@kardinaltonne Oh ja, siehe meine Toots zu #Odell2021
Siehe dazu auch #Odell2021:164f, die den Zusammenhang von Aufmerksamkeit und Willen erörtert und auf die Forschung zu persuasivem Design u.a. am Beispiel von LinkedIn eingeht. 2/x
Zum #FlackernDerIdeen vergleiche #Odell2021 zu "Unaufmerksamkeitsblindheit" (159), ihre Überleitung zum Begriff der "Aufmerksamkeitsschlüssel" (160f), ihren Hinweis auf die natürliche Flüchtigkeit der Aufmerksamkeit (161f) und Odells Verbindung dessen mit der Idee der Beziehung zwischen Disziplin und Aufmerksamkeit: Die Anspannung der Aufmerksamkeit ist ein Willensakt. Umgekehrt gilt: "Genauso beginnen Vorurteile: als Aufflackern" (sic!, 163)
@gamambel Ich habe den Artikel ein erstes Mal gelesen. Ist das Risiko des Philantropen im Modell, ausgegrenzt zu werden, eine Hypothese auf der Basis eines mathematisierenden Modells, oder wird hier eine Beobachtung mathematisierend erklärt? Abgesehen davon kommt mir #Odell2021 Begriff des #Abseitsstehen in den Sinn. Schöpft der Philantrop möglicherweise Sinn aus der Integration anderer? Ist er dazu möglicherweise gerade deshalb in der Lage, weil er abseits stehen kann, d.h. das Risiko trägt?
@funkvolk Daran denke ich gerade, wenn ich bei #Odell2021:151 vom Unterschied der Ich-Es und Ich-Du-Haltung bei Martin Buber lese. Der Andere bzw. die Anderen sind, anders als NPC eines Computerspiels, unvorhersehbar. Ich frage mich, ob die Agonie, in die unsere Gesellschaft gerade so gern verfällt, nicht einfach auch Ausdruck eines kollektiven Im-Traum-Verharrens ist, eines Unvermögens mit den Zumutungen des tatsächlichen Tuens klar zu kommen, sich lieber rauszureden und die Tat zu scheuen. 2/x
Bei der Überwindung der #TraumTatSchwelle spielt für mich das Dingliche eine wichtige Rolle. Es fällt mir zum Beispiel leichter, an einem physischen Bauprojekt dranzubleiben, als an einem abstrakten Vorgang, einem Text, einer Idee. Ich verbinde das mit den Überlegungen von Nico Häger, der für eine Art "mentale Ökonomie" plädiert, ebenso, wie mit #Odell2021:50 und ihre Entdeckung des Bedürfnis nach Boden zum Zwecke der Verwurzelung. 1/x
Gestern zeigte mir ein Freund seine neue Uhr, eine Google Pixel Watch. Er forderte mich auf, etwas zu sagen und die Uhr hat meine Rede transkribiert. Der Begriff "elektronische Fußfessel" kam mir in den Sinn. Lustigerweise habe ich mir zu Weihnachten auch eine Uhr gekauft. Eine Kienzle #Automatikuhr mit ETA 2789 Uhrwerk, die seit 1975 die Zeit und das Datum anzeigt. Sie ist Teil meines Plans, die Kontrolle über meine #Aufmerksamkeit wiederzugewinnen und fühlt sich richtig gut an. Vgl. #Odell2021
@padeluun Zurückkommend auf unser Gespräch über das Fediverse als Nische und über die Sorge um diese Nische als geschütztem Ort finde ich #Odell2021 und ihren Begriff vom dritten Raum und dem in ihm möglich werdenden #Abseitsstehen interessant. Das Fediverse entsteht ganz natürlich genau durch jene, die sich eben jenes Abseitsstehen und jenen dritten Raum schaffen wollen und geschaffen haben. Sie müssen keine Verlustängste haben. Stattdessen können sie sich zurecht als Vorkämpfer verstehen.
Die Idee und das Konzept einer im Fediverse föderierenden Instanz oder einer Humhub-Instanz unter https://worms.social (nach dem Vorbild von Neubrandenburg https://unser-nb.de) besteht im Kern genau in der von #Odell2021:137 beschriebenen Beanspruchung eines "dritten Raumes innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie", in dem die "individuelle Aufmerksamkeit die Basis für kollektive Aufmerksamkeit und damit für sinnstiftenden Widerstand aller Art bildet."
worms.social » Weblog – Journal und Dokumentation

@pino Ja, da hast Du einen Punkt. @jennitaur klingt in dieser Hinsicht etwas unentschlossen. Man muss berücksichtigen, dass sie an anderer Stelle konstatiert, dass aus Facebook auszusteigen eine gewisse Privilegierung voraussetzt. #Odell2021 spricht von "der Macht, abzuschalten". S.134f, 1.Absatz bis Zitat Ende S.135 oben