Vom CSU Parteitag bis zum Klimaaktivismus ist das Emporhalten von Bannern ja unter Zukunftsgestaltern derzeit äußerst beliebt. Ich darf mal meine Stifte übersetzen lassen.
@guido_kuehn das ist Quatsch! Wie will man das Klima retten wenn man sich irgendwo hin klebt und schlimmstenfalls noch Krankenwagen behindert? Ohne Geld läuft da nichts. Wenn wir das Klime retten wollen müssen wir wirtschaftlich stark sein, sonst bauen die Sozialisten in China und in Afrika weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke. Und ohne wirtschaftliche Macht werden wir hier auch keine Windkraftanlagen bauen, warten und ersetzen.
@Zapp @guido_kuehn ach so, dann hat die CDU die letzten 16 Jahre also nur die Wirtschaftskraft in Deutschland gestärkt, damit wir jetzt umso intensiver Klimaschutz machen können? Merkst du selber, oder?
@Afuerstenau @guido_kuehn und, was in aller Welt soll es bewirken, sich irgendwo hinzukleben??? DAS soll man jemand erklären!
@Zapp @guido_kuehn Es soll Aufmerksamkeit erzeugen und das tut es. Genau wie die Demos, die dann die Autofahrer:innen nerven. Wenn irgendwelche Aktivist:innen etwas machen, aber der Alltag überhaupt nicht beeinflusst wird, dann wird darüber nicht berichtet und das ist das Problem.
@Afuerstenau @guido_kuehn und dann darf man auch Krankenwagen und andere Einsatzfahrzeuge behindern?
@Zapp @Afuerstenau @guido_kuehn ich sag' mal so: an der Klimaveränderung werden mehr Leute sterben als an zwei drei zu spät gekommenen Krankenwagen. Radikal? Jup.
@lizzard @Afuerstenau @guido_kuehn es werden dann genau soviel Menschen sterben, aber 2 oder 3 völlig unnötig. Anstatt sich festzukleben, währe Schule und ein MINT Studium sicher zielführender.
@Zapp @Afuerstenau @guido_kuehn why not both? 🤷😑
@lizzard @Afuerstenau @guido_kuehn man könnte auch einfach drüberfahren, oder? 

@Zapp @Afuerstenau @guido_kuehn ich sag mal so: im Unterschied zu anderen Protesten bleibt uns nicht die Zeit, das Ende eines Mint-Studiums abzuwarten, geschweige denn die bahnbrechende Erfindung, welche die so Ausgebildeten vielleicht irgendwann machen. Das ist also nicht, wie von dir beschrieben, eine mögliche Alternative.

Ich habe daher Verständnis für eine Radikalisierung der Proteste. Es wäre allerdings besser, über die Richtigen drüber zu fahren.

@lizzard @Afuerstenau @guido_kuehn Ihr müsst Euch nur bewusst sein, das richtig oder falsch in dem Zusammenhang durchaus eine Frage des Standpunkts ist. Auf die Art verliert der Protest nicht nur an Glaubwürdigkeit sondern verliert auch seine Rechtfertigung. Falls überhaupt jemand Sympathie für sich selbst festklebende Leutchen hat, wird diese ganz sicher schnell verschwinden. Es ist ja nicht so, als wenn sich Erwachsene nicht wehren könnten.

@Zapp @Afuerstenau @guido_kuehn ja, ganz ohne Widerstand kann das nicht abgehen. Aber die Wissenschaft ist auf der Seite der Demonstranten. Seit Jahrzehnten.

Ich verbitte mir übrigens das "ihr". Ich klebe mich nicht selbst auf Straßen.

@lizzard @Afuerstenau @guido_kuehn sorry, dann „die“.
Welche Wissenschaftler empfehlen Klebstoff als Mittel gegen Klimawandel?

@Zapp @Afuerstenau @guido_kuehn ich sage doch gar nicht, dass ich das für eine super sinnvolle Art des Protests halte. Sondern nur, dass ich Verständnis für eine Radikalisierung habe, und dass die Zeit drängt. Und dass in diesem Kontext die hypothetischen Opfer des Protests aus Sicht der Protestanten vertretbar sind.

Was wäre denn aus ihrer Sicht ein klügeres, effektives Vorgehen der Demonstranten? Das Mint-Studium gilt nicht.

@Zapp @Afuerstenau @guido_kuehn ich bin übrigens ganz grundlegend anderer Meinung bezüglich: "Protest, der Schaden erzeugt, verliert seine Legitimation". Historisch hat es sehr oft mindestens Androhung, oft auch Verursachung, von Schäden gebraucht, bis Protestbewegungen endlich ernstgenommen wurden.

Anders wäre es natürlich netter, aber das Verbleiben im Status quo ist leider bequemer und einfacher.

@lizzard @Afuerstenau @guido_kuehn 2. Dies ist die erste Generation, die ein Problem durch Schuld ankreiden versucht zu lösen, aber nicht bereit ist, selbst zu verzichten. Dabei meine ich, dass ein Studium, ordentlich durchgezogen, durchaus auch Verzicht bedeutet. (gilt für MINT, mag bei Geisteswissenschaften anders sein)