#Antisemitismus, männlicher, nationaler, Bildungs- oder Nicht-Bildungs-, klassistischer #Chauvinismus, kurz, Menschenrechtsverletzungen gehören gebrandmarkt und bekämpft. #Sprachbilder, v.a. #Metaphern, #Idiome, die von Faschist*en, Imperialist*en und Reaktionär*en gebraucht und missbraucht wurden, einfach unreflektiert weiter zu verwenden, verbietet sich.

Es muss aber klar sein, dass jede Zeit und jedes individuelle Mensch und jede Menschengruppe ihre blinden Flecken im Sichtfeld hat, dass es sich bei der Entwicklung der Menschenrechte und dem Kampf um ihre Umsetzung um Prozesse handelt. Auch müssen wir uns klar machen, dass es perfekte Menschen nicht gibt.

Werke von wissenschaftlichen und literarischen Autor*en abzulehnen, weil es Passagen gibt, denen wir aus heutiger Sicht nicht nur widersprechen, sondern sie als sehr problematisch ansehen, würde uns #geschichtslos hinterlassen. Das Gleiche gilt für Sprachbilder. Unsere Sprache verarmt ohne sie.

Wir müssen uns wieder angewöhnen, uns Zeit fürs #Lesen, die #differenziert-e #Rezeption und die #Auseinandersetzung zu nehmen.

Nur wenige Bücher sind in Deutschland auf dem Index. Selbst das potentiell ,volksverhetzende' ,Mein Kampf' erhielt in kommentierten Fassungen Druckerlaubnis. Aus der Überlegung heraus, dass es besser ist, sich mit Denkmustern, oder auch emotionalisierenden Verblödungsmustern, auseinanderzusetzen, als, sie zu ächten und im Untergrund kaum öffentlich wahrnehmbar schwelen zu lassen.

Wir müssten die Veröffentlichung des Grundgesetzes zu verbieten suchen, weil das Wort ,Volk' drin vorkommt. Und wären leichte Beute für Mittler, die Zugang zum Text haben und ihn uns erklären. Ist nicht das Gleiche, aber es klingt schon ein wenig wie das Wahrheitsmonopol der Kirche und das Übersetzungsverbot für die Bibel.