These: Der wilde Streit rund um #NoFidK / #FidK hat seine Ursache darin, dass die Bundesregierung nicht regelt, wie Eltern zurecht kommen sollen, die jüngere Schulkinder selbst betreuen müssen. So sind manche für Präsenz, weil sie arbeiten wollen / müssen, ..

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.. andere, die vielleicht eher ältere Kinder haben, die nicht betreut werden müssen oder selbst nicht arbeiten oder vielleicht mit Mitgliedern von Risikogruppen leben, sind unbedingt gegen Präsenz aus Angst vor Ansteckung.

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Dazu kommen die, die an benachteiligte Kinder und Eltern denken, die keine Geräte, Räume, ausreichend Internetzugang haben und auch wenig Zugang zu (sozialen) Medien. Die wollen eher Präsenz. (Langfristig niedrige Mieten, mehr Geld für Hartz4 usw.)

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Bildungsungerechtigkeit gibt's in Deutschland allerdings auch krass ohne Corona. Da hilft Präsenz allein wenig.

Schließlich die Gewaltproblematiken: Das betrifft Kinder und Frauen. Hier sind Schulen ein Notnagel, aber wohl wichtig, weil alles andere schon weggekürzt ist.

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Der Streit wird sehr emotional ausgetragen, weil es für viele ans Eingemachte geht.

Besser wäre, das zusammenzutragen und endlich zu fordern, dass die Bundesregierung nicht bloß Lufthansa und den Fußball rettet, sondern was für Eltern, Jugendliche und Kinder tut.

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Last but not least sollten die Bildungs-/Kultusministerien endlich anfangen zu kommunizieren und erkennbar länger als eine Woche im Voraus zu planen. Das Schuljahr mit allen Arbeiten und Prüfungen 'wie immer' durchzuziehen: Das ist doch eine Farce.

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@anneroth Wobei mein Eindruck nach einem Stündchen Recherche irgendwie einfach auch der ist, das das ganze pro #FidK nicht so richtig grassroot-mäßig aussieht.

Sollte vielleicht eher #Fmbp heißen (Familie mit Betreuungsproblem), dann wärs hält auch mal ehrlich und man könnte aufhören immer die "Bildung" vorzuschieben.