#OnThisDay 1869 wurde Anne Brigman geboren. Die amerikanische Kunstfotografin setzte nackte Frauenkörper in der Natur in Szene. Auch wenn es die Bezeichnung damals noch nicht gab, sehen manche heute in Anne Brigmans Werken feministische Kunst.
Brigman kam als Anne Nott auf #Hawaii zur Welt und zog mit der Familie als Teenager nach #Kalifornien. 1901 begann sie mit der Kamera zu arbeiten; später schrieb sie auch Reime zu ihren Fotos, die als Buch mit dem Titel “Songs of a Pagan” erschienen.
Als Fotografin machte sich #AnneBrigman im #Piktorialismus einen Namen: eine Form der #Kunstfotografie, die Bilder mit tieferem Sinn inszenierte, um Emotionen und Gemütszustände zu vermitteln. Sie freundete sich mit dem einflussreichen Fotografen #AlfredStieglitz an, der ihre Arbeit in seinem Magazin “Camera Work” vorstellte. Stieglitz schätzte ihre Arbeiten so sehr, dass sie eines der ersten Mitglieder in seinem Club “Photo-Secession” wurde, der #Fotografie als Kunstform verstand.
Brigman begann, Aktfotos von Frauen in der Natur zu fertigen. Sie entstanden in der Sierra Nevada; Markenzeichen wurden die Zedernbäume, die sich in vielen ihrer Fotos finden. Oft stellte sie sich selbst vor die Kamera, häufig auch ihre Schwester. Sie bearbeitete die Fotos händisch, um ihnen einen dunklen Look zu geben, der manchmal beinahe an Kohlezeichnungen erinnert.

Ihre Aktfotos zeigen Frauen in erhabenen, naturverbundenen, beinahe mystischen Szenen. Dass sie ihren eigenen Körper ablichtete, war ungewöhnlich für die Zeit - dass sie es nackt tat, war noch ungewöhnlicher. Und dass sie sich nicht in einer kontrollierten Studio-Umgebung, war revolutionär.

Der Aufwand, den sie für ihre Kunst betrieb, war enorm - aber er hat sich gelohnt: Mit ihren Fotos gilt sie als Revolutionärin und eine der wichtigsten Fotografinnen ihrer Zeit.

Anne Brigman

Anne W. Brigman, a late nineteenth-century pictorialist photographer, was born in Hawaii but spent most of her life in California. She used natural images combined with the female figure to create mysteriously poetic images.

Smithsonian American Art Museum