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Thread #JungeTat
Am 16. Oktober störten vermummte Neonazis der Jungen Tat die "Drag Story Time", eine Vorlesestunde über Geschlechteridentitäten, im Tanzhaus Zürich. Eine Provokation, um Stimmung gegen "Gendermainstreaming" und den "woken Wahnsinn" zu machen.
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Mit solchen Aktionen versucht die Junge Tat zurzeit, eine rechtsextreme Jugendbewegung in der Schweiz aufzubauen. Sie präsentiert sich als eine Art „Identitäre Bewegung 2.0“: hip und heimatverliebt, Social-Media-affin und kampfsporterprobt. So der Auftritt nach aussen. Ihre tumbe Incel-Ideologie verstecken die einfach strukturierten IB-Plagiate vor der Öffentlichkeit.

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Ob YouTube oder Instagram, die Junge Tat hat Profile auf den großen sozialen Netzwerken. Ihre Aktionen werden in schick geschnittenen Videos dokumentiert, unterlegt mit elektronischen Beats: Bannerdrops gegen „Massenmigration“, Bengalos gegen „globales Kapital“.

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Einer, der sich mit der Jungen Tat auskennt: @FabianEberhard, Recherche-Chef bei der Schweizer Zeitung Blick. „Rein vom Personenpotenzial her ist die Junge Tat zwar vernachlässigbar. Doch medial ist die Gruppe zurzeit präsent wie keine andere", sagt er uns.