Hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Maßnahmen-Gegnerin. Gespräch war gesittet und hat mich dennoch schockiert:
- Nicht verstanden was Übersterblichkeit aussagt
- Wissen zu Virus: Stand Anfang 2020 incl. längst widerlegter Hypothesen
- Behauptung zu Impfnebenwirkungen, die nirgends objektivierbar sind
Es erschreckt mich immer wieder, wie leicht Menschen selbst haarsträubendste Fehlinformationen glauben oder sogar vertretenen.
@EckerleIsabella in meiner Erfahrung geht es dabei eigentlich um Identität. Der Glaube an Fehlinformationen ist nur ein notwendiges Mittel um die Identität stabil zu erhalten.
@hannes @EckerleIsabella Interessante These. Kannst du das näher ausführen?
Frage mich nämlich auch bei einigen Leuten, was da schief gelaufen ist.

@Sci_Fi_FanGirl @hannes @EckerleIsabella
Kennst du den Begriff Kognitive Dissonanz? https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz
Das, was wir erleben, lässt sich damit erklären. Die schlechte Nachricht: es ist schwer zu überwinden, und nicht mit Argumenten.

Habe auch neulich so ein Gespräch. 2x krank (wohl nicht schwer genug), die Oma an C gestorben, aber es ist wie Grippe(sic!) und man kann nichts machen, weil ein Kleinkind da ist. Und in einem Ton, als wäre ICH an der Situation schuld.
Die Aggression könnte >

Kognitive Dissonanz – Wikipedia

@Sci_Fi_FanGirl @hannes @EckerleIsabella
> IMO auch ein Zeichen sein, dass es sich um diesen Effekt handelt, der Angesprochene will sich damit auf keinen Fall beschäftigen und block alles sofort ab.

Die große Frage ist: wie bekämpft man die KD erfolgreich?

@JP30567 @hannes @EckerleIsabella Danke für deine Erläuterung. Das ergibt Sinn.

Ich denke, am ehesten überwindet man KD, indem man Fehler als Chance begreift und Meinungsänderung nicht als Schwäche auslegt. Dann kann man eher auf Basis von neuen Informationen entscheiden und fühlt sich nicht als "Depp".

@Sci_Fi_FanGirl @hannes @EckerleIsabella
Das mus aber von einem selbs kommen. Also man muss sich eigerner KD bewusst werden. Alleine das wird schwierig, weil sich die Psyche wehement davor schützt, zuzugeben, dass man selbst "schlecht" ist.

Mir ging's eher darum, wie man eine Diskussion führen müsste, um an dieser Mauer nicht abzuprallen. Denn Argumente können hier sogar einen Gegentail bewirken (das hat auch einen Namen, ich hab's gerade nicht im Kopf) und die Einstellung noch festigen.

@Sci_Fi_FanGirl @hannes @EckerleIsabella
Noch eine Anmerkung: bei manchen Menschen kann man diese Abwehrhaltung sogar verstehen. Z.B. bei schulpflichtigen Kindern im Haus, oder wenn man kein HO machen kann - So wie die Rahmenbedingunen aussehen, ist das der einzige Weg, nicht verrückt zu werden. Du hast manchmal überhaupt keine Chance, sich adequat zu verhalten - dann wird die Gefahr halt verdrängt.
@JP30567 @hannes @EckerleIsabella Damit hast du absolut Recht. Das ist genau der Grund, warum es mir psychisch gerade immer schlechter geht: ich sehe die Gefahren, möchte mich und andere schützen. Bin aber Lehrkaft an großer Schule mit wöchentlich mehr als 200 Kontakten. Meine Kinder sind an der weiterf. Schule, haben Sport, gehen zu den Pfadfindern usw. Mein Mann arbeitet im Einzelhandel und sieht alles sehr gelassen. Familie Verharmlosen u QD