Wir sind wie Marionetten,
das Wasser umschließt uns fest
In Heilewelt gefangen
vom Schicksal und vom Rest
Wir sehn die Flut mit Sorgen
und sagen: "Uns geht's gut!
Gefahren gibt es immer
wie gestern so auch morgen."
Doch unsre Herzen schlagen wild:
Wir haben es vergeigt!
Und trinken Sekt und Selters,
während das Wasser steigt.
Wir wellnessen in Enge
beklagen böse Zeit...
Das Wasser steigt uns bis zum Hals
doch wir ertrinken nicht
Denn wir sind wie die Puppen:
die stört ihr Schicksal nicht.
So halten wir zusammen,
vereint in dieser Flut
Und sollten Wellen toben:
Der Kopf ist ja noch oben.
Die Puppen harren weiter aus,
im Luxus der Geschicht',
in unsrer Marionettenwelt,
im Wasser bis zum Hals,
so dicht.

