@Thumas ja, Einfamilienhaussiedlungen haben sehr große Mengen an entsiegelter Flächen, trotzdem ist der ökologische Fußabdruck grauenvoll. Verkehrswende ist nur möglich bei kurzen wegen, kurze Wege gibt es nur wenn die Menschen nah beieinander wohnen.

1m² Freifläche in der Innenstadt der bebaut werden könnte sorgt so durch Straßen, Parkplätze, weniger Platzeffiziente Bebauung, etc. für 10m² Versieglung im Umland.

@Thumas Im Gegenteil, wir können nur Klimarresilenz für alle ermöglichen, wenn viele Leute von Maßnahmen gleichzeitig profitieren. Bei Superblocks + Stadtbäumen in Barcelona werden die Grünflächen erhöht und für mehr Schatten gesorgt. Das funktioniert nur da die Stadt > 30k Einwohner/km² hat, und so die Distanzen so gering sind dass niemand mit dem Auto fahren muss und die Fläche für anderes verwendet werden kann.
"Weniger" Flächenverbrauch in der Innenstadt sorgt so für mehr Flächenverbrauch.
@NewLiberal Ich glaube, wir sind gar nicht so weit auseinander. Mehrfamilienhäuser > Einfamilienhaussiedlung ✅, weniger Autoverkehr ✅, dezentrale Strukturen ✅. Aber bestehende Grünflächen dürfen nicht weiterer Bebauung geopfert werden. Ich sehe da noch Ausweichmöglichkeiten, z. B. Wohnraum statt sinnloser Büro- und Hoteltürme, Aufstockung von Bestandshäusern. Neue Superblocks in Randlagen könnten auch mit guter ÖPNV-Anbindung an die Stadt angeschlossen werden.
@Thumas niemand redet davon den Tiergarten zu bebauen, aber manchmal steht eben auch ein Baum im Weg. Muss man halt einen neuen Pflanzen. Und ganz ohne Neubaugebiete wird es nicht gehen, schlicht weil die Bezirke alles dafür tun um Nachverdichtungen zu verhindern und nur bei Großbauvorhaben das Land übernehmen kann. Sagst du ja selber, neue Superblocks in Randlagen, das impliziert ja das Grünflächen überbaut werden müssen.
@Thumas bzgl. Büros und Hotels stimme ich aber absolut nicht zu, beide befriedigen Essentielle Bedürfnisse. Es braucht Platz zum Arbeiten und für Meetings, ebenso wollen und müssen Leute reisen.
Bei beiden ist es essentiell, dass die Anreise dahin mit ÖPNV erfolgen kann. Wenn die Hotels nicht in der Innenstadt stehen, muss man mit dem Auto raus fahren, bei Büros ebenso. Bei beiden sind sehr viele Menschen auf kleinem Raum, Es ist kein Zufall das Berlins Kerngebiete an Regionalbahnhöfen sind.
@NewLiberal Thema Bäume nachpflanzen: Ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, ich frage mich aber immer, wo die neuen Bäume stehen. Thema Platz zum Arbeiten und für Meetings: ich denke, mit mehr Flex- und Homeoffice und Onlinemeetings kann man diese Bedarfe stark reduzieren.