Vor einpaar Wochen habe ich eine Frau am Sonntag um 16 Uhr operiert. Die 4 Tage auf diese Operation gewartet hat. Mit einem Infekt und Eiter im Körper. Sie war noch nicht "dringend" genug. Es gab immer noch dringendere Fälle. Immer andere "echte" Notfälle. Ein "ecther" Notfall
heißt: Operiere jetzt, oder der Patient ist tot. 4 Tage nüchtern. 4 Tage Angst. 4 Tage weiteres Risiko. Sie hat alles überstanden klar. Es ist alles gutgegangen.
Das ist leider kein Einzelfall mehr. Inzwischen sind wir so weit, dass nicht nur elektive Operationen verschoben
werden. Wer am nächsten Tag noch lebt, kann nicht operiert werden. Das kann gut gehen, kann aber auch dazu führen, dass ein Patient in Lebensgefahr gerät, war vermeidbar gewesen wäre.
Mehr als durchgehend zu arbeiten, im Urlaub in die Klinik fahren, über eigene Grenzen gehen,
können wir nicht mehr.
Leider ist hier nicht das Ende der Fahnenstange erreeicht. Es haben zum 1.1. noch viel mehr Kolleg:innen gekünigt.
Die Pandemie ist vorüber (?). Aber die Probleme bleiben. Es interessiert einfach nur noch wenige Leute. Außer die, die da liegen.

@Lameth So hart das jetzt auch klingt, aber das Beste wäre IMHO der Zusammenbruch des medizinischen Systems. Danach Neubeginn mit vernünftigen Interessensschwerpunkten.

Vor allem priv. Kliniken sind aktuell daran interessiert, möglichst unsinnige Dinge zu tun und nur das Nötigste für die, die wirklich leiden. Aus eigener Erfahrung direkt aus dem Bekanntenkreis heraus.

@maikgreubel @Lameth euer theoretisches gelaber über "den zusammenbruch des gesundheitssystems und danach wird alles besser" der in der praxis menschen das leben kostet und kompletter unsinn ist ist einfach nur menschenfeindlich und zynisch.

@anthra

Du musst das theoretische Gelaber ja nicht lesen. Aber auch deine Meinung wird akzeptiert, ohne gleich persönlich zu werden.

Zynisch und menschenfeindlich ist das System jetzt aktuell, gerade im Hinblick darauf, was für Patienten und Personal getan wird. Ob dir das gefällt oder nicht.

@Lameth

@maikgreubel @Lameth
"euer" ist nicht persönlich sondern kritisiert eine große menge von leuten die das sagen. und zynismus und menschenfeindlichkeit muß man garnicht zurück mit zynismus und menschenfeindlichkeit beantworten und den leuten die es betrifft zu sagen sie solltens halt nicht lesen machts nicht besser.

@anthra
Wenn du auf meinen Tröt direkt mit "Euer Gelaber" antwortest, ist das natürlich an mich persönlich gerichtet. Das ich zurück schreibe, dass du es nicht lesen brauchst, ist eine entsprechende Antwort, die sogar noch sehr höflich ist. Sei's drum.

Du hättest es natürlich auch so lesen können, wie es gemeint war, denn die Einschränkungen standen schon im ersten Tröt. Es geht nicht darum, die Menschen leiden zu lassen, sondern das Leiden zu verringern.

Ein schönes Leben dir noch.

@Lameth

@maikgreubel @Lameth ist eher in meine richtung persönlich denn meins ist es nicht, aber kannst ja mal mitzählen wie oft das vorkommt.
@maikgreubel @Lameth oh danke, wünsch mir glück das ich nicht nächstes jahr auf einem krankenhausflur verfaule, machste ja?

@anthra

Ich wünsche jedem Menschen, bei dem medizinische Eingriffe notwendig sind, die bestmögliche Behandlung. Hab dieses und vergangenes Jahr so viel Leid in dem Bereich erfahren müssen, das ich kaum noch die Hoffnung habe, dass ohne eine 180°-Kehrtwende eine spürbare Verbesserung für alle Beteiligten, sei es Personal oder Patienten, möglich ist.

Ich wünsche dir für dich die bestmögliche Behandlung und eine schnelle und vollständige Genesung.

@Lameth