[3/5] Aus der düsteren Viamala-Schlucht raus, ist man von der herbstlichen Stimmung um so mehr beeindruckt. Doch die Temperatur am frühen Vormittag war empfindlich kalt; stellenweise hatte es nur 1° Grad.

Obwohl ich bereits über 1000 Höhenmeter in den Beinen hatte, beginnt beim Dorf Splügen (Bild oben rechts) der eigentliche Anstieg zum gleichnamigen Pass.

Der Aufstieg zum Splügenpass bei wunderbarem Herbstwetter. Kurz vor der Passhöhe führt entlang der Strasse die 312 Meter lange alte Lawinengalerie. Ein frei stehender Tunnel entlang vom Hang, erbaut in den 1840er-Jahren als Schutz vor Lawinen. Damals, im Gegensatz zu heute, war der Pass auch im Winter offen. Oben auf der Passhöhe verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien.Ein schöner Vergleich: Die Schilder im Oktober 2022 mit Aufkleber und im April 2022, neu errichtet, ohne Aufkleber.

[5/5] Und zum Schluss noch das Schutzblech an meinem Velo. Mein Versuch die zu nahe auffahrenden gutbürgerlichen Autofahrer zu erschrecken 🙃 (Weshalb gibt es eigentlich kein Punk-Smiley?)

An dieser zugenagelten Türe bin ich schon öfters vorbei gefahren. Eines Tages werde ich sie öffnen und nachsehen, was sich dahinter verbirgt…

Apropos #Splügenpass: Im 19. und frühen 20. Jhd. gab es mehrere Projekte um die Alpen schiffbar zu machen. Eines davon war der Splügenkanal, teil einer eine transalpinen Wasserstrasse vom Mittelmeer bis zum Bodensee. Von dort aus hätte über den Rhein auch die Nordsee erreicht werden können. Alles war möglich: Ingenieure bauten zuvor den Gotthardtunnel oder den Suezkanal. Warum ist nicht auch eine schiffbare Verbindung vom Mittelmeer bis zur Nordsee über die Alpen möglich?
https://www.srf.ch/news/regional/sommerserie/transalpine-wasserstrasse-mit-dem-schiff-ueber-die-alpen
Transalpine Wasserstrasse - Mit dem Schiff über die Alpen

Pietro Caminada wollte mit seinem spektakulären Plan den Warenverkehr revolutionieren.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)