Ich halte das Wort „unaufgeregt“ und die Forderung immer „unaufgeregt“ über Themen zu debattieren, für ganz furchtbar.

Ich möchte nicht unaufgeregt über Nazis und Rassismus reden.

Ich möchte nicht unaufgeregt über den Klimawandel reden.

Ich möchte nicht unaufgeregt über Homophobie, Transphobie und Co reden.

All diese Dinge sind potenziell tödlich und ja verdammt ich rege mich sehr aufgeregt darüber auf! So!

@FrauMaja
Der Spin, man könnte über alles emotionsfrei diskutieren, ist ein ganz hinterhältiger und auch falscher.
Nein kann man nicht, Emotionen müssen Teil des Ganzen sein dürfen, damit ein sachliches Gespräch überhaupt möglich ist.
@nouvella8 @FrauMaja Genau an dem Punkt ist für mich die Grenze oft schwer zu ziehen. Wieviel Emotionalität verträgt eine Diskussion, dass sie noch sachlich sein kann?
Wobei ich da Niemanden ernsthaft Vorschriften machen kann, ohne meinen eigenen Anspruch zu verraten. Für meine eigenen (Schmerz)Grenzen bietet die Plattform ja eine Filterfunktion.

@mandelbrot57 @FrauMaja

Da Gefühle einfach da sind ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, ist es hilfreich, sich diese Gefühle bewusst zu sein und umso kontrollierter können wir mit ihnen umgehen.
und ich finde Affektkontrolle tut unserem Zusammenleben gut.
Also die Dosis macht das Gift.

Sowohl die Vermeidung als auch das ungezügelte Ausleben schadet mehr als es nutzt.

@nouvella8 @FrauMaja Genau das. Ich bin noch in den alten Foren sozialisiert. Da haben wir gelernt, dass Emotion gesund und richtig ist. Aber wenn man spürt, wie der Zorn aufsteigt, soll man die Finger von der Tastatur lassen, damit man nicht aus dem Affekt heraus Dinge schreibt, die man selbst hinterher nicht mehr sooo toll findet. Zum Üben empfiehlt sich die Moderator:innenrolle, da muss man nämlich Vorbild sein.
Der Algo drüben pusht das Aggressive, aber hier können wir es steuern.
@mandelbrot57 @FrauMaja
ja bei schriftlicher Kommunikation muss man sich seiner Gefühle ganz besonders bewusst sein und sich nicht von ihnen treiben lassen.
Sie können ein Ansporn sein, aber sie sollten nicht die Führung übernehmen.