Daten im Raum - Visualisierungen und Physikalisierungen im Medium Ausstellung

In einer Gesellschaft, die in allen Feldern immer grĂ¶ĂŸere Datenmengen produziert, gewinnen Visualisierungen an Bedeutung – auch in Ausstellungen und Museen. Bildstatistiken, Zeitstrahlen, Karten oder Graphen ermöglichen die Darstellung komplexer Sachverhalte, die ĂŒber Objekte allein nicht erzĂ€hlt werden können. Das Spektrum der Formate in Museen reicht dabei von Informationsgrafiken, ĂŒber interaktive Visualisierungen auf mobilen oder lokalen Screens, bis hin zu den raumgreifenden Anordnungen der "Datenphysikalisierung", die sich nicht selten in Ausstellungen wiederfinden welche sich vom Originalobjekt ganz verabschiedet haben und Inhalte nur mehr ĂŒber Informationsdesign erzĂ€hlen. Gemeinsam mit Kuratorinnen, Informationsdesignerinnen und Kognitionswissenschafterinnen sondiert das Panel den gegenwĂ€rtigen Einsatz von Datenphysikalisierungen in unterschiedlichen Museumssparten und fragt, welche Möglichkeiten Ausstellungen haben, mit "Daten im Raum" zu arbeiten. Was sind aktuelle Trends im Feld der Ausstellungsszenographie? Wie ist das VerhĂ€ltnis zwischen zwei- und dreidimensionalen Visualisierungen? Welche ReprĂ€sentationen eignen sich fĂŒr welche Besucher*innen und wie konsolidieren wir den methodologischen und gestalterischen Diskurs? Ein Beitrag zur 8. Tagung des Verbands "Digital Humanities im deutschsprachigen Raum" - DHd 2022 Kulturen des digitalen GedĂ€chtnisses.

Zenodo