Seitdem ich gegen Facebook kämpfe höre ich die Antwort: "Muss es ja nicht nutzen."
Ich reagiere dann immer mit: "Ich will aber auch nicht in einer Welt leben, in der 80% der Menschen darüber manipuliert werden können."

Jetzt wisst ihr, was ich damit meine:

RT @heiseonline: Sowohl Republikaner als auch Demokraten arbeiteten mit Persönlichkeitsprofilen, um gezielte Werbung im Social Network zu schalten – so umstritten, wie das ist.
US-Wahlwerbung: Facebook bleibt Manipulationsmaschine

@reticuleena und ich möchte auch nicht als Nichtnutzer, von diesem konzern auf Schritt und Tritt im Netz verfolgt werden
@crossgolf_rebel Klar. Und auch der Gruppendruck und die Ausgrenzung bei Verweigerung sind gute Gründe, den Laden zu kritisieren, auch wenn man es nicht nutzt. Aber die zersetzende Wirkung auf die Demokratie ist da doch die schlimmste Auswirkung.
@reticuleena und auch das Öffentlich Rechtliche nur auf solchen Plattformen als "Kommunikationskanal" anbieten aber das freie Internet links liegen lassen
@reticuleena alle, die mich auf ihrem Smartphone eingespeichert haben, füttern Facebook mit meinen Kontaktdaten. Facebook bleibt immer up to date, egal ob ich meine Nummer wechsle oder eine neue E-Mail-Adresse bekomme. Dadurch, dass es mein soziales Umfeld nutzt, nutze ich es indirekt mit und füttere seinen Datenhunger. Ein bisschen wie Passivrauchen, nur dass ich nicht einfach weg gehen kann, um dem Gestank zu entkommen.
@technicallypossible Richtig. Aber diese Erklärung ist vielen schon zu hoch. Der Vergleich mit dem Passivrauchen ist aber gut. Den werd ich mir aneignen. :)
@reticuleena "Wie, du hast kein WhatsApp?!" Naja, eigentlich könnte ich es auch einfach installieren, die meisten Daten bekommt Facebook ja sowieso schon. Aber ich will nicht auch noch aktiv dazu beitragen. Ich finde es schwierig, damit umzugehen. Vielleicht weiß ich auch einfach zu viel. Unwissende sind oft glücklichere Menschen.

@technicallypossible Das erlebe ich hier auch, dto mit WhatsApp. Deswegen bekomme ich immer wieder Schnappatmung, wenn das Beste, was in der Argumentation einfällt, darin besteht, die *Nutzer* in die Pflicht zu nehmen (wahlweise per versuchter Überzeugung oder per Schaming), diese Werkzeuge doch gefälligst nicht zu verwenden. Wenn wir nicht wollen, dass so ein Dienst sowas tut, dann gehört der Dienst entsprechend reguliert. Sehr viele Alternativen gibt es dazu nicht. 😟

@reticuleena

@z428 @technicallypossible @reticuleena

Zu den Dingen, die ich bis heute noch nicht so ganz verstanden habe gehört, wie ich eigentlich mein Recht auf Datenlöschung bei Werbeprofilen anwenden darf/soll? Ich meine, ich bin mir ziemlich sicher das Facebook/google Profile über mich haben, ohne dass ich da ein Konto habe.

@vorletzter
In der DSGVO steht, dass du vor oder bei der Erhebung von Daten informiert werden musst, welche Daten zu welchem Zweck durch wen wie lange erhoben, verarbeitet und/oder gespeichert werden, damit du diese Rechte überhaupt ausüben kannst. Denn wie willst du dich beschweren über etwas, das du nicht weißt? Das jedoch gegen die großen Datenmonopolisten durchzusetzen wird in der Praxis schwierig bis unmöglich sein.

@z428 @reticuleena

@vorletzter @z428 @technicallypossible Yes. Das hab ich mich auch schon gefragt. Und wie mache ich ein Auskunftsersuchen über ein Schattenkonto, wenn dieses ggf. gar nicht mit meinem Namen, sondern nur über eine Mac-Adresse oder ähnliches verknüpft ist?

@reticuleena @z428 @technicallypossible

Das "vor" und "informiert" sind auch so zwei Dinge. Ob diese merkwürdigen Dark-Pattern Cookie Dialoge wirklich "informieren" ist die eine Sache. Und ob da nicht "vorher" auch was passiert, die andere Sache. Also eine Verbindung zu CDNs, adWord und Co. passieren ohne mein einwirken.

Ich Spende mal wieder an noyb.eu i guess :)

@reticuleena
Fingerprinting im Browser wird auch über die hard- und softwarebedingten Detailunterschiede in der Darstellung von Dingen (Stichwort: Canvas) und über die Liste der installierten Schriftarten betrieben.
"Hallo Adobe-Werbenetzwerk, bitte löscht mich! Ich bin der mit den folgenden Schriftarten: ..."

@vorletzter @z428

@z428 @technicallypossible @reticuleena

Den einzelnen Dienst zu regulieren wird aber auch nicht die Lösung sein. Es geht ja nicht nur um FB. Solange Menschen Apps installieren und die Frage "darf diese App alles was ihr einfällt mit deinen Kontaktdaten machen?" instinktiv bejahen, haben wir ein Problem.

Diese Berechtigung dürfte nur erteilt werden, wenn vorher alle Kontakte zustimmen, oder?

@technicallypossible @reticuleena naja, du kannst schon weg gehen, hast dann halt keine freunde mehr 😬
@davidak
Dann kann ich auch in die Kanadischen Rockies auswandern, mir eine Hütte bauen und Bären jagen und Beeren pflücken. Ich finde es doof, dass ich mich anpassen und einschränken muss, um dier Gier des Giganten zu entkommen.
@reticuleena
@technicallypossible @reticuleena naja, da übertreibst du ein wenig. aber es schränkt das soziale und kulturelle leben schon stark ein.
@reticuleena Wer Facebook nutzt und sagt "Du musst es ja nicht nutzen" ignoriert, dass die schiere Größe der Platform schon so einen Druck ausübt "dabei sein zu müssen" um Teilhaben zu können. Mit dieser Einstellung beteiligt man sich aktiv am Ausschluß einer Vielzahl von Menschen, im schlimmsten Fall mittlerweile sogar einer Minderheit und genau da liegt das Problem. Allein durch die Größe wird es zu einem Gesellschaftlichen Problem das man nicht auf ein Individuum abladen kann.
@reticuleena aktuell bekomme ich da Werbung von Coronaleugnergruppen, für die diese bezahlen.
Solcher kack lässt einen dann weniger oft auf die Platform schauen.
@Konfusius Coronaleugner sind also nicht komplett nutzlos ;)
@reticuleena und haben Geld für so a scheiss