Aber prinzipiell steckt in jedem psychosomatischen Denkansatz das gefährliche Muster: "Ein bisschen bist du für deine Erkrankung selbst schuld, hättest du mehr auf deine Psyhohygiene geachtet, wäre das nicht passiert!" Es ist wichtig sich Zusammenhänge bewusst zu machen, man muss sich aber auch klar sein, dass man dem Betroffenen manchmal unnötig Schuld auflädt.
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... Krebs und Rauchen...
dann kann schon die Frage nach dem Konsum die Schuldgefühle und auch die Schuldzuweisung triggern.
Ebenso die Frage nach dem Ablauf der Krankheitsentstehung bei Trauma, Depression etc. - wir wissen nicht immer, wie wir am besten fragen.
Wenn der Schaden da ist, soll er nicht größer werden, und nicht wieder geschehen.
Ist die Ursache, der Grund egal? Jain oder Jein?
@grob @kattascha @ennopark @Rupher @wiwet @norg @AchimMenges @mandelbrot57
@Daniel @grob @kattascha @ennopark @wiwet @norg @AchimMenges @mandelbrot57
"Jeder psychosomatischer Ansatz" war von mir dumm formuliert - so pauschal stimmt es nicht. Die Frage nach den Ursachen ist nicht egal, mir ist es aber genauso wichtig zu betonen, dass psychische Erkrankung über eine einfache Kausalität, die wieder zu einer eigenen Schuldzuweisung führen
@kattascha wichtige Hinweise und treffend formuliert.
Eigene Erfahrung: Nach der für mich niederschmetternden Diagnose "komplett unfruchtbar" war die mit Abstand schmerzhafte Äußerung: Die Natur hat sich sicherlich etwas dabei gedacht.
Das ist nicht exakt was du beschreibst, geht für mich aber durchaus in die Richtung. Und tut richtig weh.