Einen Überblick zum Einstieg ins Thema verschafft die ZDF-Doku „Geheimsache Katar“ von Jochen Breyer und Julia Friedrichs. Aus einem Interview für diesen Film stammen auch die homofeindlichen Aussagen des katarischen WM-Botschafters Khalid Salman. /2
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/zdfzeit-geheimsache-katar-100.html
In einer Co-Produktion vom Ballesterer- und Spielfrei-Podcast blicken Simon Hirt und Alex Stegisch mit vielen Interviewpartner*innen differenziert auf das Turnier. Es geht um das Einnehmen von Haltung, Katar selbst und die WM 1978 in Argentinien. /3
https://anchor.fm/ballesterer/episodes/Katar-2022---Eine-Frage-der-Haltung-1--Teil-e1q67ak
Diese Serie zur Fußballweltmeisterschaft wird euch präsentiert von Simon Hirt (ballesterer Podcast) und Alex Stegisch (Spielfrei - der Fußballpodcast). Wir haben mit zahlreichen Menschen und bekannten Fußballpersönlichkeiten über ihre Haltungen zur WM 2022 gesprochen. Diese Serie setzt sich mit den vielen Fragezeichen und Problemfeldern rund um die Weltmeisterschaft in Katar auseinander. Unterschiedliche Meinungen, verschiedene Blickwinkel und klare Haltungen bekommen wir hier zu hören. Im Podcast mit dabei sind Herbert Prohaska, Manuela Zinsberger, Marc Janko, Andreas Neubauer, er hat 6 Jahre in Katar für die Aspire Academy gearbeitet, Ronny Blaschke, er ist ein deutschen Sportjournalist, der mehrmals in Katar auf Recherchereisen war. Stefan Adelmann von Spielfrei und Nicole Selmer, die stellvertretende Chefredakteurin des ballesterer. “Katar 2022. Eine Frage der Haltung” ist eine Co-Produktion des ballesterer Podcasts und von Spielfrei - der Fußballpodcast, gestalterisch mitgewirkt an der Serie haben Stefan Adelmann und Robert Schwarz von Spielfrei, sowie Nicolas Lendl und Sebastian Hinterwirth von der ballesterer Podcast Redaktion. Viel Spaß beim Zuhören.
Und noch ein Podcast: „Geld Macht Katar“ ist eine Co-Produktion von ZEIT und ARD. Pune Djalilevand, Yassin Musharbash, Benedikt Nabben und Lena Petersen dröseln die verschiedenen Komplexe in mehreren Folgen auf. /4
https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fserie%2Fgeld-macht-katar
Wer sich den FIFA-Evaluierungsbericht der WM-Bewerbung Katars schon immer mal selbst durchlesen wollte, findet den übrigens hier: https://digitalhub.fifa.com/m/3041e390c9c0afea/original/fd4w8qgexnrxmquwsb7h-pdf.pdf
Und hier gibt es in der Kurzfassung alle Evaluierungsberichte der Bewerbungen 2018/2022 im Vergleich: https://digitalhub.fifa.com/m/2123788449fd9424/original/ayheyvitgkcpamaxzovz-pdf.pdf /5
Zwei wichtige Persönlichkeiten sind die beiden Whistleblowerinnen Bonita Mersiades und Phaedra Almajid. Beide gerieten durch den Garcia-Bericht unter starken öffentlichen Druck: /6
Phaedra Almajid war Teil der PR-Abteilung der katarischen Bewerbung. Im Interview mit @swissmari beim Deutschlandfunk beschreibt sie ihre Beobachtungen, wie diese und ihr Name an die Öffentlichkeit kamen und sie untertauchen musste. /8
Nach der WM-Vergabe an Katar gibt es schnell Korruptionsvorwürfe. Die FIFA sieht sich gezwungen, eine Ermittlung in Auftrag zu geben. Besonders eine Frau sorgt mit ihren Aussagen für Wirbel rund um die Fußball-WM: Die Whistleblowerin Phaedra Almajid.
Mersiades war Direktorin der australischen WM-Bewerbung. Im Podcast „Football For Future“ könnt ihr euch ein ungeschnittenes Interview mit ihr anhören. /8
Sonderausgabe zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar Wie konnte es passieren, dass das größte Sportereignis der Welt in einem kleinen Wüstenstaat stattfindet? Für die Pro7 Doku “Das Milliardenspiel” wurden spannende Gäste zu dieser und vielen weiteren Fragen...
Den Verdacht der Spionage gegen kritische Stimmen zur WM-Vergabe an Katar wie den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger gab es schon seit einer Weile. Diese investigative Recherche vom SRF beschreibt das Netzwerk von Ex-CIA-Agenten im Detail. /10
Das Kernthema dieser WM sind die Rechte der Arbeitsmigrant*innen. Ronny Blaschke beschreibt in seinem Artikel, was sich durch die Reformen in Katar zum Positiven verändert hat – und was nicht. /12
https://www.fr.de/sport/fussball/katar-fussball-wm-2022-vorsichtige-reformen-kritik-91721455.html
Einige der Arbeitsmigrant*innen waren dieses Jahr in Deutschland und beschrieben ihre Arbeits- und Lebensbedingungen. Hier ein Bericht zu einer gemeinsamen Veranstaltung von #BoykottQatar2022, #UnsereKurve, !NieWieder, Gesellschaftsspiele Berlin e.V., @rosaluxstiftung und der KOS. Moderiert von @wortpiratin (Videolink im Artikel). /13
Jeevan KC sitzt mit verspiegelter Sonnenbrille, Kapuze über dem Kopf und einer Maske vor Mund und Nase im Haus am Dom mitten in Frankfurt und erzählt von den Arbeitsbedingungen in Katar. Der Nepalese ist mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterwegs. Zum Schutz seiner Identität tritt er vermummt auf. Und dennoch ist er bei der Veranstaltung „Katar 2022. Nicht unsere WM!“ am Samstagabend so etwas wie ein Gesicht der Proteste gegen die Fußball-Weltmeisterschaft. Jeevan KC, Mitglied des Migrantenarbeiter-Netzwerks in Katar und dort Supervisor auf den Baustellen, berichtet im Detail genau davon, worüber kurz vor dem so kritisierten WM-Turnier am Golf (20. November bis 18. Dezember) immer mehr reden – über den Umgang mit Arbeitern. Schon 2003 kam er nach Katar, ursprünglich habe er Geld für ein Studium in Katmandu verdienen wollen, sagt er. „Seit 2020 gibt es einen Mindestlohn, der für alle gilt – das ist eine gute Entwicklung. Andere Dinge sind nicht besser geworden“, sagt er. Es gebe kein Spritgeld mehr für die Fahrt in die Unterkünfte oft weit außerhalb der Städte, Zahlungen der Arbeitgeber würden ausbleiben („Ich habe acht Monate kein Gehalt bekommen“), zu wenig Reformen seien umgesetzt: Zum Beispiel, dass es Banken nicht – wie vorgeschrieben – gemeldet werde, wenn... Artikel ansehen
Es kursieren viele verschiedene Zahlen dazu, wie viele Menschen in Vorbereitung auf diese WM gestorben sind, wie Maximilian Rieger in seinem Deutschlandfunk-Beitrag zeigt. Das liegt daran, wie die Zahlen erhoben wurden. Letztlich ist sowie jede*r Tote eine*r zu viel. /15
https://www.deutschlandfunk.de/katar-wm-gastarbeiter-tote-100.html
Seit Jahren wird über die Arbeitsbedingungen im WM-Gastgeberland Katar diskutiert. Besonders im Fokus: die Zahl der Menschen, die für die WM gestorben sind. Die Bandbreite der diskutierten Zahlen reicht von drei bis hin zu 15.000 Toten. Ein Überblick.
Alle Informationen zur Menschenrechtslage in Katar findet ihr gebündelt bei Amnesty International. Amnesty fordert außerdem mit einer Petition die Entschädigung der Arbeitsmigrant*innen. /16
Katar lehnt einen Entschädigungsfonds ab. Fans fordern, dass der DFB auf die Prämien aus dem Turnier zugunsten der Arbeiter*innen verzichtet. Der DFB sieht vor allem die FIFA in der Pflicht. /17
Die rechtliche Lage von katarischen Frauen im Land und im Sport beschreibt @inga_hof für den Tagesspiegel und hat dafür auch mit Monika Staab, die von 2013 bis 2014 das katarische Nationalteam der Frauen trainierte, gesprochen. /18
Menschen aus dem Land selbst, die nicht in offizieller Funktion mit der WM zu tun haben, sind leider in all den Veröffentlichungen nur selten zu hören. In diesem Beitrag der Financial Times kommt aber z.B. eine katarische Frau zu Wort. /19
https://www.ft.com/video/af740901-79d8-4b5a-9db5-7f760ba07e0b
Während des Turniers soll auch die Arbeit der internationalen Journalist*innen eingeschränkt werden, vor allem wer mit einer Kamera arbeiten möchte, hat es schwer. /21
In den letzten Wochen gab es ligaübegreifend (m+f) Protest in den Stadien und auch in der nächsten Zeit sind Aktionen geplant. Am besten schaut ihr einfach mal bei #boycottqatar22 vorbei. /22
Ihr könnt aber, wenn ihr während der Spiele lieber etwas anderes macht, als sie zu schauen, auch bei „Back2Bolzen“ mitmachen. Dafür beschreibt ihr einfach kurz, was ihr statt Fußballgucken macht, und benutzt den Hashtag #Back2Bolzen. /23
Abdullah Ibhais, der ehemalige Medienchef des katarischen World Cup Supreme Committee, sitzt in Haft. Menschenrechtsorganisationen zweifeln an, dass es dafür einen rechtlichen Hintergrund gibt. /24
Wie sehen eigentlich die Verbindungen zwischen Deutschland und Katar aus? Die Beziehungen sind nicht erst durch die Gaskrise im Zuge des Krieges in der Ukraine eng. So baute z.B. die Deutsche Bahn die Doha Metro. /25
https://www.deutschlandfunk.de/deutsch-katarische-wirtschaftsbeziehungen-100.html
Katar steht wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Weniger im Fokus: westliche Konzerne, die von Milliarden-Aufträgen rund um die Fußball-WM profitieren. Auch die deutsch-katarischen Wirtschaftsbeziehungen sind besser, als viele glauben.
Dieser Bericht von @humanrightswatch beschreibt die Verbrechen gegen die LGBTQIA+-Community in Katar. /26
https://www.hrw.org/news/2022/10/24/qatar-security-forces-arrest-abuse-lgbt-people
Qatar Preventive Security Department forces have arbitrarily arrested lesbian, gay, bisexual, and transgender (LGBT) people and subjected them to ill-treatment in detention, Human Rights Watch said today. LGBT people interviewed said that their mistreatment took place as recently as September 2022, as Qatar prepared to host the 2022 FIFA Men’s World Cup in November and even as the government came under intense scrutiny for its treatment of LGBT people.