Tagesspiegel: Der Berliner Südwesten hat Nachholbedarf – Runder Tisch will für mehr queere Angebote sorgen

Ob Cafés, Treffpunkte, Clubs oder Beratungsangebote – für Menschen unter dem Regenbogen hat Steglitz-Zehlendorf wenig zu bieten. Der neue queere Runde Tisch will Gedanken anregen und Akteure vernetzen.

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Der Berliner Südwesten hat Nachholbedarf: Runder Tisch will für mehr queere Angebote sorgen

Ob Cafés, Treffpunkte, Clubs oder Beratungsangebote – für Menschen unter dem Regenbogen hat Steglitz-Zehlendorf wenig zu bieten. Der neue queere Runde Tisch will Gedanken anregen und Akteure vernetzen.

Der Tagesspiegel

Kölner Norden: ÖPNV in Chorweiler – Ein Runder Tisch soll’s richten

Kölner NordenÖPNV in Chorweiler – Ein Runder Tisch soll’s richten

Von

Christopher Dröge

08.12.2024, 14:00 Uhr

Lesezeit 4 Minuten

Am runden Tisch zum ÖPNV Chorweiler nahmen Vertreter aller antragstellenden Parteien – CDU, SPD, Grüne und Linke – teil.

Copyright: Christopher Dröge

Im Kölner Norden hakt es im ÖPNV an vielen Stellen. Bezirksvertreter beantragten daher einen Runden Tisch. Im Interview sprechen sie über die Gründe.

Den Antrag auf einen Runden Tisch haben ihre Fraktionen gemeinsam gestellt – warum?

Daniel Kastenholz (CDU): Wir haben eben das gleiche Interesse bei diesem Thema, das brennt allen unter den Nägeln.

Inan Gökpinar (SPD): Die Idee kam tatsächlich aus der Seniorenvertretung. Wenn wir auf die vergangenen Jahre zurückblicken, haben wir schon oft gemeinsam Anträge gestellt, wenn es um den gesamten Bezirk ging.

Alles zum Thema Kölner Verkehrs-Betriebe

Wolfgang Kleinjans (Grüne): Beim Thema ÖPNV versuchen wir am gleichen Strang zu ziehen, weil die Probleme ja nicht kleiner werden. Nicht nur die S-Bahn, auch immer mehr Busse fallen aus, das war früher nicht so.

Runder Tisch zur Verbesserung des ÖPNV in Chorweiler

Wer soll beteiligt sein und welcher Zielsetzung soll der Runde Tisch dienen?

Kastenholz: Wir wollen nicht nur die Verwaltung und die KVB an den Tisch bringen, sondern auch die DB Regio und die go.Rheinland. Die S-Bahnlinien sind für den Bezirk sehr wichtig und eben da haben wir diese extremen Ausfallquoten. Es geht nicht darum, Schuldige zu finden, sondern wir wollen vorwärtskommen. Natürlich wissen wir: Mehr zu fordern ist schwierig, gerade zurzeit, aber wenn wir die vorhandenen Strukturen besser organisieren könnten, wäre das ein großer Schritt. Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit, das wäre das Ziel.

Gökpinar: Der Mobilitätsdezernent Ascan Egerer spielt ebenfalls eine zentrale Rolle, da er auch im Aufsichtsrat der KVB sitzt. Wir müssen unsere jeweiligen Fraktionen im Rat unter Druck setzen.

Unter Verspätungen und Ausfällen im ÖPNV leidet ja das ganze Stadtgebiet. Worin bestehen die spezifischen Probleme in Chorweiler?

Kleinjans: Unsere Situation ist nicht vergleichbar mit der in der Innenstadt. Dort geht man zu Fuß, wenn eine Linie ausfällt, oder fährt mit dem Fahrrad – das ist hier aber nicht möglich, die Wege sind wesentlich weiter. Von Chorweiler bis Worringen, das zieht sich. Es fehlen auch die Querverbindungen zwischen den Stadtteilen, die Buslinien laufen alle am zentralen Bahnhof Chorweiler zusammen.

Lilo Heinrich (parteilos): Die Rheindörfer etwa sind noch weiter abgeschnitten, wenn man kein Fahrzeug hat, kommt man dort gar nicht weg. Das kann es nicht sein, es ist ein Stück Lebensqualität, das da verloren geht.

ÖPNV-Probleme: Auswirkungen auf den Kölner Norden

Wie wirkt sich das konkret auf die Menschen im Norden aus?

Gökpinar: Ich weiß von drei Escher Familien, die ihre Kinder während des Köln-Marathons anfeuern wollten. Von Esch bis in die Innenstadt haben sie geschlagene zwei Stunden und zehn Minuten gebraucht. In der Zeit bin ich mit dem Auto locker in Mainz.

Kleinjans: Kindern sagt man, wenn der Bus nicht fährt, fährst du eben mit dem Fahrrad zur Schule. Wenn ich aber in Esch wohne und zum Gymnasium in Pesch will, fahre ich über unbeleuchtete Strecken. Das gibt es in der Innenstadt nicht.

Klaus Hebert-Okon (Linke): Viele Berufstätige richten sich schon auf die Unzuverlässigkeit ein und fahren ein, zwei Bahnen früher los, denn sie könnten ja zu spät kommen. Auf der Arbeitgeberseite gibt es kein Verständnis dafür, die reagieren dann mit Abmahnungen. Das ist natürlich gerade für Familien eine schwere Situation, die Kinder in die Kita bringen müssen. Wenn Bus und Bahn so unzuverlässig sind, haut das nicht hin.

Kleinjans: Wir haben im Bezirk kein Krankenhaus, ebenfalls kein Geheimnis ist der Mangel an Fachärzten in unserem Bezirk. Medizinische Einrichtungen sind für die meisten nur mit Bus und Bahn zu erreichen.

Kastenholz: Im Endeffekt sitzt der ÖPNV an der Wurzel aller Probleme. Wir haben gerade über das Straßenbaumkonzept gesprochen, durch das viel Parkraum wegfallen würde – warum ist das ein Problem? Weil die Leute ihre Pkw nicht abschaffen können. Mittelfristig brauchen wir aufgrund von Kreuzfeld und den übrigen Neubaugebieten dringend einen dichter ausgebauten ÖPNV, sonst wird es nichts mit der Klimaneutralität.

Auf welches Echo stoßen Sie mit ihren Bemühungen um den ÖPNV?

Kastenholz: 2021 haben wir aus eigener Initiative einen Entwurf geliefert, wie man die Buslinien im Bezirk neu organisieren könnte. Da wurde uns schlicht gesagt, die Nutzerzahlen seien zu niedrig – aber wenn die Leute sich nicht auf den Bus verlassen können, nutzen sie ihn eben auch nicht.

Gökpinar: Unsere Beschlüsse werden ignoriert, sowohl vom Aufsichtsrat der KVB, als auch vom Stadtrat. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Verwaltungsvertreter unseren Stadtbezirk und seine Stadtteile nicht kennen und sich nie damit auseinandergesetzt haben.

Kleinjans: Beim Bürgerhaushalt haben wir Geld in die Hand genommen und gesagt: Bitte analysiert mal, wie man die Linie 12 verlängern kann. Davon haben wir nie wieder etwas gehört. Aber wir müssen dranbleiben, wir müssen die Entscheider zu uns in den Bezirk holen, damit sie selbst einmal die Erfahrung machen, drei Stunden Verspätung zu haben.

Gökpinar: Darum suchen wir den Schulterschluss, auch mit anderen Institutionen, wie der Seniorenvertretung. Ich würde es auch begrüßen, wenn die Bürger ein Zeichen setzen würden, wie im vergangenen Jahr, als es um den Zustand der Schulen ging.

Heinrich: Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir das gemeinsam tun, als Einzelkämpfer richtet man nichts aus.

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Christopher Dröge

schreibt für das Stadtteil-Ressort des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1979, studierte an der Universität zu Köln Sachen, die mit G anfangen (Germanistik, Geschichte und Geografie). Seit 2010 als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, schreibt für verschiedene Kölner Lokalmedien. Seit 2020 auch für die KStA-Stadtteile, hier vor allem über den Kölner Norden.

Kölner Stadt-Anzeiger

Report-K

Das Bild zeigt Bettina Baum (l.), Leiterin des Amts für Integration und Vielfalt der Stadt Köln, Peter Krücker (m.) vom Katholikenausschuss Köln, Pfarrerin Miriam Haseleu (r.) vom Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, am 17. Mai 2024 bei der Vorstellung des Positionspapiers des “Runden Tisches für Flüchtlingsfragen” in Köln. | Foto: as

Köln | Der „Runde Tisch für Flüchtlingsfragen“ in Köln will der populistisch geführten Debatte über Flüchtlings- und Integrationsfragen etwas entgegensetzen und hat am Freitag, den 17. Mai 2024, ein Positionspapier vorgestellt. Das sind die Forderungen.

„Es ist uns wichtig, für Köln einen Gegenentwurf zur restriktiven und diskriminierenden Flüchtlingspolitik auf Bundesebene zu präsentieren“, so Peter Krücker vom Katholikenausschuss Köln. Es sei eine Illusion, dass man mit der aktuellen Bundespolitik die gesellschaftliche Situation in Deutschland verbessere.

Vor dem Hintergrund des sich verändernden politischen Klimas, gemeint ist der Rechtsruck und das sich Anschließen einiger Parteien an populistische Diskussionen, stellt der Runde Tisch für Flüchtlingsfragen in einem Positionspapier Forderungen an eine sachliche gesellschaftliche und politische Debatte.

Die acht Forderungen

  • „Die Fluchtursachen wieder stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit sichtbar machen“ – Bettina Baum, Leiterin des Amts für Integration und Vielfalt der Stadt Köln, betont, dass es wichtig sei, die Bürgerinnen und Bürger an die schwerwiegenden Gründe von Flucht zu erinnern: Menschen würden nicht einfach eine „freie und einfache Entscheidung“ treffen, wenn sie ihre Heimat verlassen und nach Deutschland kommen.
  • Eine gerechte Verteilung der Geflüchteten einfordern“ – der Runde Tisch fordert, dass die Europäische Union Lösungen für eine gerechte Verteilung nach wirtschaftlichen und sozialen Kriterien auch unter Berücksichtigung der Interessen der Menschen, die Schutz suchen, aushandelt. Pfarrerin Miriam Haseleu vom Evangelischer Kirchenverband Köln und Region argumentiert, dass dadurch Überforderung vermieden und Solidarität verstärkt werde.
  • „Das Recht auf Asyl erklären“ – Das Asylrecht werde oft verstanden als „Recht einzuwandern“, dabei sichert es den Anspruch auf ein rechtsstaatliches Verfahren, um den Schutzanspruch zu prüfen. Bettina Baum dazu: „Wir wollen dazu beitragen, dass die Hintergründe für die Menschen deutlicher werden: Wo sind Möglichkeiten und Grenzen, was wir als Kommune im Bereich Aufenthalt und Asylrecht leisten können.“
  • „An die positiven Erfahrungen mit Einwanderung nach Deutschland anknüpfen“ – hier bezieht sich der Runde Tisch auf die Jahre 2015/2016 und 2022. Man habe zum einen die Empathie und Hilfsbereitschaft der Kölnerinnen und Kölner gesehen, so Haseleu. Sie berichtete zudem, dass viele der geflüchteten Menschen sich ehrenamtlich engagierten. Krücker betonte die erfolgreiche Geschichte der Gastarbeiter in Köln. Er sehe zudem viele Potenziale der Geflüchteten, die oft einen hohen Bildungsstand mitbringen und sieht sie als „riesige gesellschaftliche Chance“.
  • „Integration und Zusammenleben in der sozialen Stadt verwirklichen“ – Teilhabe solle in allen gesellschaftlichen Bereichen schneller ermöglicht werden, sie sei der Schlüssel zu einer integrativen Stadtgesellschaft, so der Runde Tisch im Positionspapier.
  • „Kommunen entlasten“ – die Kommunen brauchen eine finanzielle Entlastung, so Baum, denn die Integration und Teilhabe von Geflüchteten sei komplex, weil sie sich auf alle Lebensbereiche beziehe. Das könnten die Kommunen nur richtig ausgestattet leisten.
  • „Sozialen Wohnungsbau fördern“ – Die Forderung: eine konsequente Förderung des sozialen Wohnungsbaus für alle, also für Kölnerinnen und Kölner und für Geflüchtete. Sobald Geflüchtete in einer Wohnung und nicht mehr in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht werden, gäbe es einen „Integrationsschub“, so Krücker. In einer Unterkunft funktioniere Integration in die Gesellschaft nur beschränkt.
  • „Für gute Bildung, Ausbildung und Arbeit sorgen“ – Geflüchtete seien auch eine Chance für die alternde Gesellschaft und den Fachkräftemangel. Dazu müsse an verschiedenen Punkten angesetzt werden, so Haseleu. Wichtig sei die schnellere Selbstbestimmung der geflüchteten Menschen, durch mehr Sprachkurse, die Möglichkeit Arbeit zu suchen und arbeiten zu gehen. Arbeitsverbote seien hinderlich, auch die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen müsse besser laufen.

Für menschengerechte Integrationspolitik

„Es herrscht ein Grundtenor, der nichts beiträgt“, sagt Krücker. Das Positionspapier soll daher Impulse geben und an das Ziel erinnern: geflüchtete Menschen integrieren. „Das Positionspapier soll eine neue Sensibilität erzeugen und Augen und Ohren öffnen, in dieser Zeit, in der das Thema sehr populistisch diskutiert wird“, sagt Bettina Baum. Krücker betont: „Das ist keine Gefahr, keine Bedrohung, das ist eine Bereicherung.“

Der Runde Tisch für Flüchtlingsfragen setzt sich seit 20 Jahren in Köln für eine menschengerechte Integrationspolitik auf kommunaler Ebene ein. Seine Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung, Wohlfahrtsverbände und Initiativen im Flüchtlingsbereich.

Derzeit arbeitet der Runde Tisch daran, die Gruppe vulnerabler Menschen und deren Bedürfnisse zu unterstützen. In der Vergangenheit seien Erfolge des Runden Tisches wie die Entwicklung von Leitlinien und Mindeststandards in der Unterbringung, eines Gewaltschutzkonzepts sowie die Sicherstellung des Kindeswohl zu verbuchen, so Bettina Baum.

| as |

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https://www.bachhausen.de/runder-tisch-fuer-fluechtlingsfragen-in-koeln-stellt-forderungen-fuer-eine-humane-integrationspolitik/

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„Runder Tisch für Flüchtlingsfragen“ in Köln stellt Forderungen für eine humane Integrationspolitik - Report-K

Report-K ist die Internetzeitung von Köln und berichtet aus Köln, NRW, Deutschland und der Welt.

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#NorskTut

Jeg deltar på et kurs i #sosiokrati fra Holma folkehøyskole i Sverige. Vi lærer sosiokrati gjennom praksis og studier. Mye av pensum er fra @SociocracyForAll

Er du i Höör 27.4.2024? Da er det åpent hus på Holma, se på programmet her: https://www.holmafolkhogskola.se/oppet-hus-2024/ 💫

Skal poste mer av de kule ting jeg lærer på sosiokratikurs, kanskje noen andre får inspirasjon til å bruke sosiokratiske metoder ?

#Samtykke
#Runder
#DelMakt

Öppet hus 2024 - tema framtid, hopp och långsiktig beredskap - Holma Folkhögskola

Den 27 april öppnar vi upp odlingar, skogsträdgården, inne- och uteklassrum, scenen och uteköket för Öppet Hus på Holma. Det här året har vi tema "Framtid,

Holma Folkhögskola
Klappt ein #eckiger #Sonnenschirm bei Wind weniger leicht um als ein #runder? 🤔

Von Innenstadt zur Hafencity: Attraktive Verbindung gesucht

Wie kann die Strecke von der Alster an die Elbe schöner gestaltet werden? Dafür hat der Runde Tisch Innenstadt Architekten-Vorschläge gesichtet.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Von-Innenstadt-zur-Hafencity-Attraktive-Verbindung-gesucht,hamburg2236.html

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Von Innenstadt zur Hafencity: Attraktive Verbindung gesucht

In Hamburg soll eine attraktivere Verbindung zwischen Innenstadt und Hafencity entstehen. Dafür hat der "Runde Tisch Innenstadt" am Mittwoch Vorschläge gesichtet, die fünf internationale Planungsbüros von August bis Oktober entwickelt hatten. Vor allem soll der Domplatz an der Steinstraße attraktiver werden.