Endlich ein Aufbruch in der ka...
218 Das Ende des Christentums in Deutschland
Wir wissen: Die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung nimmt rasant ab, zudem werden kaum noch neue Priester geweiht — In etwa 15 Jahren, also um das Jahr 2040 herum, wird die Kirche kaum noch wiederzuerkennen sein. Die Leute von der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland, fowid, haben sich die ganze Sache nochmal näher angeschaut und kommen zu den folgenden Erkenntnissen: Nicht nur der Anteil der Christen sinkt, auch innerhalb der Kirchen glauben immer weniger Leute die Kernbotschaften des Christentums, glauben also an Götter, Dämonen und deren Kampf um die unsterblichen Seelen der Menschen. Und auch das kirchliche Leben, also die Gottesdienstbesuche und die Nachfrage nach Dienstleistungen wie Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen schmilzt rapide ab.
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Die Tatsache, dass „Kirchenmitglied“ nur die formale Zuordnung einer Zugehörigkeit ist, die nicht bedeutet, dass diese Kirchenmitglieder alle „religiös“ sind, ist bekannt. Wie hoch ist dieser Anteil der „Nicht religiösen“? Hat er sich in den letzten dreißig Jahren verändert? Bestehen Unterschiede zwischen den Konfessionen? Sind Ältere religiöser als Jüngere? Antworten.
217 Das Ende der Kirche in Deutschland
Kirchenaustritte, Religionszugehörigkeit, Priesterweihen — Alle Zahlen weisen in dieselbe Richtung: In wenigen Jahren wird die Kirche in Deutschland sowohl den Rückhalt in der Bevölkerung verloren haben als auch mangels Priestern nicht mehr in der Lage sein, ihre politische Macht in der Republik wie bisher auszuüben.
Oliver hat anhand der veröffentlichten Statistiken eine Projektion in die Zukunft gewagt und ist sich sicher: In 15 bis 20 Jahren, also um das Jahr 2040 bis 2045 herum, wird von der Kirche nicht mehr viel übrig sein. Aber auch ohne Basis in der Bevölkerung und mit nur noch sehr wenigen Priestern — die Kirche als extrem reiche und mächtige, mit der Politik Arm in Arm marschierende Institution wird uns wohl noch eine Weile erhalten bleiben.
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