Hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Maßnahmen-Gegnerin. Gespräch war gesittet und hat mich dennoch schockiert:
- Nicht verstanden was Übersterblichkeit aussagt
- Wissen zu Virus: Stand Anfang 2020 incl. längst widerlegter Hypothesen
- Behauptung zu Impfnebenwirkungen, die nirgends objektivierbar sind
Es erschreckt mich immer wieder, wie leicht Menschen selbst haarsträubendste Fehlinformationen glauben oder sogar vertretenen.
Glaube, dass es auch ganz oft darum geht, die belastende Situation der Pandemie, ob man es zugibt oder nicht, für sich selbst irgendwie aufzulösen. Deswegen einfache Erklärungen & eindeutige Schulzuweisungen ("die Virologen und die Pharmaindustrie sind schuld") leichter zu akzeptieren als die Komplexität der Situation, ihn der es für vieles einfach (immernoch) keine Lösung gibt.
@EckerleIsabella Das glaube ich auch, aber außerdem, dass die Komplexität viele Menschen wirklich überfordert. Viele informieren sich ja nicht gezielt, sondern schnappen hier und da Info-Bröckchen auf und basteln sich dann daraus ein Bild. Und wieder andere können sich nicht damit abfinden/nicht begreifen, dass a) man mit fortschreitendem Erkenntnisgewinn die Lage anders beschreibt und bewertet und dass b) mit der Mutation des Virus sich die Lage auch wieder ändert.
@jaleh @EckerleIsabella
Viele denken, alles müsse jederzeit von der Medizin beherrschbar sein. Wissenschaftler könnten sofortige Lösungen aus dem Hut zaubern, als wären sie übermenschlich. Wir sind die letzten Jahrzehnte nicht mehr mit Gefahren dieser Art konfrontiert worden.
Vorher war das gar nicht so selten.
Z.B. die vielen Todesfälle vor der Erfindung des Penizilin bei bakteriellen Krankheiten.