🆕 🆕 🆕
⏰ Am Sonntag, 01. Juni 2025 um 18:00
✊ Tavare (ca/de), Halma
⭐ Konzert
🗺 MS Stubnitz
slowcore | dirgepop | doomgaze | shoegaze | kraut | psychedelic
🏴 https://sperrstunde.org/events/2025-06-01-tavare-ca-de-halma
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⏰ Am Sonntag, 01. Juni 2025 um 18:00
✊ Tavare (ca/de), Halma
⭐ Konzert
🗺 MS Stubnitz
slowcore | dirgepop | doomgaze | shoegaze | kraut | psychedelic
🏴 https://sperrstunde.org/events/2025-06-01-tavare-ca-de-halma
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⏰ Am Sonntag, 01. Juni 2025 um 15:00 - 18:00
✊ Gemeinsam Gefangenen Briefe schreiben
⭐ Information
🗺 Infoladen Wilhelmsburg
Wir schreiben bei Kaffee und Snacks Briefe an Gefangene und tauschen uns aus. Adresslisten und Infos vor Ort.
🏴 https://sperrstunde.org/events/2025-06-01-gemeinsam-gefangenen-briefe-schreiben
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⏰ Am Sonntag, 01. Juni 2025 um 13:00
✊ Open Ship
⭐ Tresen
🗺 MS Stubnitz
sun deck, cool drinks, chillando & hangout - come over, welcome aboard!
🏴 https://sperrstunde.org/events/2025-06-01-open-ship
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⏰ Am Sonntag, 01. Juni 2025 um 12:00
✊ Flohmarkt
⭐ Flohmarkt
🗺 Rote Flora
Muckefuck & Rotznasen Küfa laden ein zum Flohmarkt im Garten der Roten Flora.
Dazu gibt es Kaffeespezialitäten, Kuchen und herzhafte Snacks.
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⏰ Am Sonntag, 01. Juni 2025 um 12:00 - 16:30
✊ MUCKEFUCK
⭐ Tresen
🗺 Flora
Zusammen mit dem Rotznasen-Flohmarkt freuen wir uns sehr auf euch!
🏴 https://sperrstunde.org/events/2025-06-01-muckefuck
🌍 https://www.rote-flora.de/programm/
🌍 https://www.instagram.com/muckefuck_rote_flora/
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⏰ Am Samstag, 01. Juni 2024 um 14:00
✊ Klare Kante gegn AfD-Propaganda
⭐ Kundgebung
🗺 Elbphilharmonie, Vorplatz
Die AfD hat einen Wahlkampfstand an der Elbphilharmonie angemeldet. Menschenverachtung und völkische Abschiebephantasien haben auch in HH keinen Platz! Seid laut! Seid kreativ! Stoppt die rechte Hetze! Klare Kante gegen AfD-Propaganda!
🌍 https://www.instagram.com/hamburgerbuendnisgegenrechts/p/C7lcty9M3ME/
#hamburg #hh0106 #Kundgebung
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⏰ Am Samstag, 01. Juni 2024 um 16:00
✊ Magda Thürey - Eimsbütteler Lehrerin im kommunistischen Widerstand
⭐ Infoveranstaltung
🗺 Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium, Bundesstr. 78
Magda Thürey wurde in Eimsbüttel geboren und ging hier zur Schule. 1925 trat die Lehrerin der KPD bei. Bis 1933 war sie Bürgerschaftsabgeordnete. Nach Entlassung aus dem Staatsdienst ging sie gemeinsam mit ihrem Mann in den aktiven kommunistischen Widerstand. 1943 wurde sie im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert und starb am 17. Juli 1945 an den Haftfolgen. Heike Pannwitt von der Stolperstein-Initiative erzählt vom Leben und Wirken der Widerstandskämpferin in Eimsbüttel und einem Erinnerungsprojekt der Schüler:innen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums.
🌍 https://www.denkmalamort.de/deutsch/hamburg-1-2-juni-2024/
🌍 https://de.wikipedia.org/wiki/Magda_Thürey
#hamburg #hh0106 #Infoveranstaltung
Samstag, 1. Juni 2024 1. Petra Michalski erinnert an ihren Stiefgroßvater Dr. Mátyás Plesch ETV Sportzentrum Hoheluft, Lokstedter Steindamm 75, 22529 Hamburg- Eimsbüttel Sa, 11 Uhr, Zeitzeugingespräch mit Petra Michalski Das Sportzentrum Hoheluft liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Butenfeld, wo Petra Michalski geb. Ulrich aufgewachsen ist. Hier erinnert sie an ihren jüdischen Stiefgroßvater Dr. Mátyás Plesch, der 1935 von der Gestapo verhaftet wurde und in das „Haus am Neuen Wall“ kam, wo er gefoltert wurde. Mit dem Befehl, Deutschland sofort zu verlassen, kam er frei und ging nach Belgien. Dort starb er ein Jahr später an den Folgen der Folter. Seit 2015 erinnert vor dem früheren Wohnhaus am Butenfeld 14 ein Stolperstein an Dr. Mátyás Plesch. 2. „Mein Adressbuch: mein Kapital!“ Hier wirkte Liesel Goetze-Taylor Bahnhofsmission Hamburg Hbf, Glockengießerwall 7, 20095 Hamburg-St. Georg Sa, 11 Uhr, Vortrag und GesprächAls Tochter eines vormals jüdischen Arztes musste Liesel Goetze Taylor trotz seiner Konvertierung zum Christentum auf Vieles verzichten: Abitur und Karriere, Gründung eines Haushaltes in der Heimatstadt und mehr. Liesel emigrierte erst nach Brasilien, dann nach London, wo sie für den britischen Geheimdienst gegen die Nazis arbeitete. Überall fand sie schnell Freunde. „Mein Adressbuch, mein Kapital“, sagte sie oft. In den 70er Jahren kehrte sie nach Hamburg zurück und leitete die Bahnhofsmission. Für die Erinnerung kommen Angehörige aus Amerika und Japan. Anmeldung: [email protected] 3. Ruth Fleischmann - aus Hamburg vertriebenSchlüterstraße 81, 20146 Hamburg-Eimsbüttel Sa, 11 Uhr, Lesung, Vortrag und Gespräch Ruth Fleischmann ist vier Jahre alt, als sie die vertraute Wohnung in der Schlüterstraße 81 verlassen muss. Familie Fleischmann flieht zunächst nach Holland und sechs Jahre später nach Buenos Aires. Erneut ein schmerzlicher Abschied, denn Ruths Oma fühlt sich zu alt, um mitzukommen. „Wenn ich heute noch daran denke, ist es furchtbar“, erinnert sich Ruth 2004. Die Journalistin Corinna Below erzählt im Garten des einstigen Hauses von Ruth Goldschmidt de Fleischmann. Deren Flucht- und Exilgeschichte hat sie bereits in ihrem multimedialen Erinnerungsprojekt EIN STÜCK DEUTSCHLAND festgehalten. 4. Hier lebte und engagierte sich Ida Dehmel Dehmelhaus, Richard-Dehmel-Straße 1, 22587 Hamburg-Blankenese Sa, 13 Uhr, Gespräch und Besichtigung Ida Dehmel (1870–1942), Kunstfördererin, Frauenrechtlerin, Saloniere sowie Ehefrau und Muse des Dichters Richard Dehmel, wurde ab 1933 aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ausgegrenzt. Bis zu ihrem Freitod 1942 durfte sie kein Amt mehr ausüben und nicht mehr publizieren. Ihren Freundinnen erging es ähnlich. Die Malerin Alma del Banco beging ein Jahr nach Ida Dehmel Suizid. Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire konnte nach London emigrieren. Die Dehmelhaus-Stiftung lädt ein zum Gespräch über Ida Dehmel und ihre Freundinnen und zur Besichtigung der originalen Wohnräume. 5. Steffi Wittenberg, geb. Hammerschlag ging hier zur Schule VHS-Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstraße 35, 20357 Hamburg- Karolinenviertel Sa, 14 Uhr, Bericht & Führung Als jüdisches Kind musste Steffi Wittenberg (1926-2015) die Jahnschule verlassen und kam 1935 auf die „Israelitische Töchterschule“ in der Karolinenstraße. Im Dezember 1939 gelang ihr mit ihrer Mutter die Ausreise nach Uruguay. Ab 1948 lebte sie in den USA. 1951 wurde Steffi Wittenberg mit ihrem Ehemann Kurt wegen ihres politischen Engagements in der dortigen Bürgerrechtsbewegung ausgewiesen und kehrte nach Hamburg zurück. Hier war sie zeitlebens eine engagierte Zeitzeugin. Im alten Schulgebäude berichtet ihr Sohn Andreas Wittenberg über ihr Leben. Anschließend findet eine Kurzführung durch die dortige Ausstellung statt. 6. Ludwig Wellhausen & Wilhelm Bock – Sozialdemokraten im Widerstand SPD Hamburg, Kurt-Schumacher-Haus, Kurt-Schumacher-Allee 10, 20097 Hamburg-St. Georg Sa 14 Uhr, Vortrag Ludwig Wellhausen war Parteisekretär in Hamburg. Nach der Machtübernahme gehörte er bis zur Verhaftung 1939 zum Führungskreis der illegalen SPD in Magdeburg. Ohne Gerichtsurteil kam er in das KZ Sachsenhausen, wo er 1940 verstarb. Wilhelm Bock war Mitglied des SPD-Landesvorstands in Hamburg. Nach dem Verbot der SPD beteiligte er sich am Widerstand. Im Zusammenhang mit dem Transport von illegalem Material wurde er verhaftet, verurteilt und nach der Haft in das KZ Sachsenhausen verschleppt, wo er 1941 ums Leben kam. An die beiden erinnern Beate Blanke, Enkelin Ludwig Wellhausens, und Holger Martens. 7. Magda Thürey- Eimsbütteler Lehrerin im kommunistischen Widerstand Schulhof des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium, Bundesstraße 78, 20144 Hamburg Eimsbüttel Sa, 16 Uhr, Open Air- Vortrag und Gespräch Magda Thürey wurde in Hamburg-Eimsbüttel geboren und ging hier zur Schule. 1925 trat die Lehrerin der KPD bei. Bis 1933 war sie Bürgerschaftsabgeordnete. Nach Entlassung aus dem Staatsdienst ging sie gemeinsam mit ihrem Mann in den aktiven kommunistischen Widerstand. 1943 wurde sie im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert und starb am 17.7.1945 an den Haftfolgen. Heike Pannwitt von der Stolperstein-Initiative-Hamburg erzählt vom Leben und Wirken der Widerstandskämpferin in Eimsbüttel und einem Erinnerungsprojekt der Schüler*innen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums. Anmeldung: [email protected] Sonntag, 2. Juni 2024 1. Gert Marcus: Entdeckung eines fast vergessenen Künstlers Stavenhagenhaus, Esther-Bejarano-Saal, Frustbergstraße 4, 22453 Hamburg-Groß Borstel So, 11 Uhr, Rundgang und Vortrag Gert Marcus war das zweitälteste Kind der Familie Marcus. Im Oktober 1933, wenige Monate vor seinem Abitur an der Lichtwarkschule (heute Heinrich-Hertz-Schule), flüchtete er mit seinem jüngeren Bruder Holger mit dem Fahrrad nach Frederikshavn in Dänemark. Von dort aus weiter nach Stockholm, wo Verwandte seiner Mutter lebten. Gert Marcus wurde ein international anerkannter Künstler. In Deutschland aber blieb er unbekannt. Für die Veranstaltung reisen seine Witwe, die Künstlerin Françoise Ribeyrolles-Marcus und seine Nichte aus Schweden an. Eine Kooperation mit der Initiative Marcus und Dahl e.V. 2. Elisabeth Ostermeyer & Paul Bebert – im Widerstand gegen das NS-Regime KLUB des Gewerkschaftshauses, Besenbinderhof 62, 20097 Hamburg- St. Georg So, 11 Uhr, Vortrag und Gespräch Elisabeth Ostermeyer war bei den Falken und der SAJ. Während der NS-Zeit ging sie in den Widerstand und kam in Haft. Paul Bebert war in der SPD und später im Deutschen Bauarbeiterverband. Wegen seiner Beteiligung am Widerstand musste er im Moor schwerste Zwangsarbeit leisten. Die Geschichten der beiden sind exemplarisch für die vieler Sozialdemokrat*innen und Gewerkschafter*innen während der NS-Zeit. Der Historiker Dr. Holger Martens erinnert an Elisabeth Ostermeyer. Wolfgang Rose, ehem. ver.di-Landesleiter an Paul Bebert. Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion, spricht ein Grußwort. Anmeldung: [email protected] 3. „WAS MACHT DIE WELT IN DER WIR ZUHAUSE SIND?“ – Lesung aus dem Briefwechsel der Familie Lüders OMEN Café, Hulbe-Haus, Mönckebergstraße 21, 20095 Hamburg-St. Georg So, 11.30, Uhr Lesung & Kommentar Der Widerstandskämpfer Walther Lüders wurde 1942 an seinem Arbeitsplatz im Hulbe-Haus verhaftet und im KZ Neuengamme inhaftiert. Seine Frau Lina wurde in Hamburg ausgebombt und ihr Sohn Axel kämpfte an der Front. Ihr Briefwechsel ist der Versuch, über das Schreiben eine innere Stabilität aufrechtzuerhalten. Das aus den Briefen entstandene Buch zeigt drei eindrucksvolle Perspektiven dieser Zeit. Der Autor Andreas Münzner, die Schauspielenden Iris Bettina Kaiser und Tom Keidel lesen Auszüge. Der Historiker Herbert Diercks kommentiert die Lesung. Der Enkel und Sohn Marc Lüders gibt eine kurze Einführung. 4. “Fußball. Flucht. Exil - Max Kulik. Sportler und Arzt aus St. Pauli” FC St. Pauli Museum, Heiligengeistfeld 1, 20359 Hamburg-St. Pauli So, 12 Uhr, Führung 1913 trat der 15-jährige Max Kulik in die Fußballabteilung des Hamburger St. Pauli-Turnvereins ein. 1915 war er maßgeblich am Aufstieg von der 3. in die 2. Hamburger Liga beteiligt. Anlässlich seines 125. Geburtstages hat das FC St. Pauli-Museum die Biografie des jüdischen Fußballers rekonstruiert. Das Kurator*innen-Team erzählt mehr über Kuliks Hintergründe und führt durch die Sonderausstellung “Fußball. Flucht. Exil“." In der geht es um die Anfänge des Fußballs am Millerntor, die verbindende Wirkung von Sport und den tiefen Bruch, den die Verfolgung durch das NS-Regime für jüdische Sportler*innen bedeutete. Anmeldung: [email protected] 5. „Mein Adressbuch: mein Kapital!“ Hier wirkte Liesel Goetze-Taylor Bahnhofsmission Hamburg Hbf, Glockengießerwall 7, 20095 Hamburg-St. Georg So, 13 Uhr, Vortrag und GesprächAls Tochter eines vormals jüdischen Arztes musste Liesel Goetze Taylor trotz seiner Konvertierung zum Christentum auf Vieles verzichten: Abitur und Karriere, Gründung eines Haushaltes in der Heimatstadt und mehr. Liesel emigrierte erst nach Brasilien, dann nach London, wo sie für den britischen Geheimdienst gegen die Nazis arbeitete. Überall fand sie schnell Freunde. „Mein Adressbuch, mein Kapital“, sagte sie oft. In den 70er Jahren kehrte sie nach Hamburg zurück und leitete die Bahnhofsmission. Für die Erinnerung kommen Angehörige aus Amerika und Japan. Anmeldung: [email protected] 6. “Nichts. Nur Fort!“ Flucht und Neuanfang in Südamerika Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg-Eimsbüttel So, 14-15:30 Uhr, Führung Die Ausstellung „Nichts. Nur Fort!“ Flucht und Neuanfang in Buenos Aires, Montevideo und São Paulo zeigt am Beispiel der drei südamerikanischen Metropolen und verschiedener Biografien den schwierigen Weg deutschsprachiger Jüdinnen und Juden ins Exil und die langandauernden Nachwirkungen der nationalsozialistischen Vertreibungspolitik auf. Die beiden Kurator*innen Dr. Anna Menny und Dr. Björn Siegel stellen in einer Führung ausgewählte Ausstellungstafeln vor und geben Einblick in den Entstehungsprozess einer solchen Ausstellung. 7. Das Mädchenheim Schwanenwik 38 Literaturhauscafé Restaurant, im Schwanenwik 38, 22087 Hamburg-Uhlenhorst So, 14 Uhr, Vortrag Der Ort, an dem sich heute alles um Literatur und die Liebe zu Büchern dreht, war zur Zeit des Nationalsozialismus „Durchgangsheim für gefährdete weibliche Jugendliche und Schutzhaftstelle für Aufgegriffene“. Bis zu 100 Mädchen und junge Frauen mussten hier unter haftähnlichen Bedingungen leben, eingewiesen von der Kriminalpolizei, die ihnen „hemmungsloses Herumtreiben“ unterstellte. Die Historikerin Frauke Steinhäuser stellt die Geschichte des Hauses vor. Im Mittelpunkt stehen dabei biographische Skizzen von vier in das „Durchgangsheim“ zwangseingewiesenen Mädchen und jungen Frauen. 8. „Niemand rettete Muni“ - Erinnerung an Elsa Schickler und Robert Muller Eingang des Haus Haynstraße 1, 20249 Hamburg-Eppendorf So, 15 Uhr, Vortrag & Audio-Zeitzeugeninterview Elsa Schickler betrieb in der Haynstr. 1 eine Pension. 1939 wurde sie gezwungen, umzuziehen, in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Haynstraße 5. Ihr Enkel Robert war oft bei ihr zu Besuch, ehe er als 13-Jähriger mit dem ersten „Kindertransport“ nach London geschickt wurde. Robert Muller wurde ein erfolgreicher Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Großmutter, die 1941 in Riga ermordet wurde, hat er im Roman “Die Welt in jenem Sommer” verewigt. Eine Veranstaltung in ihrem ehemaligen Wohnhaus in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Eppendorf und der Mietergruppe Hayn-/Hegestraße. Anmeldung: [email protected] oder Telefon 040/780 50 40 30
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⏰ Am Samstag, 01. Juni 2024 um 14:00
✊ Steffi Wittenberg, geb. Hammerschlag ging hier zur Schule
⭐ Infoveranstaltung
🗺 VHS, Karolinenstr. 35
Als jüdisches Kind musste Steffi Wittenberg (1926-2015) die Jahnschule verlassen und kam 1935 auf die "Israelitische Töchterschule" in der Karolinenstr. Im Dezember 1939 gelang ihr mit ihrer Mutter die Ausreise nach Uruguay. Ab 1948 lebte sie in den USA. 1951 wurde Steffi Wittenberg mit ihrem Ehemann Kurt wegen ihres politischen Engagements in der dortigen Bürgerrechtsbewegung ausgewiesen und kehrte nach HH zurück. Hier war sie zeitlebens eine engagierte Zeitzeugin. Im alten Schulgebäude berichtet ihr Sohn Andreas Wittenberg über ihr Leben.
🌍 https://www.denkmalamort.de/deutsch/hamburg-1-2-juni-2024/
#hamburg #hh0106 #Infoveranstaltung
Samstag, 1. Juni 2024 1. Petra Michalski erinnert an ihren Stiefgroßvater Dr. Mátyás Plesch ETV Sportzentrum Hoheluft, Lokstedter Steindamm 75, 22529 Hamburg- Eimsbüttel Sa, 11 Uhr, Zeitzeugingespräch mit Petra Michalski Das Sportzentrum Hoheluft liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Butenfeld, wo Petra Michalski geb. Ulrich aufgewachsen ist. Hier erinnert sie an ihren jüdischen Stiefgroßvater Dr. Mátyás Plesch, der 1935 von der Gestapo verhaftet wurde und in das „Haus am Neuen Wall“ kam, wo er gefoltert wurde. Mit dem Befehl, Deutschland sofort zu verlassen, kam er frei und ging nach Belgien. Dort starb er ein Jahr später an den Folgen der Folter. Seit 2015 erinnert vor dem früheren Wohnhaus am Butenfeld 14 ein Stolperstein an Dr. Mátyás Plesch. 2. „Mein Adressbuch: mein Kapital!“ Hier wirkte Liesel Goetze-Taylor Bahnhofsmission Hamburg Hbf, Glockengießerwall 7, 20095 Hamburg-St. Georg Sa, 11 Uhr, Vortrag und GesprächAls Tochter eines vormals jüdischen Arztes musste Liesel Goetze Taylor trotz seiner Konvertierung zum Christentum auf Vieles verzichten: Abitur und Karriere, Gründung eines Haushaltes in der Heimatstadt und mehr. Liesel emigrierte erst nach Brasilien, dann nach London, wo sie für den britischen Geheimdienst gegen die Nazis arbeitete. Überall fand sie schnell Freunde. „Mein Adressbuch, mein Kapital“, sagte sie oft. In den 70er Jahren kehrte sie nach Hamburg zurück und leitete die Bahnhofsmission. Für die Erinnerung kommen Angehörige aus Amerika und Japan. Anmeldung: [email protected] 3. Ruth Fleischmann - aus Hamburg vertriebenSchlüterstraße 81, 20146 Hamburg-Eimsbüttel Sa, 11 Uhr, Lesung, Vortrag und Gespräch Ruth Fleischmann ist vier Jahre alt, als sie die vertraute Wohnung in der Schlüterstraße 81 verlassen muss. Familie Fleischmann flieht zunächst nach Holland und sechs Jahre später nach Buenos Aires. Erneut ein schmerzlicher Abschied, denn Ruths Oma fühlt sich zu alt, um mitzukommen. „Wenn ich heute noch daran denke, ist es furchtbar“, erinnert sich Ruth 2004. Die Journalistin Corinna Below erzählt im Garten des einstigen Hauses von Ruth Goldschmidt de Fleischmann. Deren Flucht- und Exilgeschichte hat sie bereits in ihrem multimedialen Erinnerungsprojekt EIN STÜCK DEUTSCHLAND festgehalten. 4. Hier lebte und engagierte sich Ida Dehmel Dehmelhaus, Richard-Dehmel-Straße 1, 22587 Hamburg-Blankenese Sa, 13 Uhr, Gespräch und Besichtigung Ida Dehmel (1870–1942), Kunstfördererin, Frauenrechtlerin, Saloniere sowie Ehefrau und Muse des Dichters Richard Dehmel, wurde ab 1933 aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ausgegrenzt. Bis zu ihrem Freitod 1942 durfte sie kein Amt mehr ausüben und nicht mehr publizieren. Ihren Freundinnen erging es ähnlich. Die Malerin Alma del Banco beging ein Jahr nach Ida Dehmel Suizid. Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire konnte nach London emigrieren. Die Dehmelhaus-Stiftung lädt ein zum Gespräch über Ida Dehmel und ihre Freundinnen und zur Besichtigung der originalen Wohnräume. 5. Steffi Wittenberg, geb. Hammerschlag ging hier zur Schule VHS-Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstraße 35, 20357 Hamburg- Karolinenviertel Sa, 14 Uhr, Bericht & Führung Als jüdisches Kind musste Steffi Wittenberg (1926-2015) die Jahnschule verlassen und kam 1935 auf die „Israelitische Töchterschule“ in der Karolinenstraße. Im Dezember 1939 gelang ihr mit ihrer Mutter die Ausreise nach Uruguay. Ab 1948 lebte sie in den USA. 1951 wurde Steffi Wittenberg mit ihrem Ehemann Kurt wegen ihres politischen Engagements in der dortigen Bürgerrechtsbewegung ausgewiesen und kehrte nach Hamburg zurück. Hier war sie zeitlebens eine engagierte Zeitzeugin. Im alten Schulgebäude berichtet ihr Sohn Andreas Wittenberg über ihr Leben. Anschließend findet eine Kurzführung durch die dortige Ausstellung statt. 6. Ludwig Wellhausen & Wilhelm Bock – Sozialdemokraten im Widerstand SPD Hamburg, Kurt-Schumacher-Haus, Kurt-Schumacher-Allee 10, 20097 Hamburg-St. Georg Sa 14 Uhr, Vortrag Ludwig Wellhausen war Parteisekretär in Hamburg. Nach der Machtübernahme gehörte er bis zur Verhaftung 1939 zum Führungskreis der illegalen SPD in Magdeburg. Ohne Gerichtsurteil kam er in das KZ Sachsenhausen, wo er 1940 verstarb. Wilhelm Bock war Mitglied des SPD-Landesvorstands in Hamburg. Nach dem Verbot der SPD beteiligte er sich am Widerstand. Im Zusammenhang mit dem Transport von illegalem Material wurde er verhaftet, verurteilt und nach der Haft in das KZ Sachsenhausen verschleppt, wo er 1941 ums Leben kam. An die beiden erinnern Beate Blanke, Enkelin Ludwig Wellhausens, und Holger Martens. 7. Magda Thürey- Eimsbütteler Lehrerin im kommunistischen Widerstand Schulhof des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium, Bundesstraße 78, 20144 Hamburg Eimsbüttel Sa, 16 Uhr, Open Air- Vortrag und Gespräch Magda Thürey wurde in Hamburg-Eimsbüttel geboren und ging hier zur Schule. 1925 trat die Lehrerin der KPD bei. Bis 1933 war sie Bürgerschaftsabgeordnete. Nach Entlassung aus dem Staatsdienst ging sie gemeinsam mit ihrem Mann in den aktiven kommunistischen Widerstand. 1943 wurde sie im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert und starb am 17.7.1945 an den Haftfolgen. Heike Pannwitt von der Stolperstein-Initiative-Hamburg erzählt vom Leben und Wirken der Widerstandskämpferin in Eimsbüttel und einem Erinnerungsprojekt der Schüler*innen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums. Anmeldung: [email protected] Sonntag, 2. Juni 2024 1. Gert Marcus: Entdeckung eines fast vergessenen Künstlers Stavenhagenhaus, Esther-Bejarano-Saal, Frustbergstraße 4, 22453 Hamburg-Groß Borstel So, 11 Uhr, Rundgang und Vortrag Gert Marcus war das zweitälteste Kind der Familie Marcus. Im Oktober 1933, wenige Monate vor seinem Abitur an der Lichtwarkschule (heute Heinrich-Hertz-Schule), flüchtete er mit seinem jüngeren Bruder Holger mit dem Fahrrad nach Frederikshavn in Dänemark. Von dort aus weiter nach Stockholm, wo Verwandte seiner Mutter lebten. Gert Marcus wurde ein international anerkannter Künstler. In Deutschland aber blieb er unbekannt. Für die Veranstaltung reisen seine Witwe, die Künstlerin Françoise Ribeyrolles-Marcus und seine Nichte aus Schweden an. Eine Kooperation mit der Initiative Marcus und Dahl e.V. 2. Elisabeth Ostermeyer & Paul Bebert – im Widerstand gegen das NS-Regime KLUB des Gewerkschaftshauses, Besenbinderhof 62, 20097 Hamburg- St. Georg So, 11 Uhr, Vortrag und Gespräch Elisabeth Ostermeyer war bei den Falken und der SAJ. Während der NS-Zeit ging sie in den Widerstand und kam in Haft. Paul Bebert war in der SPD und später im Deutschen Bauarbeiterverband. Wegen seiner Beteiligung am Widerstand musste er im Moor schwerste Zwangsarbeit leisten. Die Geschichten der beiden sind exemplarisch für die vieler Sozialdemokrat*innen und Gewerkschafter*innen während der NS-Zeit. Der Historiker Dr. Holger Martens erinnert an Elisabeth Ostermeyer. Wolfgang Rose, ehem. ver.di-Landesleiter an Paul Bebert. Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion, spricht ein Grußwort. Anmeldung: [email protected] 3. „WAS MACHT DIE WELT IN DER WIR ZUHAUSE SIND?“ – Lesung aus dem Briefwechsel der Familie Lüders OMEN Café, Hulbe-Haus, Mönckebergstraße 21, 20095 Hamburg-St. Georg So, 11.30, Uhr Lesung & Kommentar Der Widerstandskämpfer Walther Lüders wurde 1942 an seinem Arbeitsplatz im Hulbe-Haus verhaftet und im KZ Neuengamme inhaftiert. Seine Frau Lina wurde in Hamburg ausgebombt und ihr Sohn Axel kämpfte an der Front. Ihr Briefwechsel ist der Versuch, über das Schreiben eine innere Stabilität aufrechtzuerhalten. Das aus den Briefen entstandene Buch zeigt drei eindrucksvolle Perspektiven dieser Zeit. Der Autor Andreas Münzner, die Schauspielenden Iris Bettina Kaiser und Tom Keidel lesen Auszüge. Der Historiker Herbert Diercks kommentiert die Lesung. Der Enkel und Sohn Marc Lüders gibt eine kurze Einführung. 4. “Fußball. Flucht. Exil - Max Kulik. Sportler und Arzt aus St. Pauli” FC St. Pauli Museum, Heiligengeistfeld 1, 20359 Hamburg-St. Pauli So, 12 Uhr, Führung 1913 trat der 15-jährige Max Kulik in die Fußballabteilung des Hamburger St. Pauli-Turnvereins ein. 1915 war er maßgeblich am Aufstieg von der 3. in die 2. Hamburger Liga beteiligt. Anlässlich seines 125. Geburtstages hat das FC St. Pauli-Museum die Biografie des jüdischen Fußballers rekonstruiert. Das Kurator*innen-Team erzählt mehr über Kuliks Hintergründe und führt durch die Sonderausstellung “Fußball. Flucht. Exil“." In der geht es um die Anfänge des Fußballs am Millerntor, die verbindende Wirkung von Sport und den tiefen Bruch, den die Verfolgung durch das NS-Regime für jüdische Sportler*innen bedeutete. Anmeldung: [email protected] 5. „Mein Adressbuch: mein Kapital!“ Hier wirkte Liesel Goetze-Taylor Bahnhofsmission Hamburg Hbf, Glockengießerwall 7, 20095 Hamburg-St. Georg So, 13 Uhr, Vortrag und GesprächAls Tochter eines vormals jüdischen Arztes musste Liesel Goetze Taylor trotz seiner Konvertierung zum Christentum auf Vieles verzichten: Abitur und Karriere, Gründung eines Haushaltes in der Heimatstadt und mehr. Liesel emigrierte erst nach Brasilien, dann nach London, wo sie für den britischen Geheimdienst gegen die Nazis arbeitete. Überall fand sie schnell Freunde. „Mein Adressbuch, mein Kapital“, sagte sie oft. In den 70er Jahren kehrte sie nach Hamburg zurück und leitete die Bahnhofsmission. Für die Erinnerung kommen Angehörige aus Amerika und Japan. Anmeldung: [email protected] 6. “Nichts. Nur Fort!“ Flucht und Neuanfang in Südamerika Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg-Eimsbüttel So, 14-15:30 Uhr, Führung Die Ausstellung „Nichts. Nur Fort!“ Flucht und Neuanfang in Buenos Aires, Montevideo und São Paulo zeigt am Beispiel der drei südamerikanischen Metropolen und verschiedener Biografien den schwierigen Weg deutschsprachiger Jüdinnen und Juden ins Exil und die langandauernden Nachwirkungen der nationalsozialistischen Vertreibungspolitik auf. Die beiden Kurator*innen Dr. Anna Menny und Dr. Björn Siegel stellen in einer Führung ausgewählte Ausstellungstafeln vor und geben Einblick in den Entstehungsprozess einer solchen Ausstellung. 7. Das Mädchenheim Schwanenwik 38 Literaturhauscafé Restaurant, im Schwanenwik 38, 22087 Hamburg-Uhlenhorst So, 14 Uhr, Vortrag Der Ort, an dem sich heute alles um Literatur und die Liebe zu Büchern dreht, war zur Zeit des Nationalsozialismus „Durchgangsheim für gefährdete weibliche Jugendliche und Schutzhaftstelle für Aufgegriffene“. Bis zu 100 Mädchen und junge Frauen mussten hier unter haftähnlichen Bedingungen leben, eingewiesen von der Kriminalpolizei, die ihnen „hemmungsloses Herumtreiben“ unterstellte. Die Historikerin Frauke Steinhäuser stellt die Geschichte des Hauses vor. Im Mittelpunkt stehen dabei biographische Skizzen von vier in das „Durchgangsheim“ zwangseingewiesenen Mädchen und jungen Frauen. 8. „Niemand rettete Muni“ - Erinnerung an Elsa Schickler und Robert Muller Eingang des Haus Haynstraße 1, 20249 Hamburg-Eppendorf So, 15 Uhr, Vortrag & Audio-Zeitzeugeninterview Elsa Schickler betrieb in der Haynstr. 1 eine Pension. 1939 wurde sie gezwungen, umzuziehen, in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Haynstraße 5. Ihr Enkel Robert war oft bei ihr zu Besuch, ehe er als 13-Jähriger mit dem ersten „Kindertransport“ nach London geschickt wurde. Robert Muller wurde ein erfolgreicher Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Großmutter, die 1941 in Riga ermordet wurde, hat er im Roman “Die Welt in jenem Sommer” verewigt. Eine Veranstaltung in ihrem ehemaligen Wohnhaus in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Eppendorf und der Mietergruppe Hayn-/Hegestraße. Anmeldung: [email protected] oder Telefon 040/780 50 40 30
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⏰ Am Samstag, 01. Juni 2024 um 13:00
✊ Gesicht zeigen für Demokratie und Menschenrechte
⭐ Kundgebung
🗺 Billstedt, Marktplatz
Die Initiative "Billstedt und Mümmelmannsberg sind bunt" setzt sich seit Jahren dafür ein, dass interkulturelle Begegnungen vor Ort geschaffen werden und das Zusammenleben bunt, vielfältig und in gegenseitiger Akzeptanz sowie Achtung funktioniert. Leider werden immer mehr Stimmen lauter, die zu Ausgrenzung, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit sowie Rassismus beitragen und unsere Demokratie gefährden. Kundgebung mit Musik und vielen Redebeiträgen.
🌍 https://hamburg.vvn-bda.de/event/kundgebung-fuer-demokratie-und-menschenrechte/
#hamburg #hh0106 #Kundgebung
Kundgebung für Demokratie und MenschenrechteDie Initiative „Billstedt und Mümmelmannsberg sind bunt“ setzt sich seit Jahren dafür ein, dass interkulturelle Begegnungen vor Ort geschaffen werden und das Zusammenleben bunt, vielfältig und in gegenseitiger Akzeptanz sowie Achtung funktioniert. Leider werden immer mehr Stimmen lauter, die zu Ausgrenzung, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit sowie Rassismus beitragen und unsere Demokratie gefährden. Aus diesem Grund ruft die ...
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⏰ Am Samstag, 01. Juni 2024 um 13:00
✊ Hier lebte und engagierte sich Ida Dehmel
⭐ Infoveranstaltung
🗺 Dehmelhaus, Blankenese
Ida Dehmel (1870–1942), Kunstfördererin, Frauenrechtlerin, Saloniere sowie Ehefrau und Muse des Dichters Richard Dehmel, wurde ab 1933 aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ausgegrenzt. Bis zu ihrem Freitod 1942 durfte sie kein Amt mehr ausüben und nicht mehr publizieren. Ihren Freundinnen erging es ähnlich. Die Malerin Alma del Banco beging ein Jahr nach Ida Dehmel Suizid. Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire konnte nach London emigrieren. Die Dehmelhaus-Stiftung lädt ein zum Gespräch über Ida Dehmel und ihre Freundinnen und zur Besichtigung der originalen Wohnräume.
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Samstag, 1. Juni 2024 1. Petra Michalski erinnert an ihren Stiefgroßvater Dr. Mátyás Plesch ETV Sportzentrum Hoheluft, Lokstedter Steindamm 75, 22529 Hamburg- Eimsbüttel Sa, 11 Uhr, Zeitzeugingespräch mit Petra Michalski Das Sportzentrum Hoheluft liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Butenfeld, wo Petra Michalski geb. Ulrich aufgewachsen ist. Hier erinnert sie an ihren jüdischen Stiefgroßvater Dr. Mátyás Plesch, der 1935 von der Gestapo verhaftet wurde und in das „Haus am Neuen Wall“ kam, wo er gefoltert wurde. Mit dem Befehl, Deutschland sofort zu verlassen, kam er frei und ging nach Belgien. Dort starb er ein Jahr später an den Folgen der Folter. Seit 2015 erinnert vor dem früheren Wohnhaus am Butenfeld 14 ein Stolperstein an Dr. Mátyás Plesch. 2. „Mein Adressbuch: mein Kapital!“ Hier wirkte Liesel Goetze-Taylor Bahnhofsmission Hamburg Hbf, Glockengießerwall 7, 20095 Hamburg-St. Georg Sa, 11 Uhr, Vortrag und GesprächAls Tochter eines vormals jüdischen Arztes musste Liesel Goetze Taylor trotz seiner Konvertierung zum Christentum auf Vieles verzichten: Abitur und Karriere, Gründung eines Haushaltes in der Heimatstadt und mehr. Liesel emigrierte erst nach Brasilien, dann nach London, wo sie für den britischen Geheimdienst gegen die Nazis arbeitete. Überall fand sie schnell Freunde. „Mein Adressbuch, mein Kapital“, sagte sie oft. In den 70er Jahren kehrte sie nach Hamburg zurück und leitete die Bahnhofsmission. Für die Erinnerung kommen Angehörige aus Amerika und Japan. Anmeldung: [email protected] 3. Ruth Fleischmann - aus Hamburg vertriebenSchlüterstraße 81, 20146 Hamburg-Eimsbüttel Sa, 11 Uhr, Lesung, Vortrag und Gespräch Ruth Fleischmann ist vier Jahre alt, als sie die vertraute Wohnung in der Schlüterstraße 81 verlassen muss. Familie Fleischmann flieht zunächst nach Holland und sechs Jahre später nach Buenos Aires. Erneut ein schmerzlicher Abschied, denn Ruths Oma fühlt sich zu alt, um mitzukommen. „Wenn ich heute noch daran denke, ist es furchtbar“, erinnert sich Ruth 2004. Die Journalistin Corinna Below erzählt im Garten des einstigen Hauses von Ruth Goldschmidt de Fleischmann. Deren Flucht- und Exilgeschichte hat sie bereits in ihrem multimedialen Erinnerungsprojekt EIN STÜCK DEUTSCHLAND festgehalten. 4. Hier lebte und engagierte sich Ida Dehmel Dehmelhaus, Richard-Dehmel-Straße 1, 22587 Hamburg-Blankenese Sa, 13 Uhr, Gespräch und Besichtigung Ida Dehmel (1870–1942), Kunstfördererin, Frauenrechtlerin, Saloniere sowie Ehefrau und Muse des Dichters Richard Dehmel, wurde ab 1933 aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ausgegrenzt. Bis zu ihrem Freitod 1942 durfte sie kein Amt mehr ausüben und nicht mehr publizieren. Ihren Freundinnen erging es ähnlich. Die Malerin Alma del Banco beging ein Jahr nach Ida Dehmel Suizid. Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire konnte nach London emigrieren. Die Dehmelhaus-Stiftung lädt ein zum Gespräch über Ida Dehmel und ihre Freundinnen und zur Besichtigung der originalen Wohnräume. 5. Steffi Wittenberg, geb. Hammerschlag ging hier zur Schule VHS-Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstraße 35, 20357 Hamburg- Karolinenviertel Sa, 14 Uhr, Bericht & Führung Als jüdisches Kind musste Steffi Wittenberg (1926-2015) die Jahnschule verlassen und kam 1935 auf die „Israelitische Töchterschule“ in der Karolinenstraße. Im Dezember 1939 gelang ihr mit ihrer Mutter die Ausreise nach Uruguay. Ab 1948 lebte sie in den USA. 1951 wurde Steffi Wittenberg mit ihrem Ehemann Kurt wegen ihres politischen Engagements in der dortigen Bürgerrechtsbewegung ausgewiesen und kehrte nach Hamburg zurück. Hier war sie zeitlebens eine engagierte Zeitzeugin. Im alten Schulgebäude berichtet ihr Sohn Andreas Wittenberg über ihr Leben. Anschließend findet eine Kurzführung durch die dortige Ausstellung statt. 6. Ludwig Wellhausen & Wilhelm Bock – Sozialdemokraten im Widerstand SPD Hamburg, Kurt-Schumacher-Haus, Kurt-Schumacher-Allee 10, 20097 Hamburg-St. Georg Sa 14 Uhr, Vortrag Ludwig Wellhausen war Parteisekretär in Hamburg. Nach der Machtübernahme gehörte er bis zur Verhaftung 1939 zum Führungskreis der illegalen SPD in Magdeburg. Ohne Gerichtsurteil kam er in das KZ Sachsenhausen, wo er 1940 verstarb. Wilhelm Bock war Mitglied des SPD-Landesvorstands in Hamburg. Nach dem Verbot der SPD beteiligte er sich am Widerstand. Im Zusammenhang mit dem Transport von illegalem Material wurde er verhaftet, verurteilt und nach der Haft in das KZ Sachsenhausen verschleppt, wo er 1941 ums Leben kam. An die beiden erinnern Beate Blanke, Enkelin Ludwig Wellhausens, und Holger Martens. 7. Magda Thürey- Eimsbütteler Lehrerin im kommunistischen Widerstand Schulhof des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium, Bundesstraße 78, 20144 Hamburg Eimsbüttel Sa, 16 Uhr, Open Air- Vortrag und Gespräch Magda Thürey wurde in Hamburg-Eimsbüttel geboren und ging hier zur Schule. 1925 trat die Lehrerin der KPD bei. Bis 1933 war sie Bürgerschaftsabgeordnete. Nach Entlassung aus dem Staatsdienst ging sie gemeinsam mit ihrem Mann in den aktiven kommunistischen Widerstand. 1943 wurde sie im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert und starb am 17.7.1945 an den Haftfolgen. Heike Pannwitt von der Stolperstein-Initiative-Hamburg erzählt vom Leben und Wirken der Widerstandskämpferin in Eimsbüttel und einem Erinnerungsprojekt der Schüler*innen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums. Anmeldung: [email protected] Sonntag, 2. Juni 2024 1. Gert Marcus: Entdeckung eines fast vergessenen Künstlers Stavenhagenhaus, Esther-Bejarano-Saal, Frustbergstraße 4, 22453 Hamburg-Groß Borstel So, 11 Uhr, Rundgang und Vortrag Gert Marcus war das zweitälteste Kind der Familie Marcus. Im Oktober 1933, wenige Monate vor seinem Abitur an der Lichtwarkschule (heute Heinrich-Hertz-Schule), flüchtete er mit seinem jüngeren Bruder Holger mit dem Fahrrad nach Frederikshavn in Dänemark. Von dort aus weiter nach Stockholm, wo Verwandte seiner Mutter lebten. Gert Marcus wurde ein international anerkannter Künstler. In Deutschland aber blieb er unbekannt. Für die Veranstaltung reisen seine Witwe, die Künstlerin Françoise Ribeyrolles-Marcus und seine Nichte aus Schweden an. Eine Kooperation mit der Initiative Marcus und Dahl e.V. 2. Elisabeth Ostermeyer & Paul Bebert – im Widerstand gegen das NS-Regime KLUB des Gewerkschaftshauses, Besenbinderhof 62, 20097 Hamburg- St. Georg So, 11 Uhr, Vortrag und Gespräch Elisabeth Ostermeyer war bei den Falken und der SAJ. Während der NS-Zeit ging sie in den Widerstand und kam in Haft. Paul Bebert war in der SPD und später im Deutschen Bauarbeiterverband. Wegen seiner Beteiligung am Widerstand musste er im Moor schwerste Zwangsarbeit leisten. Die Geschichten der beiden sind exemplarisch für die vieler Sozialdemokrat*innen und Gewerkschafter*innen während der NS-Zeit. Der Historiker Dr. Holger Martens erinnert an Elisabeth Ostermeyer. Wolfgang Rose, ehem. ver.di-Landesleiter an Paul Bebert. Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion, spricht ein Grußwort. Anmeldung: [email protected] 3. „WAS MACHT DIE WELT IN DER WIR ZUHAUSE SIND?“ – Lesung aus dem Briefwechsel der Familie Lüders OMEN Café, Hulbe-Haus, Mönckebergstraße 21, 20095 Hamburg-St. Georg So, 11.30, Uhr Lesung & Kommentar Der Widerstandskämpfer Walther Lüders wurde 1942 an seinem Arbeitsplatz im Hulbe-Haus verhaftet und im KZ Neuengamme inhaftiert. Seine Frau Lina wurde in Hamburg ausgebombt und ihr Sohn Axel kämpfte an der Front. Ihr Briefwechsel ist der Versuch, über das Schreiben eine innere Stabilität aufrechtzuerhalten. Das aus den Briefen entstandene Buch zeigt drei eindrucksvolle Perspektiven dieser Zeit. Der Autor Andreas Münzner, die Schauspielenden Iris Bettina Kaiser und Tom Keidel lesen Auszüge. Der Historiker Herbert Diercks kommentiert die Lesung. Der Enkel und Sohn Marc Lüders gibt eine kurze Einführung. 4. “Fußball. Flucht. Exil - Max Kulik. Sportler und Arzt aus St. Pauli” FC St. Pauli Museum, Heiligengeistfeld 1, 20359 Hamburg-St. Pauli So, 12 Uhr, Führung 1913 trat der 15-jährige Max Kulik in die Fußballabteilung des Hamburger St. Pauli-Turnvereins ein. 1915 war er maßgeblich am Aufstieg von der 3. in die 2. Hamburger Liga beteiligt. Anlässlich seines 125. Geburtstages hat das FC St. Pauli-Museum die Biografie des jüdischen Fußballers rekonstruiert. Das Kurator*innen-Team erzählt mehr über Kuliks Hintergründe und führt durch die Sonderausstellung “Fußball. Flucht. Exil“." In der geht es um die Anfänge des Fußballs am Millerntor, die verbindende Wirkung von Sport und den tiefen Bruch, den die Verfolgung durch das NS-Regime für jüdische Sportler*innen bedeutete. Anmeldung: [email protected] 5. „Mein Adressbuch: mein Kapital!“ Hier wirkte Liesel Goetze-Taylor Bahnhofsmission Hamburg Hbf, Glockengießerwall 7, 20095 Hamburg-St. Georg So, 13 Uhr, Vortrag und GesprächAls Tochter eines vormals jüdischen Arztes musste Liesel Goetze Taylor trotz seiner Konvertierung zum Christentum auf Vieles verzichten: Abitur und Karriere, Gründung eines Haushaltes in der Heimatstadt und mehr. Liesel emigrierte erst nach Brasilien, dann nach London, wo sie für den britischen Geheimdienst gegen die Nazis arbeitete. Überall fand sie schnell Freunde. „Mein Adressbuch, mein Kapital“, sagte sie oft. In den 70er Jahren kehrte sie nach Hamburg zurück und leitete die Bahnhofsmission. Für die Erinnerung kommen Angehörige aus Amerika und Japan. Anmeldung: [email protected] 6. “Nichts. Nur Fort!“ Flucht und Neuanfang in Südamerika Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg-Eimsbüttel So, 14-15:30 Uhr, Führung Die Ausstellung „Nichts. Nur Fort!“ Flucht und Neuanfang in Buenos Aires, Montevideo und São Paulo zeigt am Beispiel der drei südamerikanischen Metropolen und verschiedener Biografien den schwierigen Weg deutschsprachiger Jüdinnen und Juden ins Exil und die langandauernden Nachwirkungen der nationalsozialistischen Vertreibungspolitik auf. Die beiden Kurator*innen Dr. Anna Menny und Dr. Björn Siegel stellen in einer Führung ausgewählte Ausstellungstafeln vor und geben Einblick in den Entstehungsprozess einer solchen Ausstellung. 7. Das Mädchenheim Schwanenwik 38 Literaturhauscafé Restaurant, im Schwanenwik 38, 22087 Hamburg-Uhlenhorst So, 14 Uhr, Vortrag Der Ort, an dem sich heute alles um Literatur und die Liebe zu Büchern dreht, war zur Zeit des Nationalsozialismus „Durchgangsheim für gefährdete weibliche Jugendliche und Schutzhaftstelle für Aufgegriffene“. Bis zu 100 Mädchen und junge Frauen mussten hier unter haftähnlichen Bedingungen leben, eingewiesen von der Kriminalpolizei, die ihnen „hemmungsloses Herumtreiben“ unterstellte. Die Historikerin Frauke Steinhäuser stellt die Geschichte des Hauses vor. Im Mittelpunkt stehen dabei biographische Skizzen von vier in das „Durchgangsheim“ zwangseingewiesenen Mädchen und jungen Frauen. 8. „Niemand rettete Muni“ - Erinnerung an Elsa Schickler und Robert Muller Eingang des Haus Haynstraße 1, 20249 Hamburg-Eppendorf So, 15 Uhr, Vortrag & Audio-Zeitzeugeninterview Elsa Schickler betrieb in der Haynstr. 1 eine Pension. 1939 wurde sie gezwungen, umzuziehen, in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Haynstraße 5. Ihr Enkel Robert war oft bei ihr zu Besuch, ehe er als 13-Jähriger mit dem ersten „Kindertransport“ nach London geschickt wurde. Robert Muller wurde ein erfolgreicher Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Großmutter, die 1941 in Riga ermordet wurde, hat er im Roman “Die Welt in jenem Sommer” verewigt. Eine Veranstaltung in ihrem ehemaligen Wohnhaus in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Eppendorf und der Mietergruppe Hayn-/Hegestraße. Anmeldung: [email protected] oder Telefon 040/780 50 40 30