US-Präsident Trump führt wie seine Vorgänger schon längst nicht mehr nur gegen die für die Anschläge vom 9/11 Verantwortlichen und mit ihnen verbundenen Gruppen und Länder Krieg. Dafür hatte der Kongress 2001 dem damaligen Präsidenten als obersten Kriegsherrn eine Genehmigung erteilt. Die zweite Kriegsermächtigung, die Authorization for Use of Military Force Against Iraq Resolution (AUMF), erfolgte 2002 und erlaubte dem Präsidenten, mit oder ohne Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen den Irak, der die USA und andere Länder mit Massenvernichtungswaffen oder mit der Beherbergung internationaler Terrororganisationen bedroht, in den Krieg zu ziehen.

Die beiden AUMFs sind seit 16 Jahren die Grundlage für die Kriege und militärischen Einsätze, einschließlich des Drohnenkriegs, die unter Bush und Obama geführt wurden und die Trump nicht nur geerbt hat, sondern wie vor allem in Afghanistan, Syrien und im Irak aktiv und mit zunehmender Eskalation des Konflikts mit Russland betreibt. Wenn zudem in einem eigentlich völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz in Syrien syrische Flugzeuge und von pro-syrischen Kräften gesteuerte Drohnen in angeblicher Selbstverteidigung abgeschossen werden, auch wenn noch kein Angriff stattgefunden hatte, lässt sich das auch beim besten Willen nicht mehr von den beiden Kriegsermächtigungen ableiten, auch wenn der Islamische Staat als Ableger von al-Qaida gelten könnte, allerdings von einem Zweig, der erst durch den Irak-Krieg entstanden ist und nichts mit 9/11 zu tun hatte.
https://www.heise.de/tp/features/USA-fuehren-seit-16-Jahren-Krieg-gegen-die-fuer-9-11-verantwortliche-al-Qaida-und-Saddam-Hussein-3754996.html https://www.heise.de/tp/features/USA-fuehren-seit-16-Jahren-Krieg-gegen-die-fuer-9-11-verantwortliche-al-Qaida-und-Saddam-Hussein-3754996.html #AUMF #Antiterrorkrieg #Kriegsermächtigung #US-Kongress