möglichkeiten die Lebensdauer zu verlängern.

1) Du betreibst das LED Filament nicht an der Grenze (du dimmst intern) -> Leuchte ist dunkler.

2) Du betreibst die gesamte Leuchte mit einem externen Dimmer -> Leuchte ist dunkler.

3) Du nimmst mehr LED Filamente, alle sind gedimmt -> die Helligkeit bleibt gleich.

Umsetzung 1) war deine Gedanke? 3) wird in der Philips Birne umgesetzt.

@FabianLaasch @davidbruchmann

Was ich bei dieser Diskussion übrigens vermisse ist die Kundensicht.

Dubai hat vermutlich sehr genau spezifiziert was sie haben wollen. Auch weil ein Austausch von Glühbirnen in bestimmten Settings unglaublich teuer ist. (Man denke an große Hörsäle)
Dort zahlt man also direkt Lohn und kann das quantifizieren. Die großen Kunden (Baumärkte et al) haben ein anderes Kundensegment. Dort wird oft lieber X fach gekauft und dafür günstig.

@mwfc @FabianLaasch Mehrmals günstig ist auch teuer, aber es stimmt dass der Privatverbraucher darauf nicht so sehr schaut weil die Arbeitskosten meist wegfallen.

@davidbruchmann @FabianLaasch
Ja, das ist zum Teil auch der Preis der Armut. Wenige haben die Mittel immer sinnvoll einzukaufen, von der Information ganz zu schweigen.
Andersrum erhält man ggf aktuellere Produkte und ist bei Innovationszyklen nicht so weit hintendran wenn man günstigere Produkte wählt.

Ich hab zB smarte LED Lampen bei denen der Funkteil ausgefallen ist. Da bringt mir ggf deutlicher Aufpreis (wie bei Philips) nur für längere Leuchtdauer eher wenig.

@davidbruchmann @FabianLaasch
Aber an der Stelle würde ich meinen, dass der Laden der die Lampen führt Druck ausüben müsste, weil er die Nachfrage bündelt.

Stellt sich also Kette XY daneben, gar mit Eigenprodukten, und bündelt die Nachfrageforderungen nicht wirklich, wird sich nichts ändern.

Stellt sich auch die Frage wie sinnvoll gewisse Gebaren der gleichen Marken (Philips) sind, die auch gerne abschotten (wie alle, siehe Hue)

@mwfc @FabianLaasch Verbrauchervereine / -portale könnten hier sinnvoll sein, oder natürlich der Gesetzgeber, am Besten auf EU-Ebene.

@davidbruchmann @FabianLaasch

Der Gesetzgeber ist IMMER das letzte Mittel und aus meiner Sicht schwierig dort reinzubringen. Vergleiche Dieselskandal. Bei diesem hat auch die deutsche Industrie die Standards gepusht als Alleinstellungsmerkmal, und durch Bosch großflächig betrogen. Dort bin ich also eher vorsichtig.
Ansonsten haben wir bei Modems auch keine guten Erfahrungen gemacht mit Post und staatlicher Regulierung.

"Ingenieure springen so hoch wie sie müssen".

@mwfc @FabianLaasch Im Dieseskandal war ja gefühlt halb Deutschland verwickelt -- auf Täterseite.

Bei den Modems erinnere ich mich nicht, worum es ging.

@davidbruchmann @FabianLaasch

Ja. Es wird aus meiner Sicht etwas wenig thematisiert. Bosch (als Zulieferer) et al haben zugesagt, dass sie bestimmte Werte erfüllen können. Dies ging dann nicht, nichtsdestotroz wurden die festgeschrieben, sodass am Ende auch nur der Betrug vermutlich blieb. Aber es war eine unheimliche Spirale von Wechselwirkung Industrie und Regulierung. Man ist dort auf ehrlichen Austausch angewiesen um die technologische Situation zu beurteilen.

@mwfc @FabianLaasch Nun, das trifft den Umfang der Betrügereien nicht ganz, die bis in die obersten Ebenen der Politik reichen.

@davidbruchmann @FabianLaasch

Der Punkt ist, Regulierung von Oben ist auf nahezu die gleichen Informationen angewiesen wie Kunden. Einen Stand technisch vorzuschreiben OHNE den aktuellen Stand der Technik zu kennen ist ein Rezept für Disaster. Es wird ein kleinster gemeinsamer Nenner herauskommen, es ignoriert werden wenn es zu weit danebenliegt. Sieht einer durch Betrug einen Vorteil, wird dieser durch das Recht zementiert.

@mwfc @FabianLaasch Wenn ein Standard ohne Berechtigung existiert hätte, hätten ALLE Beteiligten ganz anders reagiert. Es war auf jeden Fall eine betrügerische Absicht vorhanden, ansonsten wären die ganzen technischen "Lösungen" dafür gar nicht entwickelt worden.
Und dass private Klagen durch die Politik so lange unterbunden wurden ist ein unfassbarer Skandal der auch nicht mit dem Problem des Standards erklärt wurde.
@davidbruchmann @FabianLaasch
Nochmal:
Wir haben einen Standard erlassen den keiner Erfüllen konnte bei den Abgaswerten. Der Standard wurde MIT der Industrie verabschiedet.
Es kann sein das VW, Bosch, et al Lobbyiert haben mit der Erwartung kurz davor zu sein, dass es klappt. (Siehe AI Diskussion, Fusionsreaktor, etc pp.)
Es kann einfach auf zu optimistischen Annahmen basieren.
In der Chipindustrie haben wir auch gesehen dass sich einzelne Spieler verspekuliert haben im kurzfristigen Bereich.
@mwfc @FabianLaasch Nun, diese Einschätzung mag ganz oder ansatzweise stimmen, deckt sich aber nicht mit den Verurteilungen, die VW, Audi und andere Firmen beklagen mussten.