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Zurück zu Amazon – meine erste DID-Niederlage
Jeden Monat nehme ich mir im Rahmen des Digital Indepdendence Day ein neues Projekt vor. Dieses Mal ist es nicht wirklich neu, sondern ein Rückblick auf eins, das nun schon seit vier Monaten läuft. Und zwar habe ich direkt als ersten Schritt meiner DID-Reise um den Jahreswechsel herum damit angefangen, Amazon als standardmäßige Bestellanlaufstelle für alles (außer Bücher) zu ersetzen. Mit … mäßigem Erfolg. So mäßig, dass ich jetzt wieder ein Prime-Abonnement bei Amazon habe.
Marc-Uwe Kling hatte in seinem Talk auf dem Chaos Communication Congress angeregt, Amazon doch durch Otto, oder Konrad oder sonst irgendeinen alten deutschen Vornamen zu ersetzen. Das habe ich versucht und es dabei auch nicht belassen. Am Ende bin ich genervt von vielem.
1. Websites
Schon klar: Nicht jeder kleine Onlineshop kann eine Heerschar von Entwickler:innen beschäftigen, die sich um die Website kümmern. Und auch klar, dass die Entwickler:innen bei Amazon bei ihren Fortschritten nicht ausschließlich mein Wohlergehen im Kopf haben, sondern wohl zuallererst die Profitmaximierung. Wenn ich aber das Gefühl habe, durch drei brennende Reifen springen zu müssen – Cookie-Banner, die sich meine Auswahl nicht merken / ein nicht persistenter Warenkorb, wenn ich mal ein Produkt zu Vergleichszwecken in einem neuen Browser-Tab öffne / ein Bezahlprozess, bei dem der Bargeldtransfer per berittenem Boten einfacher erscheint –, bin ich raus. Da habe ich keinen Bock drauf. Und ja, da hat Amazon mich versaut.
Wobei: Wieso eigentlich versaut? Sollte ein klares, ein gutes und vor allem komfortabel-schnelles Einkaufserlebnis nicht der Standard sein? Amazons großer Verdienst in puncto Online-Shopping ist für mich, dass ich weiß, wie’s sein kann, und mich mit (deutlich) weniger auch nicht mehr zufrieden geben möchte.
Und ja, ich kapiere schon, dass Amazons „Komfort“ darauf ausgelegt ist, dass ich am Ende doch noch ein, zwei Artikel mehr in den Warenkorb lege, als eigentlich geplant. Das kann ich aber leichter ignorieren, damit kann ich besser umgehen, als mit einem Bezahlprozess, der sowohl per Kreditkarte als auch beim Rechnungskauf in einer nicht mehr ladenden Seite endet und mich quasi zu Paypal zwingt.
2. Preisvergleich
Amazon ist nicht in jedem Fall der günstigste Anbieter. Vor allem, seit Amazon sich als Plattform aufgestellt hat und es auch anderen ermöglicht, dort Waren zu verkaufen. Meine Erfahrung aber ist, dass ich bei Amazon auch nie den schlechtesten Preis angeboten bekomme. Da bin ich mir so sicher, dass ich bei kleineren Ausgaben überhaupt nicht mehr anfange, zu vergleichen. 15 Minuten Online-Recherche sind mir eine Ersparnis von zwei, drei Euro einfach nicht wert. Bei größeren Ausgaben vergleiche ich natürlich trotzdem. Über Preissuchmaschinen und Schnäppchenportale.
Preissuchmaschinen, respektive Vergleichsportale, sind es auch, die ich in den nun knapp vier Monaten ohne Amazon wirklich oft frequentiert habe. Mit sehr durchwachsenen Ergebnissen. Also, nicht, was die Portale selbst anbelangt. Die werten ja „nur“ Daten aus und bereiten sie mir schön nutzbar auf – und das in der Regel auch sehr gut. Aber dann, ja dann, lande ich allzu oft doch wieder auf Shop-Seiten, die mich nicht abholen. Wo Daten offenbar so gepflegt sind, dass Preissuchmaschinen doch nicht so gut zurechtkommen und wo mich dann plötzlich doch wieder Portokosten erwarten oder die ernüchternde Erkenntnis, dass die blaue Trinkflasche, die ich zu bestellen beabsichtige, dort doch nur in Lila mit bunten Feen drauf zu haben ist. Oder ich lande auf Seiten mit Problemen, wie ich sie oben beschrieb.
3. Service
Ich sag’s, wie’s ist: Ich habe in all den Jahren als Amazon-Kunde nicht eine einzige schlechte Erfahrung mit dem Service gemacht und muss maximal Abzüge in der B-Note vergeben. Beispielsweise dafür, dass Servicemitarbeitende nicht genug Deutsch sprechen, um mein Anliegen zu verstehen. Dafür, dass man auch bei Amazon, so man zu anderen durchgestellt wird, jedem/jeder Servicemitarbeitenden aufs Neue die ganze Story erzählen muss, weshalb man Ersatz für etwas fordert. Dafür ist der Service bei Amazon wenigstens erreichbar. Und das gefühlt immer. Und: Ich kann mich nicht erinnern, auch nur einmal länger als ein paar Stunden auf eine zufriedenstellende Lösung gewartet zu haben. Da können, wie ich jetzt erneut gelernt habe, viele andere Online-Händler nicht mithalten.
„Dann geh doch lokal einkaufen!“, bekam ich im Internet zu lesen, als ich mich darüber schon vor zwei Monaten online beschwerte. Nun ja …
4. Lokaler Einzelhandel, Fachkräftemangel
Wenn Leute mir gegenüber vom lokalen, stationären Einzelhandel schwärmen, hört sich das oft an, wie Erzählungen aus einer anderen Zeit. Ich möchte nicht missverstanden werden: Ich mache immer wieder tolle Erfahrungen in Ladengeschäften. Aber sie bleiben mir auch deshalb so gut im Gedächtnis, weil eine gute Einkaufserfahrung nicht der Standard ist. Ja, ja, bei Amazon arbeiten nur lohngedumpte Aushilfskräfte unter widrigen Umständen, und das ist wirklich nicht zu unterstützen. Es ist aber auch nicht so, dass man im Einzelhandel ausschließlich auf hochqualifizierte Fachkräfte trifft. Die können einem über dort feilgebotene Produkte oft auch nicht mehr erzählen, als ohnehin schon auf der Verpackung steht. Da ist jede Amazon-Produktseite auskunftsfreudiger.
Außerdem bekomme ich bei Amazon zumindest einen Indikator dafür, ob das Produkt taugt. Ja, zahlreiche (der überwiegende Teil?) Sternbewertungen sind gekauft. Und doch: Abgesehen von letztlich doch nicht passenden Pullovern oder ausnahmsweise zu spät gelieferten Produkten habe ich, glaube ich, noch nie etwas bei Amazon Gekauftes retourniert, wenn es vier oder mehr Sterne hatte.
Und ja, natürlich, ich erwarte nicht, dass Mitarbeitende, vor allem in größeren Geschäften, jedes dort vorrätige Produkt bis ins kleinste Detail kennen. Das ändert aber nichts daran, dass das ein weiterer Punkt für Amazon ist. Und dann wird’s eng: Dasselbe Produkt ist im Laden oft teurer, es ist komplizierter/zeitaufwendiger zu beschaffen, und wenn dann noch das Service-Erlebnis fehlt … ich weiß, wer mich kein zweites Mal sehen wird.
Aber das greift nicht nur bei speziellen Spezialfragen. Neulich wollte ich Schuhe kaufen. Ein ganz bestimmtes Modell, und aus Gründen brauchte ich es „jetzt“. Ich habe online recherchiert, wo in meiner Umgebung ich diese Marke kaufen kann, habe in einem Ladengeschäft angerufen, das etwa 30 Autominuten entfernt ist, und dort gefragt, ob sie dieses Modell in jeder Farbe und vor allem meiner Größe vorrätig hätten. Die Mitarbeiterin hat das doppelt bestätigt und mir die Schuhe zurückgelegt. 40 Minuten später stehe ich im Laden und finde mich in einem Wortgefecht wieder, weil zwar Größe und Farbe stimmen, es aber ein Modell eines ganz anderen Herstellers ist. „Die sind aber genauso gut.“ Und vielleicht stimmt das sogar. Aber ich hatte mich nun bereits informiert und vor allem auch entschieden. So habe ich insgesamt mit Recherche, Telefonat, Fahrzeit, Parkplatzsuche, Weg zum und vom Geschäft, Gespräch vor Ort und noch mal Fahrzeit deutlich über drei Stunden aufgewendet, nur um dann keine Schuhe zu haben. Und das, obwohl ich sogar bereit war, statt der bei Amazon aufgerufenen 139 Euro satte 159 Euro im Laden zu bezahlen.
Ein Einzelfall? Leider nicht! Aber ja, auch in meiner Erfahrung nicht der Regelfall, schon klar. Trotzdem war das eine Erfahrung, die mir in meinem Experiment des Lebens ohne Amazon nicht geholfen hat.
5. Versand und Tracking
Auch hier gilt: Ich möchte gar nicht über die Arbeitsbedingungen von Amazon-Fahrer:innen sprechen. Ich weiß, dass die alles andere als doll sind, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Fahrer:innen, die für Hermes, DPD, DHL oder sonst wen unterwegs sind, ihren Job ganz dringend auch ihrem Nachwuchs empfehlen würden.
Das gesagt habend: Auch hier ist der Service von Amazon fantastisch gut. Mal nur aus Kundensicht betrachtet. Ich klicke auf etwas im Internet und in aller Regel ist es (dank Prime) am nächsten Tag vor meiner Tür. Außerdem bekomme ich ein zuverlässiges Tracking und immer, wenn ich den/die Fahrer:in denn überhaupt mal zu Gesicht bekomme, sind diese auch noch nett und freundlich. Das heißt nicht, dass alle anderen, die hier Pakete ausliefern, unfreundlich wären. Es ist nur eine Beobachtung.
Gerade das mit dem Tracking ist dann aber auch nicht überall der Fall. Während ich bei Amazon inzwischen das Gefühl habe, immer alles live mitzubekommen und in der App und auf der Website jederzeit den tatsächlichen Stand der Lieferung einsehen zu können, scheint mir das bei anderen oft ein Glücksspiel zu sein. Und eine Meldung, dass ein Paket nun leider doch nicht am geplanten Zustelltag ausgeliefert werden kann, daran kann ich mich in meiner Zeit als Amazon-Kunde mindestens mal in den vergangenen fünf, sechs Jahren nicht erinnern. Und ja, ich bin mir sicher, dass das auch gegen gute Arbeitsbedingungen bei Amazon spricht.
Fazit
Man kann eine ganze Menge gegen Amazon haben. Und ich habe eine ganze Menge gegen Amazon. Aber: Einzukaufen macht mir ohnehin schon keinen Spaß. Ich bin kein „Shopper“. Ich bin Rechercheur und wende dafür gerne auch übermäßig viel Zeit auf. Wenn ich eine Kaufentscheidung getroffen habe, soll aber bitte alles schnell und unkompliziert ablaufen. Und genau hier löst Amazon jede Menge meiner Anforderungen mit Bravour.
Dazu kommt: Ja, ich bin ein politischer und ein denkender Mensch, und es beschäftigt mich, dass ich mit Einkäufen bei Amazon ein ausbeuterisches Unternehmen unterstütze. Gleichzeitig weiß ich nicht, wann ich mich zuletzt gefragt habe, wie es dem Typen, der die Regale im Schuhgeschäft sortiert, oder dem Mädel, das im Asia-Laden an der Kasse sitzt, geht. Auf jeden Fall nicht in der gleichen Tiefe und Intensität, wie ich mir Gedanken über Amazon-Mitarbeitende gemacht habe.
Und ja, ich sehe selbstverständlich auch mich als Konsumenten in der Pflicht, zu wählen, was und wo ich einkaufe. Wenn ich weiß, dass ein Unternehmen eine Nazi-Partei unterstützt, kaufe ich dessen Produkte nicht mehr. Aber die Schaffung guter Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der arbeitsrechtlichen Regelungen können nicht auf die Kund:innen abgewälzt werden. Ich habe weder die Zeit, noch die Kapazität, noch die Energie, mich vor jedem Kauf damit auseinanderzusetzen, welche Bedingungen wo gelten. Und wann habe ich mein Soll eigentlich erfüllt? Amazon ist das eine. Aber wie geht’s den Menschen im Versandlager bei Otto? Den Fahrer:innen, die die Waren dort anliefern? Den Menschen, die sie herstellen? Und wie geht’s eigentlich den Busfahrer:innen, die die Menschen, die diese Waren herstellen, von ihrem Zuhause ins Werk bringen? Es nimmt ja kein Ende und letztlich gibt es Abzug in der B-Note, weil der Trucker, der Produkte von Polen nach Kiel transportiert hat, auf dem Weg ein Brötchen mit Billigmett aus Haltungsklasse 1 gegessen hat.
Übertrieben, ja, ich weiß. Und ich möchte ja auch wirklich kein Amazon-Kunde mehr sein. Die Alternativen sind aber viel zu oft alles andere als verlockend, sondern eher abschreckend. Choose your battles, heißt es. Und vielleicht ist diese Schlacht eine, in der ich mich (vorerst) nicht verkämpfe.
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