#InsRegalGestellt:
Mareike Fallwickl/Eva Reisinger, Das Pen!smuseum (mit Texten von Jovana Reisinger, Andrea Z. Scharf, Sophia Süßmilch), Leykam.

Zwischen:
Mareike Fallwickl, Die Wut, die bleibt, Rowohlt,

und:
Daniel Faßbender, Die weltbeste Geschichte vom Fallen, mirabilis.

Bitterböse, lustig und traurig – die Geschichten, die sich gut einzeln lesen lassen, verweben sich nach und nach zu einem Geflecht an Frauenleben. Jede hat ihre eigenen Kämpfe auszufechten, ist hier aber oft erfolgreich.

#InsRegalGestellt:
Gaea Schoeters, Trophäe (dt. v. Lisa Mensing), btb.

Zwischen:
Ralph Schock, Kaffeeschmuggler und Steckdosenmäuse, Verbrecher Verlag,

und:
Erasmus Schöfer, Kalendergeschichten des rheinischen Widerstandsforschers, Verbrecher Verlag.

Wow, was ein Buch!

Die Lektorin dachte, sie wüsste in etwa, was sie erwartet, und dann geht Gaea Schoeters noch darüber hinaus.

Eine Leseerfahrung, die die Lektorin nicht vergessen wird – auch nicht, wenn sie will.

#InsRegalGestellt:
Elli Unruh, Fische im Trüben, Transit.

Zwischen:
Steven Uhly, Marie, Secession,

und:
John Updike, Die Hexen von Eastwick (dt. v. Maria Carlsson, Uwe Friesel und Monica Michieli), Rowohlt.

Dieser Debütroman über eine kleine mennonitische Gemeinde von Russlanddeutschen im ländlichen Kasachstan der späten 70er-Jahre war in den Augen der Lektorin zu Recht für den #PreisDerLeipzigerBuchmesse nominiert.

Interessante Parallelitäten zu »Parasiti« von Alisha Gamisch.

#InsRegalGestellt:
Joanna Bator, Die Flucht der Bärin (dt. v. Lisa Palmes), Suhrkamp.

Zwischen:
Joanna Bator, Bitternis (dt. v. Lisa Palmes), Suhrkamp,

und:
eine weiße Regalseitenwand.

In vielen der bisweilen fantastisch anmutenden Erzählungen klinken sich die Protagonist:innen – vor allem Frauen – aus den Zumutungen des Lebens aus.

Einzelne Personen oder Gegenstände tauchen in verschiedenen Erzählungen auf, was diese in einen romanhaft wirkenden Zusammenhang stellt.

Abgründig.

#InsRegalGestellt bzw. -gelegt:
Nora Gomringer, Am Meerschwein übt das Kind den Tod. Ein Nachrough, Voland & Quist.

Zwischen:
Pippa Goldschmidt, Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen (dt. v. Zoë Beck), CulturBooks,

und:
Max Goldt, Wenn man einen weißen Anzug anhat, Rowohlt.

Traurig und klug, dabei witzig und sprachgewandt.

Das hat hat nicht nur die Lektorin sehr gerne gelesen, auch #DerMannDerLektorin war angetan – und heute wird ein Exemplar davon verschenkt.

#InsRegalGestellt bzw. kopfüber -gelegt:
Marisha Pessl, Darkly (dt. v. Katrin Segerer und Jennifer Michalski), Suhrkamp.

Zwischen:
Régine Pernoud, Königin der Troubadoure (dt. v. Rosemarie Heyd), dtv,

und:
einen Bücherstapel.

Das Buch war rasch gelesen, es hat die Lektorin an »Die amerikanische Nacht« erinnert.

Die Verlagsempfehlung »ab 12« ist wohl dem Fehlen von expliziter Gewalt und Sex geschuldet.

Ganz okay und spannend, aber nix fürs Patenkind.

*Symbolbild: schwierige Regalsituation*

#InsRegalGestellt:
Ulli Lust, Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte, Reprodukt.

Zwischen:
Reinhard Kleist, Castro, Carlsen,

und:
Mawil, Kinderland, Reprodukt.

Die Lektorin ist sehr beeindruckt, wie gut und detailliert hier ein komplexes Sachthema behandelt wird. Die Bild-Text-Kombinationen funktionieren großartig!

(Dass die Lektorin sich dennoch bisweilen in der Reihenfolge verlaufen hat, ist ihrem generell schlechten Orientierungsvermögen in Graphic Novels zuzuschreiben.)

Bei der Lektorin mussten mal wieder mehrere Bücher #InsRegalGestellt und -gelegt bzw. -gequetscht werden.

Sie arbeitet das jetzt mal ganz brav für euch nach.

Bitte mutet doch im Zweifel den Hashtag – dafür isser da.

#InsRegalGestellt bzw. -gelegt:
Christine Koschmieder, Ein Haus für mich, kanon.

Zwischen:
Steffen Kopetzky, Propaganda, Rowohlt,

und:
Christine Koschmieder, Frühjahrskollektion, kanon.

Christine hat ein Haus in einer kleinen Stadt in Sachsen-Anhalt gekauft. Warum es dieses an diesem Ort war, was sie damit verbunden hat, davon erzählt sie – aufrichtig, schonungslos und klug beschreibt sie all die guten Gründe, die sie nicht nur anderen »auftischt«, wägt ab.

Die Lektorin ist ihr gern gefolgt.

#InsRegalGestellt bzw. -gelegt:
Sophie Sumburane, Keine besonderen Auffälligkeiten, Edition Nautilus.

Zwischen:
Sophie Sumburane, Tote Winkel, Edition Nautilus,

und:
James L. Summers, Der grenzenlose Himmel (dt. v. Franz L. Neher), Verlag Carl Ueberreuter.

@SophSumbu hat wieder keinen »typischen« Krimi geschrieben: Es geht u. a. um die Strukturen und die Verletzungen, die nicht nur die »eigentlichen« Opfer davontragen, und darum, was das Ende der DDR und die Presse damit zu tun haben.

Toll!