Freundliche Erinnerung dass "Triggerwarnung" , "Trigger", "kann triggern" u. ä. keine geeigneten Triggerwarnungen, Inhaltswarnungen, CW's, CN's, etc. sind.

Das wichtige an der Inhaltswarnung ist ein oder mehrere ungefähre Schlagworte für den Inhalt der evtl. triggern könnte.

Wie z. B. "sexualisierte Gewalt", "Waffen", "Substanzen", usw.

Damit die lesende Person entscheiden kann, ob das etwas ist, das gerade eine psychische Krise, einen Rückfall, Flashbacks, o. ä. auslösen könnte

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Und wenn ja, ob die Person das gerade riskieren möchte bzw. kann. Das zu entscheiden ist deren gutes Recht!

Bei Inhaltswarnungen geht es auch ganz zentral um Agency, also Entscheidungsmacht über das eigene Leben.

In traumatischen Situationen ist es genau diese Agency, die betroffenen Personen genommen wurde.

Sie wieder zu verlieren kann genau die Dinge auslösen, die mit Inhaltswarnungen vermieden werden sollen.

Inhaltswarnungen sind wichtig, keep doing it 💜

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Ergänzung: Inhaltswarnungen sind Barriereabbau für Leute mit (psychischen) Behinderungen und deshalb wichtig.

Sie sind ein accessability tool, ein "Werkzeug für Zugänglichkeit".

Andere solche Werkzeuge sind z. B. Rampen für rollifahrende Leute oder Bildbeschreibungen für sehbehinderte Menschen.

Sie ermöglichen Teilhabe an der Gesellschaft, deshalb sind sie so wichtig. (Btw. macht wenn irgend möglich Bildbeschreibungen!)

Noch ne Ergänzung: ich finde eine gute Richtschnur "besser zu viele als zu wenige Inhaltswarnungen"

Andere sind da ander Meinung. Es wird unmöglich sein es allen Recht zu machen.

Wenn ihr unsicher seid, versucht einen goldenen Mittelweg aber lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr ihn mal verfehlt.

Das passiert. Auch mir. Dauernd sogar. Besser weiter versuchen (und lernen) als gar keine CW's bzw. Inhaltswarnungen zu setzen imo