Eine etwas größere Energiesparmassnahme ist die Dämmung des Dachbodens. Ein Spitzboden der nicht genutzt wird und der beim Bau des Hauses nur mit relativ dünner Glaswolle zwischen den Sparren gedämmt wurde. Bestand nicht so ganz gut - geschätzt 10cm Dämmstärke und nicht Winddicht.
Wie man sieht, liegen dort nicht ganz geschlossen Holzbretter drauf. Gesamtflläche ca 40 Quadratmeter.
Vorbereitende Massnahmen.
Zunächst wurde die unzureichende Glaswolle zwischen den Sparren durch Steinwolle (14cm) verbessert. Diese ist die Dämmung unter den Brettern, die jetzt besser und geschlossener ist.
Vom Dachboden aus wurde auch die Dämmung zwischen den Sparren der Dachschräge verbessert. Um eine bessere Ebene zu bekommen, wurden OSB-Platten eingesetzt, die die Dachschrägen abschliessen.

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auf die Dachbodenebene wurde anschliessend eine Tyvek-Folie aufgelegt. Diese verhindert den Duchzug von Luft aus dem Wohnbereich nach oben. Die Folie ist Luftdicht, aber Diffusions-offen. Die Tyvekfolie wurde sorgfältig verlegt, auch am Dachbodenrand und zu Trägern und Giebelwand. Verklebung mit einem passenden Klebeband.

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Auf die so vorbereitete Ebene wurde anschließend 18cm Steinwolle gelegt. Zur Giebelwand wurde Polystyrol an die Wand befestigt.

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Das Material hat 1800€ gekostet. Die Verluste der Wärme zur Decke des darunterliegenden Dachgeschosses wurden insgesamt auf 25% reduziert.
Jährlich werden ca 150€ eingespart. Die Eingesparte Energie über 20 Jahre ist viel billiger als die sonst notwendige Wärme kosten würde.
Die Massnahme ist auch wegen Eigenleistung rentabel.

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Neben der Einsparung ist es - das zeigen die ersten Erfahrungen - es jetzt oben behaglicher. Die Heizung konnte im Vergleich zu den Vorjahren deutlich runter gedreht werden. Die Heizenergie wird um etwa 5% gesenkt.

Weiterer Effekt, der zu erwarten ist: Im Dachgeschoss wird es auch im Sommer angenehmer sein. In den letzten Jahren wurde es dort immer wärmer.

7/7

Habt Ihr auch so einen Dachboden? Vielleicht könnt Ihr dann auch dort aktiv werden.

Passipedia.de hat uns bei der Massnahme geholfen.

@m_hundhausen vor 9 Jahren gedämmt, die Decke darunter ist spontan 2 Grad (geschätzt) wärmer geworden. Das ist eine der einfachsten Maßnahmen, man muss nur die Folie hinlegen und verkleben, und dann den Dämmstoff da drauf. Was man da nimmt, ist fast egal, herumliegen kann fast jedes Material.
@tobias_barth Sieht gut aus. Hat es messbare Einsparungen bei der Heizenergie gegeben?
@m_hundhausen Schwer zu sagen, es ist ja kurz darauf der Heizkessel getauscht worden. Grade noch mal nachgesehen, diese Dämmung im Sommer 2022 (ja ja 9 Jahre :)) und im Februar 2013 neuer Heizkessel. Was die Ölheizung sich vorher genehmigt hat, darf man sowieso niemandem erzählen.
@m_hundhausen Lass uns doch nochmal über die Garagendeckendämmung reden. Bei 3 Grad Außentemperatur sieht man erste Ergebnisse, wenn auch nur im IR-Bild.
@m_hundhausen welchen Zweck hat denn die zusätzliche Dämmung der Giebelwand? Der Dachboden ist doch in diesem Szenario 'kalt ' oder?
@nils_andresen Die Wand geht ja von unten durch. Also wird die Wand etwas gedämmt, so dass weniger Wärme durch die Giebelwand abfließt