Das Fediverse ist nicht nur ein soziales Netzwerk, sondern birgt auch riesiges Lernpotential für digitale Mündigkeit. Denn wer hier beteiligt ist, bekommt nebenbei z.b. mit, dass man Software selbst installieren oder dass man sie gemeinsam weiter gestalten kann oder dass eine Software auf unterschiedlichen Servern mit unterschiedlichen Regeln installiert werden kann ...
Für nerdige Menschen mag das alles selbstverständlich sein. Für die meisten Menschen, mit denen ich zu tun habe, ist es das aber ganz und gar nicht.
Ich finde, dass wir dieses Lernpotential viel offensiver kommunizieren können - vor allem in Erwiderung zu dem Vorwurf, dass das hier alles viel zu kompliziert sei: Ja, natürlich gibt es hier viel zu lernen, aber das ist ja nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil
@ebildungslabor ich glaube kein Mensch, der nicht Chips und Software frühstückt, hat Bock darauf, Computerkram zu lernen. Die meisten Menschen wollen nur, dass die Dinger funktionieren.
Selbst ein Redakteur von mir sagte Berg eben Block auf Mastodon: “ zu kompliziert. Das lass ich lieber. Bei Twitter weiss ich wenigstens, wo ich mich einloggen muss“
Das Thema heisst “UX“. Und die meisten Nerdprojekte schreiben sich ohne U und ohne X.

@JoachimGraf @ebildungslabor

Also in Bezug auf UX kannst du Mastodon jetzt aber keinen Vorwurf machen, denke ich. Klar, die Einrichtung von Instanzen ist eine Sache, aber das machen normale Nutzer nie.

Und für den durchschnittlichen Twitter-Migranten ist doch das größte »Problem«, dass ein Nutzername nun eben immer auch den Instanznamen enthält. Der Rest ist ziemlich intuitiv.

Und was die Apps angeht, sind die jetzt schon Welten besser als die Twitter-App zu Anfang.

@thorsten @ebildungslabor Ich sehe nur normale Menschen beim Blick auf die Mastodon-Registrierung: "Danke, aber Nein danke"

@JoachimGraf @ebildungslabor

Weswegen? Ich habe mich gerade noch mal auf einer der offenen Instanzen registriert, da waren es genau 3 Schritte:

1. »Accept« klicken, um die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren (übrigens 10 kurze Stichpunkte, kein seitenlanges Anwaltskauderwelsch wie bei kommerziellen Sites üblich!)

2. Nutzernamen, Anzeigenamen, Emailadresse und Passwort eintragen

3. Email verifizieren.

Sorry, aber das ist EINFACHER als bei Twitter.