Meine Schwester ist Hebamme und hat mich am Wochenende darauf aufmerksam gemacht, dass mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz etliche pflegerische Leistungen der Krankenhäuser nicht mehr finanziert werden.

Neben Physio-, Ergotherapeut*innen und Heilerzieher*innen auch

Hebammen.

Durch das neue Gesetz wird auch deren Arbeit bei der Geburtshilfe und in den Wochenbettstationen nicht mehr von den Krankenkassen übernommen. Stattdessen soll die Arbeit von unqualifiziertem Pflegepersonal übernommen werden.

Dies wird bei den Krankenhäusern dazu

führen, dass trotz bereits existierender Unterversorgung weitere Geburtshilfekliniken geschlossen werden.

Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz wird nur noch die unmittelbare Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen finanziert.

Alles andere, was über diese Grundversorgung hinaus geht, wird radikal gestrichen.

@watch_union
Ich lese das so, dass die "medizinischen" Betreuungen jetzt über das Krankenhaus direkt bezahlt werden müssen. Also beispielsweise Hebammen jetzt über den Arbeitgeber bezahlt werden.
Wenn das so ist, was ist daran falsch?
@SebastianGallehr @watch_union der Arbeitgeber wird nur das zahlen, was er Refinanziert bekommt. Wenn Hebammen da rausfallen, wird es die einfach nicht mehr geben. Aber hey, Kinder bekommen die Leute ja doch eh immer irgendwie. Sollen halt die Gynäkologen das machen - dann werden wir aber erheblich mehr Kaiserschnitte und weniger gestillte Kinder haben, keine Nachsorge und mehr Wochenbettdepressionen - aber hey, "Frauen sollen sich halt nicht so anstellen"
@woozel
Kann schon sein, dass die jetzt schon unverschamt schlechte Bezahlung noch schlechter wird.
Wir müssen echt dringend an eine grundsätzliche Pflegereform ran.
@watch_union