Meiner Erfahrung nach: Je christlicher, desto unsozialer.
@Bayzuo wie überall im Leben, sollte man da nicht veralgemeinern. Gibt natürlich viel negativ Beispiele. Schade, dass du nur solche Erfahrungen gemacht hast. Bei meinen gläubigen Eltern wurde immer die Nächstenliebe an erste Stelle gesetzt. Selbst als mein Vater Arbeitslos war haben sie weiterhin jeden Monat soziale projekte unterstützt. Als so viele Flüchtlinge nach DE kamen haben sie in ihrer Gemeine mehrfach Kirchenasyl organisiert. Sie würden niemals im Traum daran denken die CDU zu wählen.
@Silas
Klar, Menschen sind ja nicht von der Stange. Sicherlich nehmen viele Menschen christliche Nächstenliebe ernst.
Aber ich bin um extrem unsozialen Bayern aufgewachsen, in dem die (christlich soziale Union regiert), als Sohn einer radikalen Christin (zunächst Urkatholisch, dann Sekten, wie Zeugen und Querdenker).
Ich hab irgendwann verstanden, dass es dabei eher um Gruppenzugehörigkeit geht. Und um radikale Abgrenzung. Oft an der Grenze zum Rechtsextremen.
@Bayzuo puh, dass tut mir echt Leid für dich. Echt schlimm. Umso besser, dass es nicht auf dich abgefärbt hat.

@Silas
Naja ich kenne es ja nicht anders :D Es hat mich halt sehr von Religion entfremdet und heute würde ich mich als Mensch der Wissenschaft und des Humanismus bezeichnen (auch wenn das nicht immer so war). Vielleicht ist das aber ohnehin näher an der (doch ziemlich sozialen) Message von Jesus selber dran (Bergpredigt).

Ich wünschte mir aber schon, ich hätte andere Christ*innen kennen gelernt. Allein ander Bischofskonferenz erkennt man ja, dass da viele unzufrieden sind mit der Situation.