Wegen (meiner) Gefährdung müssen wir uns weiterhin sehr stark isolieren. Und das wird jetzt so richtig zermürbend, wenn rundum wieder Veranstaltungen stattfinden - als wäre nix gewesen, als wäre die Pandemie vorüber.

Für zu viele ist sie es nicht. Das Wir wurde aufgekündet, existiert nicht mehr.

Auch Beziehungen werden darunter leiden. Ich empfinde mich selber zunehmend als eine Zumutung für meine Lebenspartnerin, die sich wegen mir einschränken muss.

#WerSindWir

Heute findet das Feministische Wochenende statt in Bern, gute Sache, sie wäre da gerne hin gegangen. Doch aus dem Programm wird nicht ersichtlich, ob die Veranstaltungen alle in Innenräumen stattfinden. Es ist ein schöner Tag, wäre ein leichtes gewisse Veranstaltungen nach draussen zu verlegen. Videoübertragung keine vorgesehen.

Da aber die Selbstisolierten solchen Veranstaltungen halt fernbleiben, weil sie müssen, dürfte dies den Veranstalterinnen nicht mal klar werden.

Es geht hier überhaupt nicht darum Feminstinnen zu dissen, im Gegenteil, ich empfinde nur Hochachtung für diesen Kampf.

Doch wenn selbst Feminstinnen dieses Thema nicht mehr auf dem Radar haben, dann ist das halt eine Aussage, mit grossen Implikationen, die mich in wochenlange Depressionen wirft.

Am besten wäre es mich gleich zu ganz löschen, dann wäre ich keine Belastung mehr.