Neulich war ich ja in der Ausstellung zu Jugendgefängnissen in der Normannenstraße, der früheren #Stasi-Zentrale. Danach habe ich noch mal einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Ich hatte das, glaub ich, 1994 oder 1995 schon einmal getan, aber da wurde nichts gefunden. Wenn es Akten gab, dann müssten die eigentlich aus der Armeezeit sein. Ich war ein bisschen traurig, dass meine Stunts niemanden interessiert hatten. =:-) Ich hatte mal einen General und Politbüromitglied, der in die Offiziershochschule zu den Offiziershochschülern kam (Wir durften dabei sein.) vor der ganzen Mannschaft gefragt, ob er es denn angemessen fände, im Zeitalter der friedlichen Koexistenz Militärparaden abzuhalten. Damals war aber nichts dazu in den Akten zu finden. Ich dachte, dass Eppelmann die Akten der Armee vernichten lassen hat, er hatte auch irgendwas vernichten lassen, aber das hatte mit Ausland zu tun.
Vor einigen Jahren habe ich noch mal online einen Antrag gestellt und nicht mal eine Eingangsbestätigung bekommen. Vielleicht, weil ich angekreuzt hatte, dass ich schon einen Antrag gestellt hatte, aber keine Antragsnummer beigefügt habe.
Heute kam der Brief zum laufenden Antrag: Ich bin erfasst. Jetzt geht der Kopf los. Wer könnte es gewesen sein, was könnte es gewesen sein? Im Brief steht nichts weiter. Sie gucken jetzt mal genauer nach. „Von Anfragen bitten wir abzusehen.“
Oder doch der Staatsbürgerkundelehrer, der meine Diskussion zu #StanislawLem nicht verstanden hatte? Ein Brief von ihm hängt in der Normannenstraße. Oder jemand aus der Klasse? Sportverein? Der ganze Verein war Untergrund, der Trainer hatte mehrere IMs, die ihm „gefolgt“ sind. Oder doch Armee?
Mit den mir wichtigsten Menschen bin ich erst nach der Wende zusammengekommen.
Puh.