Es ist irgendwie nicht überraschend, dass hier eine Wohnzimmer-Metapher und eine Friends & Family-interne "ach, nicht schon wieder Politik"-Kultur zusammentreffen.

Ich würde ja ironisch sagen, dass der beste Austausch über die politischen Dimensionen jedes Miteinanders in der Küche stattfinden.

Aber am Ende heißt es letztlich nur: Gesellschaft, Mods / @ordnung und Staat nehmen sich heraus, mich und mein SoSein zum Politikum zu erklären. Aber bitte nicht laut aussprechen. Schont die Nerven.

Ist echt nicht so, als wüsste ich nicht, welche mentale und gesundheitliche Belastung die Konfrontation mit dem Vielen, was im Argen liegt oder auch mit der Art, wie wir das verhandeln, bedeutet. We are in this together.

"Politisch" ist nicht nur, was mit Wahlen oder Parteien oder Ministerien zu tun hat. Nicht mit Personen, die in organisierter Staats-Demokratie oder anderen Staatsformen Macht-Plätze einnehmen. Das wird in vielen Wohnzimmern missverstanden.

Die Macht, die Unterdrückten zu silencen und ihr Teilen, ihre Anliegen, ihre Bitte um Mitwirkung und ihre Forderungen pauschal auszublenden, ist ein politischer Akt. Der, der Mitwirkung durch @ordnung.

Es gibt keine @ordnung, die nicht politisch ist.

Nicht-Macht gibt es nicht.
Die Entscheidung ist gefallen.

🙊👋

"Who are your community guidelines protecting?" – title of a recently published poem by Radam Ridwan
@einfachfreddy Honestly, ich bin als betroffene Person besonders dankbar wenn ich Posts mit CN "Politik Transfeindlichkeit" sehe und die Entscheidung habe, sie mir in dem Moment nicht anzuschauen. Das hat nichts mit Zensur zu tun.

@zora ich habe "CN Transfeindlichkeit" auf Twitter gemutet. Aus Gründen.

Manche haben nach der CN von ihrem Coming-out oder einer Straßenbahnfahrt erzählt, andere das TSG thematisiert und wieder andere über TERFism. Sie alle passen gut unter den Stressoren-Hinweis Transfeindlichkeit und das Ausklappdingsie hier ist supernützlich.

Nicht alle der hier exemplarischen 4 Szenen/Themen würden Dir mit CN Politik erspart bleiben. Welche würdest Du darunterfassen?

@zora und ich habe 2018-2021 lange Threads live zu Anhörungen im Bundestag gemacht. Ausschussarbeit, die kaum in den medialen öffentlichen Raum dringt. Was daran ist problematisch, dass es einer CN bedürfte? Ersten Toot öffentlich, die weiteren dann ohne Leistung und vielleicht am Ende das tl;dr wieder in den Stream für alle einspeisen.

Es ist Parlament, es muss nicht alle interessieren, aber wem nützt das Ausblenden? Klar, ich würde eine aktivierende CN setzen können. Text ist mein Metier.

@zora ich verwende den Begriff Zensur gar nicht. Er hat Geschichte und Kontext und eine Definition, die ich nicht hierauf anwendbar finde. Die CN Politik-Regel ist eine politische Handlung und Haltung, das beschreibe ich. Falls Du über die Frage von Zensur und @/ordnung reden magst, würde ich bitten, einen eigenen Toot dazu zu starten.
@einfachfreddy Dann sind wir uns glaub ich weitgehend einig. Im Kontext von Politik kommen mEn häufig belastende Inhalte vor, deswegen finde ich es wichtig da auf CNs zu achten. Aber ich halte nicht für wichtig "CN Politik" zu taggen, sondern zB die Transfeindlichkeit.
@einfachfreddy Wir erklären auch uns selber zum Politikum. Uns zumindest macht es nichts aus, politisch zu sein, wir sind das gerne. Wir möchten nur allen, *die die lokale Timeline lesen und auf ihr posten* (wozu es ja Alternativen gibt, die bei sämtlicher Kritik ignoriert werden), die Wahl geben, wann sie sich damit befassen.

@ordnung das ist kein Gegenargument - es geht um den öffentlichen Raum. Genau darum! Ich kann schon immer in meinem Wohnzimmer tun und lassen, was ich will.

Fakt ist außerdem, dass "Politik" beliebig definierbar ist, weil alles eine politische Dimension hat - und das erkläre ich in den Toots, geht bitte darauf ein.

Dabei wird es für bestimmte Themen und Personengruppen mehr Verdrängung aus dem öffentlichen Raum bedeuten. Ein sehr, sehr einfaches Beispiel ist das Ausblenden von 🏳️‍🌈 (© FIFA).

@ordnung und es ist wirklich löblich, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, Antworten zum geben. Es macht nur keinen, wenn Ihr statt zuzuhören ein wenig random in Euren Argumente/Rechtfertigungsbaukasten greift und das Ziel eventuell ist, die Zeit der Kritik einfach nur durchzustehen. Bitte checkt das bei Euch ab, ehe wir hier weiterreden. Sprecht offen Eure Ziele aus. Dann wird es mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Gespräch.

@einfachfreddy Wir haben unsere Ziele in dem Blogpost, der die Regeländerung vorstellt, gleich zu Beginn vollständig offengelegt.

"Wir können nicht mehr" mit "Müsst ihr aber! Gebt mir genau den öffentlichen Raum, den ich will" zu beantworten, ist sicher auch nicht produktiv.

@ordnung ah, Missverständnis. Mir geht es um Euer Ziel bei der Interaktion mit mir. ☺️ Vielleicht hilft eine entweder-oder-Frage, sonst wählt gerne eigene Worte/Wege:

Wollt Ihr mich eher davon überzeugen, dass Eure Regeln überwiegend gut und meine Kritik überwiegend unangebracht ist?

Oder der geht es eher in die Richtung an Nachvollziehen, was meine Kritikpunkte sind?

Falls Ihr der Ansicht seid, meine Kritik verstanden zu haben, paraphrasiert sie gern in 1 Toot, dann haben wir den Abgleich.

@ordnung Version 1 ist btw auch okay. Es gibt keine sozial erwartete Antwort hier, nur die Erwartung offener eigener Klarheit über das Ziel der Interaktion unter meiner mehrere Toots langen Kritik, die auch schon in Antworten um konkrete Beispiele ergänzt wurde.
@einfachfreddy Wir wollten nicht überzeugen, nur eine Gegendarstellung gegenüber deiner Stichelei liefern.