Moin :-)
Ich würd gern mal die #Technik-/ #IT Bubble was #fragen....
Ich bin grade dabei, mir ungefähr zu überlegen, in welche Richtung ich in meiner BA Arbeit kommendes Frühjahr gehen möchte.
Nun spuckt mir die ganze Zeit im Kopf rum, man könnte sich dem Thema #Hardwareobsoleszenz durch ständig neue #Software widmen - und das speziell in der #Wirtschaft, also da dann in klein - und #mittelständischen #Unternehmen. Vor ner Weile öfter mal mitbekommen, dass Unternehmen teilweise für #Maschinen immer noch alte Software nutzen, weil ihre Maschinen nicht für die neueste Software ausgelegt sind. Und das alles in Bezug auf KI-gestützte, nachhaltige #Produktion bezogen und ob das dann eigtl nur für die "großen" Unternehmen #finanzierbar und machbar ist, weil neuere Maschinen zu teuer sind.

Ist das generell ein #Thema, dem man nachgehen sollte oder spinnt sich da mein Kopf was zusammen? Was meinen die so dazu, die sich in dem Thema gut auskennen?
@onlytina Ich bin deiner Meinung. Obsoleszenz gibt es in dieser Form. Allerdings ist die, zumal in der Closed-Source-Welt, schwer nachzuweisen. Offiziell ist immer der (existierende) Modernisierungs- und Anpassungsdruck an neue Systeme, Standards (,protocols'), grundlegende Technologie, oder auch bloß die eingesetzten Vorsysteme verantwortlich. Gerade in großen Unternehmen und Organisationen läuft ohne sich vernetzende Systemintegrationsberater*inn*en der Hersteller nichts, weil die eingesetzten, customizten Lösungen aus einem für eins allein kaum durchschaubaren Geflecht selbst entwickelter und zugekaufter Produkte bestehen. Im Ergebnis ist der Kund*in auf Hersteller*in angewiesen. Wenn deren Geschäftsführer*inn*en ihm was von technischer Notwendigkeit erzählen, oder mit einem hohen Individualprogrammieraufwand drohen (Kosten für Entwicklung, Tests, Beratung, Schulung und Systemintegration allein bei Kund*in), findet eine Anpassung an ältere Geräte nicht statt..
@onlytina Deine Arbeit wäre dann: Indizien sammeln und über das Auflösen dieser Abhängigkeiten nachdenken. Also kaum über dein eigentliches Thema. In der c't war vor Jahren mal ein Artikel über geplante Hardware-Obsoleszenz, Tenor ähnlich: Alle wissens, ist selten nachweisbar, Haftungs- und Recyclingsrecht ändern, um dem die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Also etwa, verbieten, dass Gehäuse zugeschweißt werden und der Bau- und Schaltplan und, zunehmend, der Firmwarecode versiegelt und verschlossen werden, um Geräte von fachlich zuständigen Gesell*inn*en, Meister*inn*en, Entwickler*inn*en reparierfähig zu halten, und zwar in wirtschaftlich leistbarem Umfang, auch wegen der Ökologie. Solche Forderungen und Vorstöße werden erbittert bekämpft und unterlaufen von den inner- und außerparlamentarischen Lobbyverbänden und natürlich den regulierten und kontrollierten Unternehmen selbst.
@onlytina Hat nicht die ZDF-Anstalt auch mal eine Nummer dazu gebracht? Wenn ja, und es war eine von Wagners berüchtigten Tafelnummern, dann hätte er dir die halbe Recherche erledigt.
@mupan danke dir für deine Anmerkungen 🙏😊
Ich bin mir ja eh noch nicht sicher, ob das so ein Thema sein könnte, an dem man sich abarbeiten kann. Ob die Anstalt mal was dazu gemacht hat, weiss ich garnicht 🤔 Aber wenn, dann ja, dann wäre das Fakten- bzw Quellenpapier dazu spannend. Ich kann ja mal auf die Suche gehen in der Mediathek und generell im Netz...
Ich würde es ja auch verbinden wollen mit KI-gestützter nachhaltiger Produktion, in einigen Artikeln kann man lesen, das wäre die Produktion der Zukunft, da mit KI viel nachhaltiger produziert werden könnte was Materialverbrauch usw angeht 🤔
Mhhhh.... ich muss das nochmal genauer durchdenken. Is noch ne Weile Zeit bis dahin, und sich vorher Gedanken machen, was ich schreiben will, is besser als am Ende iwo festzustecken und zu merken, die Idee war Mist 😅🤓

@onlytina You're welcome. Ich finde so ein IT-politisches und -rechtliches Thema ja spannend, daran kannst du gut die Verarsche durch Unternehmen und die Gefahren der Oligopolisierung aufzeigen. Ich weiß aber nicht, was du studierst, und ob das dein Thema ist. Ich arbeite als Systemintegrator bei so einem Software-Hersteller, also, wenn du technische Fragen hättest und ich keine Stunden an der Antwort säße ...

Die Nachhaltigkeit KI-gestützter Produktion sowie den Begriff der KI / AI selbst halte ich für reine Werbepropaganda, denn alles bisher Gesagte gilt auch für KI. Auch selbstlernende und die eigene Codierung (Programmierung) automatisierende Systeme sind von Menschen gemacht, also, von von Fremd- und Eigeninteresse, Gefühlen und Verstand gleichermaßen geleiteten und erpressten Entitäten. Es ist nur noch schwieriger, diese angeblich intelligenten Codemonster zu durchschauen.

Ich würde davon ausgehen, dass das nicht nur zu noch mehr Fehlern, sondern auch zu noch mehr bewussten Missbräuchen führt.

@mupan vielen lieben Dank für das Angebot, ich würde vermutlich, wenn ich das Thema tatsächlich wählen sollte, eh Interviews machen müssen dafür... zumindest so, wie es mir bisher im Kopf rumgeistert. Ich sollte das mal strukturiert zu Papier bringen und gucken, wo es mich hinführt, und ob ich da lande, wo ich denke dass es hinführen könnte... 🤔 Also falls, dann wäre ein Interview mit dir über das Thema wohl sowas. 😊

Ich studiere ja Soziologie, es sollte daher kein politisches Papier sein. Ich suche grade nach der passenden Theorie dazu, es gibt da mehrere, bei denen ich mich grade so belese. Dauert aber noch, und daran wird das evtl auch entscheidend sein, ob ich das Thema nehmen kann. Wenn mir nämlich nix einfällt, wie ich das soziotheoretisch begleiten kann, wird das nix. 🤔

Zu nachhaltiger Produktion mit KI..das ist eben genau das, was ich mir so dachte, dass das dann nur große Unternehmen können, weil für die kleinen Unternehmen die Hardwareinvestitionen nicht gehen.. ist jedenfalls mehr als nur Werbepropaganda, es läuft einige Entwicklungsforschung....

@mupan ....dazu, z. B. mit dem Fraunhofer Institut, teilweise mit anderen Technikentwicklungsinstituten. Und wenn sich anfängt das in den Unternehmen durchzusetzen, bleiben vllt die Kleinen auf der Strecke...