Tweet von Adopt a Revolution (@AdoptRevolution) um 7. März, 16:19 - Unser Partner aus #OstGhouta sind extra aus den Luftschutzkellern gekommen, um diese Nachricht an die #AfD Politiker zu schicken, die gerade auf #Syrienreise sind.
#AllianzderMenschenfeine #SaveSyria https://t.co/JP0bueD6rr

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“Unser Partner aus #OstGhouta sind extra aus den Luftschutzkellern gekommen, um diese Nachricht an die #AfD Politiker zu schicken, die gerade auf #Syrienreise sind. #AllianzderMenschenfeine #SaveSyria https://t.co/JP0bueD6rr”

Für die Miliz von Alloush besteht der Nutzen von Zivilisten in Ostghouta darin, dass sie die Brutalität der syrischen Regierung und ihrer russischen Verbündeten kenntlich machen. Opfer der Grausamkeiten sind in der politischen Botschaft von Jash al-Islam nicht nur die Zivilisten in Ostghouta, sondern auch die Miliz selbst. Das ist das Bild, das mit großer medialer Unterstützung bestärkt wird.

Die vergangenen Tage sorgten Bilder in den sozialen Netzwerken für Aufsehen, die zerbombte Häuser, Flammen und verletzte Kinder zeigten, aber gar nicht aus Ostghouta stammen, sondern aus Aleppo oder dem Gaza-Krieg.

In vielen Fällen ist das Überzeichnen, Verzeichnen und suggestivere Formen der Parteinahmen in der Darstellung des Konflikts, die das Mitgefühl mit der Zivilbevölkerung in Einklang bringen mit einer Sympathie für die Milizen, nicht so leicht auszumachen.

Das wäre aber nötig, um sich einen freien Blick auf die Interessenslagen der in den Krieg verwickelten Parteien zu machen. Beim Großteil der deutschen, britischen und französischen Berichterstattung geht es hier so vereinfachend und bieder wie in deutschen Heimatfilmen der fünfziger Jahre.

Der andere, skeptischere Blick hat nichts mit Verschwörungstheorien oder mit einer kitschigen Liebe zu Russland zu tun, worunter angeblich viele Deutsche leiden ("Euch stehen doch schon die Tränen in den Augen, wenn ihr einen Dokumentarfilm über Sibirien seht", sagte mir einmal eine französische Bekannte).

Alle drei Gruppen, Jaysh al-Islam, Failaq Rahman und Ahrar al-Sham, hatten zu Zeiten oder haben Bündnisse mit der al-Nusra-Front. Mitglieder von Ahrar al-Sham hatten direkten Kontakt zur al-Qaida. Der al-Qaida-Rekruteur Scheich al-Muhaysini feiert augenblicklich wieder den Dschihad in Ostghouta inmitten von Milizenanhängern. Es ist nicht zu leugnen und unübersehbar: Es gibt viele Verbindungen und ideologische Gemeinsamkeiten der Milizen zu al-Nusrah/ al-Qaida.

Aber es gibt auch Unterschiede, wie es auch differenziertere Berichte über die Gruppen und ihr Konkurrenz-Verhältnis zueinander gibt, die unter den großen al-Qaida-Deckel schauen, sich damit nicht zufrieden geben. Im Gegensatz dazu bestimmt aber die politische Botschaft aus Damaskus und Moskau, dass mehr oder weniger "alles al-Qaida ist" ("al-Nusrah und die anderen ..."). Für die beiden Regierungen ist es der "Kampf gegen Terroristen" und "alle drei großen Milizen sind Terroristen" und also von der Waffenruhe ausgenommen.
https://www.heise.de/tp/features/Syrien-Wer-hat-den-Einfluss-die-Kaempfe-zu-beenden-3982647.html https://www.heise.de/tp/features/Syrien-Wer-hat-den-Einfluss-die-Kaempfe-zu-beenden-3982647.html?seite=3 #Ostghouta #Russland #Syrien #USA
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