Mitarbeiterin im CallCenter: „Darf der Anruf für Schulungszwecke aufgezeichnet werden?“
Ich: „Nein“
Sie: „Gott sei Dank“

Menschen im Callcenter haben es hart und stressig genug. Lehnt die Aufzeichnung ab, auch wenn es euch persönlich nicht stört. Imho ist „Schulungszwecke“ auch nur ein anderes Wort für „Kontrollzwecke“

@Kniffel
Aus eigener Erfahrung (über 15 Jahre CC, über 9 davon als Trainer/QM): wird zu 99% für Kontrolle + Druck genutzt. Das restliche 1% für mehr Druck bei Beschwerden...
@der_sema @Kniffel
bestätige! ca. 9 jahre cc-jobs: in den centern, die auch noch ne straffe AHT haben (teldauer max. 2-2,5min.) wurden calls, die länger waren, auseinander gepflückt um "fehler" zu finden. Hatte durchaus mit Druck zu tun. Auch wenn Mitarbeitende Cross-Selling betreiben sollen (zusatzpakete abschließen). Wenn man nichts anbot und hatte pech, wars einer der aufgezeichneten calls. Berufen kann Kundschaft sich darauf nicht. Qs hatte auch oft wenig mit Kundenanliegen selbst zu tun.
@der_sema @Kniffel
Vielleicht isses ja heute anders, idk. Zu hoffen wärs: etliche verbrennen ganz ohne diese "Schulungen" schnell genug in diesem job.

@Zieterow

@Kniffel

Hab bis Mai dort gearbeitet. Da hat sich leider nix geändert.

@der_sema @Kniffel
Hatte ich befürchtet.

es gibt bestimmt auch center, denen es wirklich um Ma-Support geht. Die kommen seltsamerweise aber auch ohne die aufgezeichneten calls aus und bieten (auf anfrage) direkt Unterstützung durch andre (geübtere) Ma an, die dann halt mal ne weile dabei saßen und tipps gaben oder es gab regelmäßige Kommunikationsschulungen. Hatte ich einmal auch dabei. Aber eben auch nur einmal. In 9 jahren. Vermute also es ist nach wie vor absolute Seltenheit.