Nun denn, das jüngste #Bastelmania - Projekt:

Wir haben hier im MFH eine schöne alte Haustüre mit einem klassischen Schoss und Türöffner. Es gibt also eine "Sonnerie" (Klingeldings) mit Gegensprech und sogar Camera und dann kann man aus den Wohnungen per Knopfdruck jemandem die Haustür öffnen - der Türöffner öffnet für 5 Sekunden das Schloss.

Soweit, so gut.

Nun kam und kommt es immer mal wieder vor, dass jemand den Schüssel vergessen hat und auch sonst niemand zuhause ist. Zudem wäre es, insbesondere im Sommer um Baden zu gehen, schön, man müsste auch gar keinen Schlüssel mitnehmen.

Dazu machte ich mir seit Jahren Gedanken. Und irgendwann reif, aus allem, was ist so gesehen habe, der Wunsch: Ideal wäre ein Fingerprint-Reader - so wie beim Handy.

Nach dieser ersten Phase, dem Finden einer Idee, kommt die nächste:...

Gibt es alles, was es dazu braucht und passt das dann auch für meine Ausgangslage?

Aus Erfahrung suche ich bei AliExpress und finde einen vielversprechenden Kandidaten:

Preislich sehr interessant und schön ausgeführt in Edelstahl und sogar mit Gehäuse.
Es benötigt 12V Gleichstrom wie der Türöffner und es hat einen Tastereingang, übet den der bestehende Öffner (die Sonnerie) weiterhin öffnen kann - oder auch noch zusätzliche "Öffner-Instanzen".

Also hab ich den bestellt. Der kam schon vor 1 Monat und ich habe auf meinem Tisch damit eine Testanordnung gebaut, im zu sehen, ob er funktioniert, wie er soll.

Ja, das tat er. Zuverlässig und einfachst zu bedienen. Es wird ein "Masterfinger" definiert (mein linker Mittelfinger), der den Leser in den Modus versetzt, um berechtigte Fingerabdrücke einzulesen.

Während der Testzeit kam mir der Gedanke, dass es mit einer kleinen Schnittstellenplatine (die zum unabhängig davon existierenden Hausautomationssystem passt), eine sinnvolle weitere Öffnerinstanz gäbe. Damit kann ich, auf einen Anruf hin (z.B. eines Handwerkers) mit dem Handy die Tür öffnen.

So entwickelt sich das jeweils und irgendwann ist der Plan fertig und alle Teile liegen auf dem Tisch - und es geht ans einbauen.

Zuerst müssen um die Haustüre herum alle Leitungskanäle freigelegt werden, was durch einfaches abschrauben der Deckleisten geschieht. Dann die bestehende Sonnerie vom Türöffner trennen.

Der Leser wird direkt unter die Sonnerie angebaut, dazu muss ein neuer Kabelkanal ausgespitzt werden. Das verlängerte Kabel wird mit dem nun separierten Türöffnerkabel ins innere gezogen und der Leser wie auch die Sonnerie festgeschraubt.

Im Innern alle Kabel durch die bestehenden Rohre ziehen und einen neuen Verteilkasten an geeigneter Stelle montieren.

Da rein kommt auch die erwähnte Schnittstellenplatine.

Für die Verkabelung hab ich mir von der Versuchsanordnung her eine Skizze gemacht.
Und so wird Stück un Stück verdrahtet. Die bestehende Sonnerie wird per 12V-Relais angeschlossen, der Öffnungstaster im Deckel der Dose montiert.

Eine Steckdose mit einem 12V-Netzgerät (aus dem Fundus) braucht's noch und irgendwann wird das Ganze unter Strom gesetzt.

Und es FUNKTIONIERT einfach so auf Anhieb!

Deckel drauf - und fertig.

Allen Bewohnern noch die Finger einlesen und mich dran freuen, dass es so läuft, wie ich's mir vorgestellt habe!

End of project.