Wusstet ihr, dass die wilden Pianos von #Kyjiw als Symbole für den Kampf um Freiheit und Demokratie bis auf den #Euromaidan zurückgehen?
Ich konnte 3 davon finden und spielen... Danke fürs unermüdliche Stimmen, Dmitry Kulyechov. 🤍
Unsere Ukraine-Reise liegt nun schon mehr als 2 Wochen zurück, aber ich hab' immer noch den Song im Ohr, der im Bahnhof von #Kyjiw gespielt wird, wenn ein Zug nach #Warszawa abfährt.
#HejSokoły hat eine ziemlich lange Geschichte. Seit 2022 wird der Titel unter anderem auch von den ukrainischen Streitkräften genutzt, um gegenüber Polen Dankbarkeit für die militärische Unterstützung und für die Aufnahme von Millionen Geflüchteten auszudrücken.
Wusstet ihr, dass die wilden Pianos von #Kyjiw als Symbole für den Kampf um Freiheit und Demokratie bis auf den #Euromaidan zurückgehen?
Ich konnte 3 davon finden und spielen... Danke fürs unermüdliche Stimmen, Dmitry Kulyechov. 🤍
Der letzte Text im #Delphinov-Band. Дякую fürs Lesen.
Du sitzt am Tischchen in Wien, Turin, oder Berlin,
konntest vor Mobilmachung, Verhaftung oder Folter fliehn,
im hippen Szenelokal, nippst köstliches Gift mit Genuss,
und die Ukraine steht unter Beschuss.
Du diskutierst mit Kollegen die Unterschiede
zwischen sowjetisch und russisch,
polemisierst stürmisch gegen den Dostojewski-Fetisch,
guck dich nur an, Mann von Welt, Kopf bis Fuß,
die Ukraine steht unter Beschuss.
Das Nachwort zum Gedicht "Nein zum Krieg" interessiert euch vielleicht auch noch:
"Der Text wurde am 25. Februar 2022 verfasst. An diesem Morgen bat mich der Redakteur der russischen Zeitung Nowaja Gaseta, ein Gedicht über den Kriegsausbruch zu schreiben. Die Zeitung konnte es jedoch nicht mehr veröffentlichen, da das Wort "Krieg" in diesem Kontext in Russland verboten wurde."
– Alexander Delphinov
Und sah einen Mann, ganz klein, mit einem Plakat "Nein zum Krieg!"
Der stand dort allein, und ich konnte vor Angst mich nicht regen.
Meine Angst vor dem Chef, sie kündigen, machen mich klein,
Meine Angst vor dem Schlagstock, und wie es ist, niemand zu sein,
Meine Angst vor den Nachbarn, die hinter mir zischen würden,
Meine Angst, ich verlier meine längst schon verlorene Würde.
(2/2)
Zurück im Leipziger Leben ohne Luftalarm... aber nicht ohne #Delphinov – diesmal übersetzt von #GeorgWitte:
"Nein zum Krieg!" – sagten wir, doch der Krieg, der ging immer weiter,
Er hörte nicht auf, der Krieg, er war Krieg durch und durch,
Und er lud in unsere Köpfe Entfremdung und Furcht,
Immer weniger wurden wir, weniger, wo sind die Leute?
Ich weiß noch den Platz, leergefegt, und den Matsch, und den Regen,
Ich warf durch den Spalt der Gardine einen ängstlichen Blick
(1/2)
Für euch getestet: Ein Schutzpolsterumschlag im Trekking-Rucksack ist genauso zuverlässig wie eine Waffenruhe-Ankündigung von Putin.
Deutsche Eigenheimsiedlungen rauschen am Fenster vorbei. Mit #AlexanderDelphinov bleibt die Zeit stehen:
***
Still, sagte sie,
still, meine Kinder,
gleich fliegt sie vorbei,
gleich fliegt sie vorbei, dann ist wieder Ruhe,
keine Angst, ist nicht schlimm,
Mama ist da, Mama ist da,
ist nicht schlimm.
Sie wiegte sie und sprach,
sprach und sprach und sprach und
sprach,
als merkte sie nicht,
dass sie
nicht mehr
antworten konnten.
Eine nervenzehrende EU-Außengrenze später sind wir im Railjet Przemysł – Praha wieder auf Orchideen, Eiergraupen und Frühstücksmuffins getroffen. Wer sich für alle linken Initiativen interessiert, die wir in #Kyiv getroffen haben, schaut mal in die 5 Tagesberichte von @luna_le auf https://jule.linxxnet.de/kategorie/ukraine/ .