Beuel – die DDR ist zurück
mit Update 3.1.
Das dachte ich heute vor dem Gemüseregal des Bioladens (zuvor mit dem freudschen Tippfehler “Biolandes”!) “Momo”. Mittags um 2 KEINE BANANE! Keine eine. Weder II. Wahl noch die Grünen in den noch nicht ins Regal sortierten Kisten. Morgen beim Fischhändler rechne ich ebenfalls mit DDR-Ähnlichkeit: die Warteschlange. Hatte diesen Niedergang nicht dieser Klugscheisser schon frühmorgens vorhergesagt? Jahre hatte der Spiegel benötigt, den loszuwerden. Wiekommichdrauf?
Update 3.1.
Heute behaupteten Zeuginnen in glaubwürdiger Weise, es seien Bananen dagewesen. Ich habe keine gesehen (13.30 h). Aber es besteht Hoffnung, dass das hier nicht zur DDR wird … Alle an der Kasse kannten dieses Bild … Update Ende
Stefan Niggemeier/uebermedien interviewte den vom RBB aussortierten Medienjournalisten Jörg Wagner, der die DDR noch selbst erlebt hat. Vieles könnte er im RBB wiedererkannt haben. Und vor allem sprach er öffentlich darüber, im Radio. Des RBB. Das hätte es hier im Westen nicht gegeben. Die Letzten, die das versucht hatten, war das WDR-TV-Magazin “Im Glashaus”, mit einem sehr kurzen Leben. Bei uebermedien jetzt paywallfrei und absolut lesenswert:
“Jörg Wagner: ‘Es braucht immer jemanden, der dich beschützt und gute Argumente hat, zu sagen: Lass mal den Wagner machen’ – Mehr als 30 Jahre lang hat er im Hörfunk über Medien berichtet: immer kritisch, immer mit großer Hingabe zum Medium Radio – und nahezu ohne Urlaub. Nun hört Jörg Wagner nicht ganz freiwillig auf mit seinem ‘Medienmagazin’ bei Radio Eins. Wir haben mit ihm auf seine Karriere geblickt, bis zurück zu den Anfängen im legendären DDR-Jugendradio DT64.”
Ich kannte den Kerl all die Jahrzehnte gar nicht. Wen interessiert denn hier im Westen ein ostdeutscher Lokalsender? Erst mit der spektakulären Skandalserie des RBB wurde er bundesweit als Tapferer immer wieder erwähnt. Nun soll das Gras wachsen, und zwar schnell. Der Hebel ist der Gleiche wie bei Zander. Mann kann es auch als Mordserie am Medium Radio bezeichnen.
Verkehrspolitik – werden unsere Enkel*innen noch was erleben?
“Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.” Diese Lebensweisheit eines verstorbenen Bundeskanzlers ändert nichts an der Drogenabhängigkeit von Politik und Medien. In Bonn hat diese Krankheit Ausbildungen als “Westbahn” und als “Seilbahn”. Lange schon nichts mehr von “Wassertaxis” gehört, während die Fähre am Beueler Rheinufer seit Jahren leersteht. Vorbildlich, im Vergleich zu den Rheinanliegerstädten, die täglich unter ihren Autostaus zusammenbrechen, der Hamburger Hafen. Unter den LKW-Containern brechen sie dort trotzdem zusammen.
Nun gibt es von Ben Schwan/heise einen interessanten Blick nach New York City und London: “Schnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt – Durch die meisten deutschen Großstädte fließt ein Fluss. Doch gut ausgebauter Bootsverkehr ist selten. Dabei funktioniert das an Themse und East River gut.” Oder lieber Paris?
Der Bonner Oberbürgermeister muss wohl nicht zum Arzt. Keine Zeit.