Digitalität vs Kultur des Buchdrucks. @afelia erklärt, dass Digitalität bedeutet, dass man Unfertiges raushaut und man sich dann korrigieren lässt und lernt. Die deutsche Kultur ist aber immer noch die Kultur des Buchdrucks, wo jede Idee bis zum Schluss durchdacht sein muss, bevor sie an die Öffentlichkeit darf. Das ist der Grund, warum in Taiwan funktioniert, was in Deutschland noch undenkbar ist. #FOS22
@kaffeeringe @afelia Wir arbeiten in den Philologien inzwischen sehr stark so, bspw. bei Editionen. Geht eine Edition erst mal in Druck, bspw. zum Parzival, dann ist das Ding gedruckt. Punkt. Wird nächstes Jahr eine neue Handschrift gefunden, kann ich die nicht mehr berücksichtigen, sondern muss warten, bis es eine neue Auflage gibt. Bei der digitalen Edition können wir solche Entdeckungen laufend einfüttern.
@popst @afelia Genau! Vor allem werden da immer mit viel Arbeit Wissensschätze gehoben, um sie dann wieder im Regal zu vergraben. Deswegen habe ich damals bspw. https://spd-geschichtswerkstatt.de gegründet, um dieses Wissen aus den Regalen zu holen und öffentlich verfügbar zu machen. Das wir nie fertig sein. Genau wie das Wissen über Parzival. Diese digitalen Lösungen reflektieren das einfach.
SPD Geschichtswerkstatt

@kaffeeringe @afelia Danke für den Link! Eine Kollegin arbeitet an der Uni Kiel; werde die gleich mal fragen, ob die deine coole Plattform eh kennt :)
@popst @afelia Cool! Zur Uni haben wir bisher noch gar keinen Draht. Wer zur Arbeiterbewegung in SH forscht, findet da auch eine umfangreiche Bibliographie.