@ZPD Im Kern bleiben digitale Editionen in ihrer Funktion dennoch wichtig! Aber was daran ist entscheidend, worauf kann man verzichten? Besinne man sich auf das, warum man digitale Editionen tatsächlich liebt #philtag ❤️
@ZPD Was kann man also besseres anbieten? Welche Erwartungen gilt es evtl. aufzugeben? Wichtig erscheint dabei, dass die Möglichkeiten von Preservation- und Digitization prinzipiell begrenzt sind (man kennt das aus analogen Archiven). Zudem wohnt digitalen Editionen derzeit eine niedrige Halbwertszeit inne ... #philtag
@ZPD Wissenschaftsbetrieb ist derzeit einem Effizienzmodell unterworfen. Edieren ist dem Anschein nach eine ineffiziente Arbeit, da sich der „Mehrwert“ selten direkt bemessen lässt. Also liegt die maschinelle Durchführung von Editionsaufgaben nahe ... aber schmälert das nicht den Wert des editionswissenschaftlichen Arbeitens? #philtag
@ZPD Was ist nun der Mehrwert der KI? Argumente, wie gesehen in den Vorträgen: Zeit sparen, Material sparen. Mit den freigewordenen Ressourcen werden Kapazitäten frei, Mitarbeitende können sich also um andere Sachen kümmern. Aber geht die Rechnung auf? Ist der Bedarf an KI mehr eine Suggestion, der - global! - sozial und ökologisch nach hinten losgeht? #philtag
@ZPD Den Donnerstag beschließen wir mit der Keynote von Anne Baillot (@anne_baillot): „Zurück in die Zukunft: Was KI heute und morgen mit digitalen Editionen anstellt, und ob wir uns das leisten können“. Wir starten mit einem Brainstorming zur Frage: Warum lieben wir digitale Editionen? #philtag
@ZPD Genutzt wird das beispielsweise auch für die Analyse von Heftromanen. KI kommt mit Liebesromanen grundsätzlich gut klar, streikt aber bei der Analyse von Sexszenen #philtag
@ZPD Die Einarbeitung in stochastische Modelle erfordert nicht nur viel Zeit, sondern auch eine ganz andere Herangehensweise als regelbasierte Modelle. Beispiel: Gedichtvergleich auf verschiedenen Ebenen. Interessanterweise kann gerade die Einbindung von eigenen Kontextinformationen sogar kontraproduktiv sein #philtag
@ZPD Leonard Konle (Würzburg) schließt nun mit seinem Vortrag „KI und Computational Literary Studies – Was ändert sich im Forschungsdesign?“ an Editionsdaten an (add: wichtig, zumal die Analytik immer häufiger wieder nicht nur in Korpusaufbauprojekte, sondern auch in Editionsprojekte einfließt) #philtag
@ZPD Bei aller Kritik liegen einige starke Vorteile von KI-Anwendung dennoch auf der Hand und fordern eine eingehendere Evaluierung für die Praxis in Editionsprojekten #philtag
@ZPD LLMs können wissenschaftlich problematisch sein, nicht nur z.B. wegen des bekannten Bias, sondern auch wegen Anti-Bias-Mechanismen, die zu einer Verzerrung des Blicks auf historische Informationen führen können #philtag