Das Fediverse ist nicht nur ein soziales Netzwerk, sondern birgt auch riesiges Lernpotential für digitale Mündigkeit. Denn wer hier beteiligt ist, bekommt nebenbei z.b. mit, dass man Software selbst installieren oder dass man sie gemeinsam weiter gestalten kann oder dass eine Software auf unterschiedlichen Servern mit unterschiedlichen Regeln installiert werden kann ...
Für nerdige Menschen mag das alles selbstverständlich sein. Für die meisten Menschen, mit denen ich zu tun habe, ist es das aber ganz und gar nicht.
Ich finde, dass wir dieses Lernpotential viel offensiver kommunizieren können - vor allem in Erwiderung zu dem Vorwurf, dass das hier alles viel zu kompliziert sei: Ja, natürlich gibt es hier viel zu lernen, aber das ist ja nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil
@ebildungslabor ich glaube kein Mensch, der nicht Chips und Software frühstückt, hat Bock darauf, Computerkram zu lernen. Die meisten Menschen wollen nur, dass die Dinger funktionieren.
Selbst ein Redakteur von mir sagte Berg eben Block auf Mastodon: “ zu kompliziert. Das lass ich lieber. Bei Twitter weiss ich wenigstens, wo ich mich einloggen muss“
Das Thema heisst “UX“. Und die meisten Nerdprojekte schreiben sich ohne U und ohne X.
@JoachimGraf @ebildungslabor das ist ein interessanter Punkt. Viele Leute wollen manche Dinge einfach nur nutzen, nicht verstehen. Beginnt bei Software und geht über Werkzeug, Autos bis zum Bier. Das alles dann noch situativ getrennt. Ich hab Entwickeln in der Dunkelkammer gelernt und kann programmieren. Manchmal will aber einfach nur ein Bild machen oder einen Browser bedienen. Da hast Du Recht, Zeug soll funktionieren. Aber ich will immer auch lernen, wo es nicht nur funktionieren soll.