Von "The streets are ours!", dem Twitter-Account von Antifaschist*innen für den 26. November in #Leipzig.

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🧵 Der gestrige Tag in Erfurt #ef1211 und Rückschlüsse für Leipzig #le2611:

Entgegen der Anmeldung für 10.000 Menschen folgten gestern nur etwa 2.000 dem Aufruf diverser rechter Gruppen aus Thüringen und Sachsen nach Erfurt. Dass die Zahl der Teilnehmer:innen damit hinter den Erwartungen

der Veranstalter:innen zurückbleibt, darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass #ef1211 vor allen Dingen als Mobilisierungsveranstaltung zur Großdemo nach #le2611 zu bewerten ist. Dafür spricht auch das Verteilen von Mobimaterial für #le2611 und der thematische Bezug zur kommenden Veranstaltung in Leipzig. Das wiederum bedeutet, dass zu #le2611 sicherlich mindestens mit einer mittleren vierstelligen Zahl von Personen gerechnet werden muss,
die dem Aufrufen von #nocompact, dem Faschisten #Hoecke, freien Sachsen und Co folgen dürften.
Gleichwohl heißt die unter den Erwartungen gebliebene Anzahl der Teilnehmer:innen, dass es für #nocompact usw. umso wichtiger ist #le2611 erfolgreich stattfinden zu lassen. Zudem zwang auch eine antifaschistische Blockade den rechten Umzug zu einer Routenänderung. Ob #ef1211 mobilisierende Effekte für #le2611 hat, wird sich zeigen.
Auffällig beim gestrigen Samstag in EF ist in jedem Fall der demonstrative Schulterschluss unterschiedlicher rechter Parteien, Gruppierungen und Strömungen. Dieser Schulterschluss zeichnet sich allerdings bereits seit den Vorbereitungen für #ef1211 und #le2611 und war auch bereits zu #le0509 beobachtbar. Und auch PEGIDA-Mann #Bachmann wirbt bereits im Vorfeld für #ef1211.
So auch am Vorabend, wo er "FITTE JUNGS[...]VON HOGESA" sucht, die sich der gemeinsamen Anreise von Antifaschist:innen aus Gera anschließen.Eine klare Drohgebärde. Dass solchen Ankündigungen durchaus reale Konsequenzen haben, dürften Antifaschist:innen am diesjährigen 1.Mai erfahren haben, wo es in #Glauchau und #Chemnitz #c0105 zu Angriffen von Neonazis auf die Anreise nach Zwickau #z0105 kam. Auch wenn es diesmal bei heißer Luft von Bachmann im Internet blieb:
Über derartige Szenarien sollten sich auswärtige Antifas für #le2611 durchaus Gedanken machen.Dass auf die Bullen dabei kein Verlass ist, sollte allen klar sein 🤫 . Gleichwohl kam es auch in #ef1211 zu rechten Angriffen auf Journalist:innen. Auch Neonazis wie Sven Liebich oder Angehörige der extrem rechten #noIB waren gestern bei #ef1211 unterwegs. Ebenso wie der Ex-Dortmunder "Nazikiez"-Bewohner Michi Brück. Sowohl Liebich als auch Brück waren zu #le0711 2020 in Leipzig unterwegs:

Ersterer tat sich durch Angriffe auf Journalist:innen hervor.

Während letzterer beim von rechten Hooligans und Neonazis angeführten Durchbruch durch die Polizeiketten auf den Ring auf Höhe des Wintergartenhochauses dabei war. Mit der Teilnahme beider, inklusive ihres gewaltbereiten und neonazistischen Anhangs zu #le2611 ist indes jedenfalls auszugehen.

tl;dr1
-#ef1211 bleibt aus Sicht der rechten Veranstalter:innen hinter den Erwartungen zurück und muss aufgrund einer Blockade eine Routenänderung hinnehmen

->Werbeveranstaltung für #le2611

->mobilisierende Effekte für #le2611 nicht auszuschließen

tl;dr2

-Schulterschluss unterschiedlicher rechter Gruppen in #ef1211

-auch gewaltbereite Neonazis, die bereits früher in LE auffällig wurde, unter den Teilnehmer:innen in EF
Prognose: #le2611 als Höhepunkt langer geplanter spektrenübergreifender rechter Mobilisierung

Nachtrag:

Bereits im Oktober wurden auf dem „Rittergut #Nöbeditz“ von #Poggenburg, der vor allen Dingen den Menschen in #Connewitz im Gedächtnis geblieben sein dürfte, Pläne für #le2611 gemacht.

Auch in #Lubmin wurde gestern mit #noCompact-Material für #le2611 geworben