Ich schreibe eine Kolumne namens #Realitätsabzweig, hier zu lesen / als Newsletter zu subscribieren:
https://steadyhq.com/realitatsabzweig/posts

Die erste: Für mehr und bessere Filterblasen.
Twitter ist zu groß. Die Idee vom "globalen Dorf" war ein Fehler. Jeder Mensch hat einen Schwellwert, bis zu dem er von seinen Überzeugungen, Meinungen, Werten abweichende Interaktionen interessant und bereichernd findet. Wird der Wert überschritten tritt Abschottung und Feindseligkeit auf. https://steadyhq.com/en/realitatsabzweig/posts/73370e13-c618-486a-93c5-0d41a32a55f9

@frank_rieger Danke für den Beitrag! Gibt es bei Steady auch einen altmodischen Feed, um es im eigenen Reader zu lesen?
@ottk3 Ich bastel gerade noch an verschiedenen Publikationswegen, Steady wird nicht der einzige bleiben und was mit RSS-Feed ist weit oben auf der Liste.
@frank_rieger @ottk3 RSS wäre toll. Ist das wirklich altmodisch?! 🤪
@danielpree @frank_rieger Zumindest habe ich das Gefühl dass es nicht mehr der Standard auf Webseiten ist
@ottk3 @frank_rieger da ich ausschließlich RSS benutze, werden solche Seiten von mir nicht gelesen
Danke @frank_rieger.
ich stimme Dir zu dass Blasen nicht per se schlecht sien müssen solange man durch die Seifenschicht nach außen sehen kann ;) und für manche wird die "Instanzbarriere" ein Segen sein.
Für Freelancys kann das kurzfristig auf Mastodon aber schwieriger werden:
https://social.saarland/@blackcoffeerider/109297298569072384
Erinnerte mich an meinen Ideendump von vor *blätterraschel* 16 Jahren 😱 https://erdgeist.org/posts/2006/humankapital_in_der_aufmerksamkeitsoekonomie/

@frank_rieger du hast eine spannende Analyse geschrieben. Auch wenn ich deiner Argumentation folgen kann, finde ich es hart diese "globalen Dörfer" aufgrund ihrer Größe als Fehler zu verurteilen.
Vielleicht ist es nicht die Dimension, die diese Imperien zum Scheitern verurteilt hat, sondern die Firmen, die diese Plattformen zu Werbeflächen mit dem Ziel der Engagement Maximierung umfunktioniert haben. Wissentlich, dass die Praxis schädlich für das Individuum und Gesellschaften ist.

(1/x)

@frank_rieger
Normalerweise suchen sich Personen ja ihre Nischen, wie hier, und grenzen sich somit auch von anderen Gruppierungen ab. So entstehen geräumige Filterbubbles. Werbefokussierte Algorithmen hingegen, spülen aufgrund der Engagement Prinzipien regelmäßig irgendwelche Inhalte in die Feeds, die nicht zwangsläufig etwas mit den Interessen des Benutzenden zu tun haben müssen.

(2/x)

@frank_rieger
Es können ja sogar polarisierte Nachrichten sein, die im krasses Gegenteil zur Realität des Benutzenden stehen, solange sie Reaktionen verursacht. Und so geraten die unterschiedlichen Bubbles beispielsweise auf Twitter auch so extrem aneinander. Die Größe der Plattformen ist da höchstens ein Multiplikator. Dazu kommt, dass Menschen irgendwie gerne ausrasten zu scheinen.

(3/x)

@frank_rieger
Und wenn ein Algorithmus dieses Verhalten dann noch belohnt, hilft selbst eine hohe Toleranzgrenze von gebildeten, nicht marginalisierten Mitgliedern einer Gesellschaft nichts mehr.

Also, widerspreche ich in dem Punkt, dass die "globalen Dörfer" aufgrund ihrer Größe, Internationalität sozusagen, ein Fehler sind. Der Fehler ist das System, in dem sie sich wiederfinden.

(4/5)

@frank_rieger
Das Fediverse ist ein prima Ansatz, das Ganze wieder zu entzerren, mit eigenen Filterbubbles, die die Benutzenden nicht zu Interaktionen zwingen, es ihnen aber offenstellen sich in anderen Bubbles zu beteiligen.

:)

(5/5)

@frank_rieger
Was diese frühere Illusion über die Verfügbarkeit von Wissen angeht, möchte ich was anmerken: Wir dachten alle, Wissen müsste nur leichter verfügbar werden. Jedes Dorf hat/hatte eine Bibliothek, aber wir dachten, das ist den Leuten einfach noch zu weit und zu mühsam und sie müssen näher ran. Heute wissen wir: Selbst EIN KLICK ist noch zu weit. Viele WOLLEN einfach nicht wissen. Der Mensch (the storytelling animal) funktioniert nicht faktenbasiert. Techies übersehen das gerne.
@frank_rieger Insgesamt hätte man vielleicht bei der Übernahme von Begriffen von McLuhan oder generell unterkomplexen hemdsärmeligen Metaphern vorsichtiger sein können.
@frank_rieger das las sich jetzt eventuell als kritik an deinem text war aber nicht so gemeint.