Vor einpaar Wochen habe ich eine Frau am Sonntag um 16 Uhr operiert. Die 4 Tage auf diese Operation gewartet hat. Mit einem Infekt und Eiter im Körper. Sie war noch nicht "dringend" genug. Es gab immer noch dringendere Fälle. Immer andere "echte" Notfälle. Ein "ecther" Notfall
heißt: Operiere jetzt, oder der Patient ist tot. 4 Tage nüchtern. 4 Tage Angst. 4 Tage weiteres Risiko. Sie hat alles überstanden klar. Es ist alles gutgegangen.
Das ist leider kein Einzelfall mehr. Inzwischen sind wir so weit, dass nicht nur elektive Operationen verschoben
werden. Wer am nächsten Tag noch lebt, kann nicht operiert werden. Das kann gut gehen, kann aber auch dazu führen, dass ein Patient in Lebensgefahr gerät, war vermeidbar gewesen wäre.
Mehr als durchgehend zu arbeiten, im Urlaub in die Klinik fahren, über eigene Grenzen gehen,
können wir nicht mehr.
Leider ist hier nicht das Ende der Fahnenstange erreeicht. Es haben zum 1.1. noch viel mehr Kolleg:innen gekünigt.
Die Pandemie ist vorüber (?). Aber die Probleme bleiben. Es interessiert einfach nur noch wenige Leute. Außer die, die da liegen.

@Lameth
Immer wieder grausam zu lesen, wenn direkt von "der Front" berichtet wird.
Wenn ich dann diese lamentierenden Parlamentarier höre, wirkt das auf mich komplett sureal.

Und ich verstehe es nicht. Warum zur Hölle machen wir das eigentlich mit?
Warum finden wir keinen Hebel, um das zu ändern, zu stoppen, die Politiker, die das verbocken aus dem Amt zu jagen...

Was? Ich bin zu radikal?
Hmm.. Menschen, die gerade sterben sehen das vllt anders.

@amaz1ng @Lameth ist in deren vorstellung ja vermutlich nicht deren arsch der da blutet , die wähnen sich ja alle privatversichert.