@jdmccafferty Dass. mit etwas Erklärung auch bei https://www.ag-sdd.de/Webs/agsdd/DE/Home/_content/bsbFilGutIar.html. Zum #Papagei gibt es etliche Interpretationsangebote: als Muster der #imitatio (#Physiologus), als marianisches Vorbild (weil Wasser am Gefieder abperlt, sodass der Vogel ‚unbefleckt‘ bleibt) und als natürlicher Mariengrüßer, weil sein Ruf offenbar als „Ave!“ gedeutet wurde.

#Maria #Neujahr

AG Sammlung Deutscher Drucke - Homepage - Buch des Monats Januar 2024: fil gût iar. – Deutschland, ca. 1460-1470. – Anonymer xylographischer Einblattdruck, altkoloriert. (Erworben von der Bayerischen Staatsbibliothek München, Signatur: Xylogr. 90)

Gelegenheitsdrucke wie dieser Neujahrswunsch des 15. Jahrhunderts haben sich nur selten erhalten. Von dem vorliegenden Exemplar sind weltweit bislang nur noch zwei weitere Exemplare in der Bibliothèque nationale de France in Paris und im Metropolitan Museum of Art in New York nachweisbar. Abgebildet ist das auf einem Kissen sitzende Jesuskind mit Kreuznimbus, das einen Papagei in den Armen hält und an seine Wange schmiegt. Zu seinen Füßen findet sich ein Henkelkorb mit Blumen, aus dem sich ein Spruchband mit dem Neujahrswunsch “fil god iar” ringelt. Daneben steht eine Schachtel mit Naschwerk, an dem sich Kaninchen gütlich tun bzw. spielen.