ich wurde gestern von studierenden gefragt, was politisch passieren müsste damit wir ernsthaften klimaschutz bekommen, und ich wusste keine antwort in dem aktuellen system (nur vier jahre, zu wenig bildung, parteiensystem, politiker_innen!). wisst ihr eine antwort?
@luebbermann in jedem Fall die gelbe Pest aus der Regierung raushalten.

@Cyb3rrunn3r haha ich wollte gerade das Gleiche schreiben - du warst schneller :D

@luebbermann zu deiner Frage: 4 Jahre reichen aus, um wichtige Gesetzesänderungen zu pushen. Dazu zählen auch unbequeme Änderungen, die z.B. unser Konsumverhalten und unsere Bequemlichkeit betreffen.
Für eine gesellschaftliche Transformation, bei der die Norm umgedreht wird, reicht eine vergleichsweise kleine Masse (~10% der Bevölkerung). Ich empfehle hier Maja #Göpel .
Ich bin mir sicher, dass #devestment und umstellen von Handelsmechanismen ein wichtigen Beitrag leisten.
https://www.urgewald.org/ https://www.fairfinanceguide.de/
Investitionen heute schaffen eine Wirklichkeit für die nächsten Generationen. Es fängt schon damit an, dass wir aufhören ETFs zu kaufen und sehr darauf achten, dass Geld der Zentralbank in die Transformation fließt: https://digitalcourage.social/@mera25/108912423087344250 (Stimme nicht allen Forderung der Mera25 Bewegung zu, ich bin da eher bei #Göpel - aber dieses Video ist sehr gelungen)

urgewald e.V. | Auf den Spuren des Geldes für Umwelt und Menschenrechte

Startseite der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald e.V.

@aligyie @Cyb3rrunn3r @luebbermann ich verstehe noch nicht genau, was ETFs mit Klima zu tun haben…?
Greenwashing bei Fonds: Verbraucherportal Faire Fonds deckt kontroverse Investments auf | urgewald e.V.

ETFs von DWS und BlackRock mit höchster Belastung durch Kontroversen Nur 10 Prozent der untersuchten „ESG-Fonds“ frei von Kontroversen  Auch FNG-Siegelfonds betroffen: „Metzler Global Growth Sustainability“ sticht negativ hervor Mehr als 40 Prozent der analysierten „ESG-Fonds“ und knapp 70 Prozent der ETFs in Rüstungsfirmen investiert Neue EU-Offenlegungsverordnung nicht geeignet für Verbraucher*innen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Fonds

@daniel_bohrer
Der ehrwürdige Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen hat auch was schönes dazu geschrieben:

https://gofossilfree.org/de/die-null-schaffen-mit-divestment/

https://gofossilfree.org/de/wp-content/uploads/sites/9/2014/10/WBGU-Divestment.pdf

Empfehlen kann ich den Abschnitt zu Transformatives Potenzial, wo es ausdrücklich um den Aktienhandel geht und damit ETFs betrifft. Interessant ist hier der Wirkmechanismus, der nicht gleich zu durchschauen ist aber meiner persönlichen Meinung nach vom Impakt ungleich größer.
Mehrfach wird die Kohlenstoffblase und das Markttreiben nach Trends erwähnt. So kann das Kapital von privaten Anlagenportfolios, dass sich die risiken von Blasen erhöhen. Allein das Vergrößern und die Geschwindigkeit der Veränderung dieser Blase bringt Großinvestoren zum verschieben großer Geldmengen.

@Cyb3rrunn3r @luebbermann

Die Null schaffen – mit Divestment!

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat vor kurzem ein Sondergutachten veröffentlicht: „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“. Darin pocht er...

Fossil Free Deutschland
@aligyie ah, das hatte ich noch nicht gelesen. Das liest sich aber eher so, als ob es sich an investierende Unternehmen bzw. Banken richten ("Mit einer Divestition sollen die Kapitalanlage und Kreditvergabe an Unternehmen aus­geschlossen werden", das macht man ja als Durschnittsanleger nicht mal so). Leider sind die Gründe dafür nicht erwähnt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass durch Divestition die Liquidität einer Aktie sinkt, was das Unternehmen unattraktiv macht.
@Cyb3rrunn3r @luebbermann

@daniel_bohrer @Cyb3rrunn3r @luebbermann

Es sinkt nicht nur die Liquidität sondern auch der Preis. Größeren Wert legt der Bericht jedoch auf den sozialen Effekt der Märkte (siehe Screenshot).

Das mit den Privatinvestoren steht weiter oben (siehe zweiten Screenshot).

@aligyie ah danke für das Highlight; muss ich mir wohl nochmal in einer ruhigen Stunde zu Gemüte führen, hatte grad in der Mittagspause nicht viel Zeit, das querzulesen 🙈
Ich weiß noch, dass ich damals sehr lange auf die Definitionen der ganzen verschiedenen ESG- und SRI-Indizes auf der MSCI-Webseite gestarrt hab, und erstmal selbst die wesentlichen Punkte rausarbeiten musste, bis ich wusste, wo keine (aus meiner Sicht) "bösen" Unternehmen mehr drin sind…
@Cyb3rrunn3r @luebbermann

@daniel_bohrer
das habe ich früher auch gemacht, mich in ESG und SRI tiefen reingelesen und immer geschaut, wie was für Unternehmen drin sind und wenn ich Amazon sehe, direkt aussortiert :D

Mittlerweile habe ich fast alle ETFs verkauft und folge nun deren Ratschlägen: https://www.ecoreporter.de/
Deren Weltbild passt erstaunlich gut mit meinem überein. Auch die Firmenanalysen sind sehr interessant, was nicht nur für Stockpicking interessant ist, sondern manchmal auch hilft bessere Kaufentscheidungen zu treffen.

@Cyb3rrunn3r @luebbermann

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@aligyie oh coole Seite! *bookmarkgeräusch*

Von einzelnen Aktien lass ich lieber die Finger, soviel Recherche kann ich da nicht reinstecken… ist immer ein Abwägen zwischen Flexibilität und Auswählen, was man haben will, und Bequemlichkeit/ordentlicher Diversifizierung…

@daniel_bohrer dito, mittlerweile spare ich mir die Zeit und vertraue da den Experten -> ecoreporter 😅

@aligyie @Cyb3rrunn3r @luebbermann ja gut, gilt ja generell bei Wertpapieren, dass man nichts kaufen soll, was man nicht vollständig durchschaut hat. Ich sehe da das Greenwashing auch bei den Beratern, die unbedarften Leuten sowas verkaufen.

Die Frage ist auch, wie viel man überhaupt bewegen kann, wenn man keine Aktien von Fossil-etc.-Konzernen kauft. Sobald die Aktien einmal ausgegeben sind, sieht das Unternehmen selbst ja keinen Geldfluss mehr, das passiert ja alles auf dem Sekundärmarkt.